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03.10.2012

Frühaufsteher vs. Langschläfer

So ungesund ist Schichtbetrieb!

Schlaf Müdigkeit Schichtarbeit

Wer im Job zwischen den Zeiten springt, bekommt es mit seiner Gesundheit zu tun. (© Fotolia)

Rund jeder fünfte Arbeitnehmer leidet in Österreich an Schlafmangel. Vor allem Beschäftigte in Schichtbetrieb sind betroffen. Der ständige Wechsel von Früh- zu Spätdiensten oder Nacht- zu Tagschicht mit lediglich den gesetzlich vorgeschriebenen Pausen dazwischen, macht zu Schaffen. Ärzte, Krankenschwestern, Polizisten, Fabrikarbeiter oder Journalisten können ein Lied davon singen. Der Kampf Frühaufsteher vs. Langschläfer ist eröffnet!

Mehr als 30 Prozent des menschlichen Lebens wird für den Schlaf benötigt. Da ist klar, dass es sich bemerkbar macht, wenn er fehlt. Herr und Frau Österreicher schlafen im Durchschnitt sieben Stunden pro Tag. Laut Experten, die gerade noch angemessene Dauer, um dem Körper die notwendige Erholung zu geben.

Schichtarbeit: Je älter, umso schlechter
Besonders wichtig ist neben der Dauer die Regelmäßigkeit des Schlafes. Sprich, jeden Tag die gleichen Zeiten für das Schlafengehen und das Aufstehen zu wählen und diese so gut es geht beizubehalten. Doch genau da spießt es sich bei Schichtarbeitern. Als junger Mensch belasten diese Unregelmäßigkeiten nur gering, ab 40 kommt es jedoch vermehrt zu gesundheitlichen Problemen.

Besonders Nacht- oder Spätschichten sind für den Organismus problematisch, da der Schlaf tagsüber einen weitaus geringeren Erholungsfaktor hat als in der Nacht. Zwischen jung und alt gibt es große Unterschiede im Schlafverhalten. Während Erwachsene eher vor Mitternacht zu Bett gehen, um früh aufzustehen, also eher bereit für Frühdienste sind, wollen Jüngere (im Schnitt die unter 30-Jährigen) eher nach Mitternacht schlafen gehen und erst nach acht Uhr den Wecker klingeln hören.

Beim Dienstplan ein Wörtchen mitreden
Unregelmäßige Arbeitszeiten, mögen Nachtdienste auch noch so gut bezahlt werden, verursachen Herz-Kreislauferkrankungen, chronischen Schmerzen, Magengeschwüre und Depressionen. Wer tagsüber ständig gegen die Müdigkeit ankämpfen muss, sollte zudem nicht den Red-Bull- bzw. Kaffeekonsum steigern, sondern versuchen, einen konstanten Schlafrhythmus zu finden, der sich mit der Arbeit vereinen lässt.

Unterm Strich lässt sich sagen: Wirtschaftlich - für Unternehmen wie das eigene Geldbörsel - sind Schichtarbeit und unregelmäßiger Dienst ertragreich. Aber für den Körper stellen sie wegen der permanenten Rhythmus-Wechsel eine unzumutbare Belastung dar.

Die richtige Organisation ist deshalb im Fall der Fälle die goldene Mitte. Man sollte auf gute Schichtpläne setzen, versuchen, bei der Erstellung der Dienstpläne ein Wörtchen mitzureden. Eventuell eine Woche im selben Rad zu bleiben, um nicht in kurzer Zeit stets "durch die Zeit" springen zu müssen.

Nie übersatt schlafen gehen
Und wenn Sie trotzdem nicht auf Schichtarbeit verzichten können, weil es nun mal Ihr täglich Brot ist, sollten Sie zumindest auf eine gesunde Ernährung achten. Das wirkt sich Experten zufolge positiv auf den Schlaf aus. Schwer verdauliche Nahrung sollte tabu sein. Sie sollten nicht übersatt zu Bett gehen.

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