AGES-Risikobarometer

23. November 2017 07:35; Akt: 23.11.2017 08:13 Print

"Asylanten" gefürchteter als "resistente Keime"

Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) hat gefragt, was den Österreichern bei Gefahren und Risiken in den Sinn kommt.

Furchterregender als ein antibiotika-resistenter Keim: Flüchtlinge. (Symbolbild) (Bild: Reuters)

Furchterregender als ein antibiotika-resistenter Keim: Flüchtlinge. (Symbolbild) (Bild: Reuters)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Mit diesen Antworten hat die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) vielleicht nicht gerechnet. Sie fragte 1.018 Personen, was ihnen zum Thema Gefahren und Risiko als erstes einfällt.

Umfrage
Stichwort Gefahr und Risiko: Was fällt Ihnen da als erstes ein?
9 %
3 %
8 %
79 %
1 %
Insgesamt 386 Teilnehmer

"Terror" und "Asylanten" waren die häufigste Antwort. Die AGES-Experten orteten - ihrer Branche entsprechend - ganz andere Gefahren. Für sie sind krankmachende Keime, Antibiotika-Resistenzen und Ernährungsrisiken Top-Risiken.

"Die Risiken, die wir als relevant sehen, werden von der Bevölkerung als nicht so relevant gesehen", analysiert AGES-Geschäftsführer Wolfgang Hermann bei einem Pressegespräch. Nur 1,4 Prozent der Rückmeldungen in der repräsentativen Umfrage erwähnten gesundheitliche Risiken.

22,1 Prozent hingegen fürchten sich vor "Terror", 17 Prozent haben Angst vor "Asylanten" bzw. "Migration". Das sieht die AGES als Auftrag.

Mehr Kommunikation

Die Gesundheitsagentur will mehr Information über wissenschaftlich belegbar Risiken zum Thema Gesundheit und Ernährung unter die Leute bringen. Die große Herausforderung sei, die Zielgruppen zu erreichen.

Information und Handlungsbedarf

Bei der Umfrage zeigt sich aber auch, dass Information allein oft nicht reicht. Ein Viertel der Befragten gibt an, sich über die Themen Fehl- und Überernährung gut informiert zu fühlen. Ihr Handeln richten die Menschen aber nicht danach aus.

34 Prozent änderten ihr Handeln wenigstens vorübergehend, ein weiteres Viertel versucht immerhin auch dauerhafte Ernährungsänderungen.

"Arglose" und "Unbelehrbare"

Trotz dieser ingesamten Verbesserung im Vergleich zum Jahr 2007, gibt es noch immer gewissen Risikotypen, die Empfehlungen der AGES komplett ignorieren. "Es gibt Personen, die sich aufgrund ihrer Werthaltung nicht unbedingt von der Wissenschaft beeindrucken lassen", formuliert es Hermann.

(csc)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Zillerthaler Burkinijäger am 23.11.2017 09:53 Report Diesen Beitrag melden

    Wahlen

    Naja, wenn man die Wahlen analysiert, kann man ganz schön sehen, was die Österreicher von "Welcome" halten. Immerhin mehr als zwei Drittel der Bevölkerung. Nur eine Minderheit hat die ganze Zeit diktiert. Wenn jetzt noch die Medien umschwenken, sind wir auf dem richtigen Weg.

  • Speedy am 24.11.2017 14:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Angst

    Vor Keimen und Bakterien? Es wird geforscht und es gibt noch genug zu tun, aber das hat man gefühlt im Griff. Vogelgrippe? Ja, da war mal was. Wohlstandskrankheiten usw.? Kan man selbst gegensteuern, sofern man es auch will. Gegen die Asylanten oder Flüchtlingsströme ist kein Kraut gewachsen.

  • Österreicher am 23.11.2017 10:35 Report Diesen Beitrag melden

    Stichwort Gefahr und Risiko

    Was fällt Ihnen da als erstes ein? Politiker. Sie sind es, die dieses Elend bewirkt haben. Sie haben nicht auf das Volk gehört. Sie haben Widerstand mit Waffen unterdrückt. Daraus entwickelte sich ein Bürgerkrieg, der in der Folge zum Krieg führte. Sehr viele reiche Länder verdienen ein Vermögen daran. Durch Waffenlieferungen, genauso wie durch Finanzspekulation und Ausbeutung von Bodenschätzen. Es findet kein Ausgleich statt, weshalb den Einwohnern dieser Länder die Lebensgrundlage entzogen wird. Stoppt diesen Wahnsinn! Und wir brauchen uns um Asyl und Migration keine Gedanken machen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Speedy am 24.11.2017 14:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Angst

    Vor Keimen und Bakterien? Es wird geforscht und es gibt noch genug zu tun, aber das hat man gefühlt im Griff. Vogelgrippe? Ja, da war mal was. Wohlstandskrankheiten usw.? Kan man selbst gegensteuern, sofern man es auch will. Gegen die Asylanten oder Flüchtlingsströme ist kein Kraut gewachsen.

  • Österreicher am 23.11.2017 10:35 Report Diesen Beitrag melden

    Stichwort Gefahr und Risiko

    Was fällt Ihnen da als erstes ein? Politiker. Sie sind es, die dieses Elend bewirkt haben. Sie haben nicht auf das Volk gehört. Sie haben Widerstand mit Waffen unterdrückt. Daraus entwickelte sich ein Bürgerkrieg, der in der Folge zum Krieg führte. Sehr viele reiche Länder verdienen ein Vermögen daran. Durch Waffenlieferungen, genauso wie durch Finanzspekulation und Ausbeutung von Bodenschätzen. Es findet kein Ausgleich statt, weshalb den Einwohnern dieser Länder die Lebensgrundlage entzogen wird. Stoppt diesen Wahnsinn! Und wir brauchen uns um Asyl und Migration keine Gedanken machen.

    • Kritischer Geist am 23.11.2017 10:43 Report Diesen Beitrag melden

      @Österreicher

      Vielleicht liegt's ja auch einfach daran, dass Islam und Demokratie unvereinbar sind. Ein Blick in den islamischen Kulturkreis belegt das auf eindrückliche Weise. Wir brauche nicht westlichen Staaten die Schuld für die Probleme der islamischen Welt in die Schuhe schieben. Wenn sich ein Kulturkreis über Jahrhunderte weigert, den Werten von Humanismus, Aufklärung und Moderne etwas abzugewinnen, darf man sich nicht wundern, dass Zustände wie im Mittelalter herrschen.

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  • Zillerthaler Burkinijäger am 23.11.2017 09:53 Report Diesen Beitrag melden

    Wahlen

    Naja, wenn man die Wahlen analysiert, kann man ganz schön sehen, was die Österreicher von "Welcome" halten. Immerhin mehr als zwei Drittel der Bevölkerung. Nur eine Minderheit hat die ganze Zeit diktiert. Wenn jetzt noch die Medien umschwenken, sind wir auf dem richtigen Weg.