Für mehr Toleranz

09. November 2017 13:06; Akt: 09.11.2017 13:09 Print

Muslimischer Designer entwirft Regenbogen-Hijab

Um ein Zeichen für mehr Toleranz im Islam zu setzen, entwickelte das australische Modelabel "Moga" ein LGBT-Kopftuch.

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Ursprünglich wurde das Tuch entworfen, um die "Ehe für alle"-Bewegung in Australien zu unterstützen. Wie "Moga"-Mitarbeiterin Hayley Carra erklärt, sei es mittlerweile zum Zeichen für die muslimische LGBT-Gemeinschaft avanciert. "Wir sind stolz darauf, uns für Gleichberechtigung stark zu machen", erklärt die Australierin.

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Die Regenbogen-Hiqabs werden unter anderem über "Asos" vertrieben und sollen enorm gut angekommen sein. "Unsere erste Ladung war nach nur wenigen Tagen ausverkauft", sagt sie. Die Tücher im Regenbogen-Design seien vor allem an offen lebende, australische Muslima verkauft worden.

Generell habe es – entgegen der zu erwarteten Kritik von streng gläubigen, konservativen Muslimen – keine negativen Reaktionen gegeben, im Gegenteil: "Wir haben vor allem viele Mails aus muslimischen Ländern bekommen, in denen uns Fans für das mutige Statement danken."

Homosexualität nicht verboten

Dennoch sei es nicht für alle Muslima leicht, so offen ein Zeichen zu setzen. Auch wenn der Koran Homosexualität gar nicht verbietet. Streng Gläubige verurteilen gleichgeschlechtliche Beziehungen dennoch, in Saudi-Arabien, im Iran, im Jemen und dem Sudan steht Homosexualität gar unter Todesstrafe.

Das Label "Moga" würde seinen Kunden deshalb empfehlen, die LBGT-Kopftücher nur in einer sicheren Umgebung zu tragen, wie "bento" schreibt.

(ek)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • dirtsa am 09.11.2017 13:38 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Verschleierungen in Europa dulden

    ...es ist eine Schande wie die Modewelt versucht diese Frauen verachtenden Fetzen in die Gesellschaft zu tragen! Da kann man noch so farbenfroh daher kommen, es ist eine Frauen verachtende islamische Tradition, die moslemische Männer mit einer unglaublichen zynischen Art der Frauenunterwerfung in der Öffentlichkeit propagieren! Jegliche moslemische Frauenverschleierung, sowie das Kopftuch gehören EU-weit verboten!

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  • Richard Lego Österreicher am 09.11.2017 14:33 Report Diesen Beitrag melden

    Wow...

    echt toll...und für unsere westliche Gesellschaft wirklich von grooooßem Nutzen...

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  • Zillerthaler Burkinijäger am 09.11.2017 15:22 Report Diesen Beitrag melden

    Porno Industrie

    Ich frage mich, wann die Porno Industrie auf den Karren aufspringt. Das Darkweb ist schon dabei. Gut , die sind ja oft schneller bei den Trends.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • S.Oliver am 14.11.2017 10:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wird sich nur langsam durch setzen. Wenn überhaupt

    In Farbe sieht das Ding wenigstens nicht mehr so deprimierend aus. Das werdende die Moslem Männer aber nicht tolerieren.

  • Gregory am 12.11.2017 10:04 Report Diesen Beitrag melden

    AmKopfgreifSmiley

    Durch äußerliche Veränderungen wird das Problem auch nicht besser, denn das innere Problem der Unterdrückung bleibt das selbe. Als würde man einen Obdachlosen parfumieren statt zu duschen.

  • Joseph am 11.11.2017 20:03 Report Diesen Beitrag melden

    Sowas aber

    Na, ob das mal nicht ein Widerspruch ist; steht doch Burka, Hijab uvm. eben für ein "Nicht zur Schau stellen"/Schönheit nicht hervorheben

  • Peter K. am 11.11.2017 11:59 Report Diesen Beitrag melden

    Fortschritt

    Frauen müssen in Islamischen Ländern nicht unbedingt Kopftuch tragen. Frauen die das nicht tun werden öffentlich beschimft, angespuckt und sogar geschlagen. Viel Glück dabei im Iran mit regenbogen Hijab rumzulaufen ohne vom höchsten Punkt der Stadt geworfen zu werden.

    • Freddi am 12.11.2017 10:07 Report Diesen Beitrag melden

      Für mehr Toleranz

      Das ist der europäische Beitrag zum schönen, modernen Islam. TNT mit Schleife drauf.

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  • jeff am 10.11.2017 11:43 Report Diesen Beitrag melden

    unnötig

    Des kann er selbst tragen in regenbogen farben...das sind keine hijabs da sind stück fetzen in regenbogenfarbe