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24.07.2012

Umfrage

Sollen Nummerntaferl auf Fahrrädern Pflicht sein?

Eine sogenannte Velovignette ziert schon lang Schweizer Räder.

Eine sogenannte Velovignette zierte lange Schweizer Räder. (© Wikipedia/Ralf Roletschek)

Die Idee dazu gib es schon länger, in der Schweiz wurde es schon seit dem 19. Jahrhundert praktiziert, ehe es mit 1. Januar 2012 abgeschafft wurde, und nun fordert die FPÖ die Durchführung in Österreich - die Rede ist von einem Nummerntaferl für Fahrräder. Als Hauptgrund dafür wird die Eindämmung des zweirädrigen Rowdytums genannt. Sollen Nummerntaferl auf Fahrrädern Pflicht sein?

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Jeder, der in Wien mit dem Auto oder zu Fuß unterwegs ist, wird sich schon einmal über einen rücksichtslosen Fahrradfahrer geärgert haben. Deshalb kommt die FPÖ mit dem Sommerloch-Vorschlag, ein mit einer Haftpflichtversicherung verbundenes Fahrradkennzeichen verpflichtend für alle Radfahrer zu erlassen. Damit soll man den wilden Radlern Disziplin und Anstand im Straßenverkehr beibringen.

Skeptisch zeigt man sich der Idee gegenüber bei der Wiener Polizei. Speziell der organisatorische Aufwand würde sich nicht rechnen.

Umfangreicher Strafenkatalog
Außerdem werden die Zweirad-Rowdies schon jetzt oft zur Kassa gebeten. Falschparken kostet sieben Euro. Auf dem Gehsteig fahren ist eines der häufigsten Delikte, das tagtäglich zigfach beobachtet werden kann, und kostet 21 Euro. Bei Rot über die Ampel zu fahren, kann eine Strafe von 36 Euro bringen, in der Fußgängerzone fahren kostet 21 Euro, gegen die Einbahn 35 Euro und wer in der Nacht ohne Licht unterwegs ist und erwischt wird, zahlt 21 Euro. Zusätzlich kann bei mangelhafter Ausstattung eine Geldstrafe von 14 Euro verhängt werden.

Das Delikt "Alkohol am Steuer" gibt es auch bei Radlern und die Strafen sind hoch angesetzt. Wer zu tief ins Glas schaut und mit 0,8 Promille unterwegs ist, muss mit Strafen bis zu 3.633 Euro, ab 1,2 Promille mit bis zu 4.360 Euro und ab 1,6 Promille mit bis zu 5.813 Euro rechnen. Zudem droht der Führerscheinentzug.

Da es aber auch im vierrädrigen Straßenverkehr trotz deutlich sichtbarer Kennzeichen täglich zu unzähligen und nicht geahndeten Ordnungsübertretungen kommt, darf davon ausgegangen werden, dass es sich bei der Einführungen eines Radl-Nummerntaferls hier ähnlich verhält.

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