60 Prozent weg

15. Mai 2018 13:22; Akt: 15.05.2018 13:40 Print

So sähe ein Supermarkt ohne Bienen aus

von R. Knecht - Was wäre, wenn es keine Bienen mehr gäbe? 60 Prozent der Produkte wären aus den Regalen unserer Läden verschwunden.

Leere Regale: In diesem Laden fehlen alle Produkte, die von Bienen abhängig sind. (Video: 20 Minuten)
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Bis auf ein paar Bananen und Ananas, die nicht von Bienen, sondern von anderen Tieren bestäubt werden, ist die Früchteabteilung leer. Auch die Regale in anderen Abteilungen sind karg bestückt. So würde der Supermarkt nach dem Bienensterben aussehen. Die deutsche Kette Penny hat zur Demonstration einen ihrer Läden ausgeräumt. 1.500 Artikel, das sind rund 60 Prozent der Produkte, verschwanden aus dem Geschäft.

Mathias Götti Limacher, Zentralpräsident des Imkervereins "Bienen Schweiz", glaubt, dass die Regale in der Schweiz nach dem Bienensterben ähnlich leer aussehen würden wie in Deutschland. Ähnliches gilt auch für Österreich. Was die Vielfalt angehe, würden etwa 80 Prozent der Nahrungsmittel von Insekten bestäubt, sagt er gegenüber dem Schweizer Nachrichtenportal "20 Minuten".

Ernährung würde einseitig und mangelhaft

Eine Hungersnot würde sich laut Götti Limacher allerdings nicht anbahnen, wenn Honig- und Wildbienen aussterben sollten. Kalorienmäßig würde nur ein Drittel der Lebensmittel verschwinden. Die Konsequenz würde aber sein, dass unsere Ernährung noch einseitiger und dadurch womöglich mangelhaft werden könnte.

Das Bienensterben hätte zudem massive Auswirkungen, die wir nicht nur beim Lebensmittelkauf spüren würden: Einerseits gibt es viele Produkte, etwa Kosmetikartikel, die von Bienen abhängige Stoffe enthalten und in dieser Form nicht mehr zu kaufen wären. Andererseits würde vor allem die fehlende Bestäubung die Biodiversität unserer Ökosysteme stark beeinträchtigen.

Man könnte mehr tun

In den vergangenen Jahren werden in Österreich immer mehr Bienenvölker Opfer der sogenannten Varroamilbe. "Die Varroamilbe ist ein Parasit der Bienenblut saugt, also ähnlich wie eine Zecke bei Hunden oder auch Menschen. Das Problem ist, dass die Bienen durch den Chitinpanzer Wunden haben, die nicht mehr heilen", erklärte Christian Schmid, Gesundheitsreferent des Imkerverbandes vor einem knappen Jahr gegenüber dem ORF.

Im ersten Halbjahr 2017 wurden in Niederösterreich knapp 40 Prozent der Bienenvölker durch einen Milbenbefall vernichtet. Während die Imker durch Vermehrung versuchen der tödlichen Plage gegenzusteuern, gibt es auch genug Maßnahmen, mit denen ein jeder zumindest ein bisschen helfen kann: "Indem man heimische Stauden und Blumen pflanzt, um den Bienen ausreichend Nahrung zu bieten", so Schmid weiter. Und auch die Imker appellieren an die Kleingärtner keine Gifte und Pestizide einzusetzen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • fuhrinat am 15.05.2018 15:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bienen

    Unsere Umwelt gehört geschützt, aber die Menschen achten nicht darauf

  • Richard am 15.05.2018 23:36 Report Diesen Beitrag melden

    Ja,aber

    Ja, aber so sähe ein Supermarkt auch ohne funktionierende Landwirtschaft aus. Es muss eben bei Allem einen Mittelweg geben, auch wenn es nicht immer die glücklichste Lösung ist, anders funktioniert es nicht. Das ganze Leben besteht aus Kompromissen !!!

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  • Alex am 15.05.2018 17:01 Report Diesen Beitrag melden

    ohne Bienen brauchen wir uns darüber ..

    .. keine gedanken zu machen, denn ALLE lebewesen sind binnen 4 jahren TOT, ohne Bienen!!!

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Richard am 15.05.2018 23:36 Report Diesen Beitrag melden

    Ja,aber

    Ja, aber so sähe ein Supermarkt auch ohne funktionierende Landwirtschaft aus. Es muss eben bei Allem einen Mittelweg geben, auch wenn es nicht immer die glücklichste Lösung ist, anders funktioniert es nicht. Das ganze Leben besteht aus Kompromissen !!!

    • Locke Karotte am 01.06.2018 10:24 Report Diesen Beitrag melden

      Geschockte Artischocke

      Funktionierende und weitsichtig Landwirtschaft schließen sich nicht aus! Aus brauch keinen Mittelweg, es brauch einen radikalen Schutz für unsere fleißigsten Erntehelfer! Die, die die Erbte überhaupt erst möglich machen, alles andere ist zweitrangig. On die Nahrung teurer wird, egal. Ob die Ernten geringer, die Verluste höher werden, egal. Ob Arbeitsplätze drauf gehen, egal. Alleine der Erhalt unserer Lebensgrundlage zählt. Wer das nicht versteht; bitte nix mehr essen!

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  • Alex am 15.05.2018 17:01 Report Diesen Beitrag melden

    ohne Bienen brauchen wir uns darüber ..

    .. keine gedanken zu machen, denn ALLE lebewesen sind binnen 4 jahren TOT, ohne Bienen!!!

    • Maya Mörder am 01.06.2018 10:25 Report Diesen Beitrag melden

      Biene

      Da hat einer wohl nicht der Beitrag gelesen, hmm?

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  • fuhrinat am 15.05.2018 15:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bienen

    Unsere Umwelt gehört geschützt, aber die Menschen achten nicht darauf

  • Kritischer Geist am 15.05.2018 13:47 Report Diesen Beitrag melden

    Weltuntergänge

    Waldsterben, Ozonloch, Y2K-Problem, menschengemachter Klimawandel ... Aber die Welt steht immer noch. Und meistens zeigt sich ein paar Jahre nach diesen Moden, dass die einstigen Bedrohungsszenarien frei erfundene Storys waren, bei denen sich ein paar Wissenschaftler, Politiker und Journalisten eine goldene Nase daran verdient haben. Wir sollten aus der Geschichte der nicht stattgefundenen Weltunergänge lernen und uns nicht länger vera..... lassen.