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17.02.2012

Handy-Foto zeigt

Mann in Unterhose rettet Hund aus Eis-Fluss

Mann in Unterhose rettet Hund aus zugefrorenem Fluss

Die Liebe zu seinem Hund war bei Malcolm Jarvis größer als die Sorge um die eigene Sicherheit (© hgm-press)

Tierliebe vor eigener Sicherheit: So lässt sich am besten beschreiben, was Paul Wenborne (52) aus dem englischen Essex bei einem Spaziergang mit seiner Handy-Kamera festhielt. Das Bild zeigt Malcolm Jarvis, der mit nichts als seiner Unterhose bekleidet auf dem zugefrorenen Wasser robbt. Der 48-Jährige versucht sich seinem Hund Bentley zu nähern.

Der Vierbeiner brach wenige Augenblicke zuvor ein und kämpfte im eiskalten Wasser um sei Leben. Doch auch der mutige Hundebesitzer sollte bald auf die harte Tour lernen, dass das Eis auf dem Fluss nicht dick genug war, um große Lasten tragen zu können. Auch er brach ein. Doch zum Glück konnten sich Hund und Mensch ans Ufer retten.

Feuerwehr: Rettungsversuch "ungemein gefährlich"
"Ich beobachtete die Szene mit zwei Freunden. Das war törichter Mut. Wir konnten gar nicht glauben, was wir da sahen. Er zog sich bis auf die Unterhose aus und krabbelte auf das Eis", erinnert sich Paul Wenborne. Dem stimmt auch die örtliche Feuerwehr uneingeschränkt zu: "Dieser Rettungsversuch war ungemein gefährlich. Auch wenn das Eis einen soliden Eindruck macht, ist es an manchen Stellen nur so dünn wie eine Eierschale. Wer ins Wasser einbricht, läuft Gefahr unter die Eisplatten zu geraten und zu ertrinken. Bereits nach wenigen Minuten gäbe es keine Rettung mehr", erklärt Feuerwehrmann Stuart McMillan.

Hundebesitzer verteidigt Rettungsaktion
Malcolm Jarvis jedoch verteidigt seine Rettungsaktion: "Bentley versuchte verzweifelt zurück ans Ufer zu gelangen. Doch er schaffte es nicht aus eigener Kraft. Meine Familie und ich konnten nicht tatenlos zusehen, wie sein kleiner Kopf immer wieder unter Wasser sank. Die beißende Kälte ließ ihn langsamer werden. Wir konnten ihn doch nicht einfach sterben lassen."

Hund ist "Familienmitglied"
Ohne weiter darüber nachzudenken, eilte der tapfere Hundebesitzer seinem in Not geratenen Vierbeiner zu Hilfe: "Ich zog schnell meine Klamotten aus und begab mich auf das Eis. Obwohl ich versuchte, mein Gewicht so gut es ging zu verteilen, brach auch ich in den Fluss ein. Mein Körper war voller Adrenalin. Ich kann mich gar nicht mehr an die Kälte erinnern. Ich griff nach Bentley und brachte uns beide in Sicherheit. Ich weiß, dass Bentleys Rettung im Nachhinein unverantwortlich wirkt. Doch unser Hund ist ein Familienmitglied. Jeder andere Hundebesitzer hätte wahrscheinlich dasselbe getan."

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