Nichtrauchertag

25. Januar 2012 01:04; Akt: 14.06.2016 09:38 Print

10 Gründe mit dem Rauchen aufzuhören

Fast alle Raucher erinnern sich an ihre erste Zigarette. Der Geschmack war es nicht, der überzeugt hat. Den meisten Rauchern, die dann am Glimmstängel hängen geblieben sind, ist es nach der ersten Zigarette auch noch richtig schlecht gegangen.

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Hintergrund ist, dass der Körper auf das Gift anders reagiert hat, als er es noch nicht gewöhnt war. Bei den meisten Rauchern ist es also nicht so sehr der Geschmack oder die Wirkung die überzeugen, sondern schlichtweg reine Gewöhnung. Trotzdem behaupten sehr viele Raucher, dass ihnen die Zigarette wirklich schmeckt.

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Konnten Sie Ihren , etwa nicht umsetzen? Dann heißt es für Sie: "Aber jetzt, in der Fastenzeit!"

Heute.at nennt hier nachfolgend zehn Gründe, die dafür sprechen, mit dem Rauchen aufzuhören.

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Grund 1 – Nebenqualm viel schlimmer als Lungenzug

Wenn ein Raucher an seiner Zigarette zieht, nimmt er den so genannten Hauptstrom der Zigarette auf. In diesem sind aber nur ein Viertel der Ausdünstungen der Zigarette enthalten. Zudem wird dieser Hauptstrom anschließend wieder ausgeatmet.

Dreiviertel des Rauchs verbreiten sich zwischen den Zügen in der Raumluft, während die Zigarette glüht. Bedenklich ist, dass sich im Nebenstrom die Schadstoffe der Zigarette in deutlich höherer Konzentration als im Hauptstrom befinden.

Nebenstrom gefährlich für Raucher und Nichtraucher

Sowohl für Nichtraucher als auch für den Raucher selbst ist der Nebenstrom damit deutlich schädlicher. Allein die Konzentration an krebserregenden Substanzen ist im Nebenstrom etwa 130-mal stärker als im Hauptstrom.

Beim Formaldehyd, den Stickoxiden sowie den Nitrosaminen ist die Belastung durch den Nebenstrom für Nichtraucher - also anwesende Passivraucher - wie auch den Raucher gleichermaßen hoch.

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Grund 2 – 40 Gifte in nur einer Zigarette

Der Qualm von nur einer Zigarette sorgt für ein Volumen von etwa zwei Litern Rauch. In diesem Rauch befinden sich neben dem bekannten Nikotin, dem Teer sowie dem Kohlenmonoxid noch insgesamt 300 weitere chemische Verbindungen, die der Körper aufnehmen - und vor allem verarbeiten - muss.

Hierzu zählen unter anderem Blausäure, Ammoniak, Zink und Blei. Insgesamt sind im Zigarettenqualm allein 40 Stoffe zu finden, die eine Krebs erzeugende Wirkung haben.

Diese hohe Zahl an Giften, der der Körper ausgesetzt ist, ist neben den Schädigungen, die am Gefäßsystem des Körpers verursacht werden, besonders nachhaltig von gesundheitsbeeinträchtigender Bedeutung.

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Grund 3 - Teer in Zigaretten wird unterschätzt

Wer regelmäßig raucht, nimmt innerhalb eines Jahres eine Menge an Teer auf, die einer Kaffeetassenfüllung entspricht. Zwar ist der Teer nur in kleinsten Partikeln in der Zigarette enthalten, diese werden aber in den Atemwegen und der Lunge abgesetzt. Da der Teer nur zu einem sehr geringen Anteil wieder ausgeschieden wird, lagert er sich im Laufe des Raucherlebens in der Lunge und den Atemwegen ab.

Teer hemmt den Abtransport von Schadstoffen

Der Teer in der Zigarette lähmt die Flimmerhärchen, die sich in Luftröhre und Bronchien befinden und die dafür zuständig sind, das Staubteilchen aus der Atemluft nicht in die Lunge gelangen. Ähnlich einem Fließband werden zudem eingedrungene Schadstoffe wieder nach außen befördert. Regelmäßiger und langfristiger Zigarettengenuss sorgt mit der aufgenommenen Teermenge für eine Störung dieses Mechanismus

Kein Raucherhusten ist kein gutes Zeichen

Erst werden die Flimmerhärchen lahmgelegt, danach werden sie sogar komplett zerstört. Das langjährige Raucher dann nach einiger Zeit nicht mehr den klassischen Raucherhusten aufweisen, ist kein gutes Zeichen, sondern eher ein Indiz dafür, dass die Flimmerhärchen in Lunge und Atemwegen zerstört sind und deshalb schlicht ihre Funktion nicht mehr wagen können.

Kein Selbstreinigungsprozess der Atemwege mehr

Der Selbstreinigungsprozess der Atemwege wird so durch den Teer einfach ausgeschaltet. Schadstoffe und Schmutzpartikel können sich jetzt auf den Schleimhäuten ungestört ablagern. Sie bilden einen perfekten Nährboden für Viren und Bakterien, die dann letztlich leichter zu Entzündungen der Atemwege führen. Die Schädigungen durch den Teer führen bei vielen Rauchern zu einer chronischen Bronchitis.

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Grund 4 - Nikotin - das Gefäßgift, das zur Sucht führt

Beim Nikotin handelt es sich um ein Gefäßgift, das hochwirksam ist und das der Raucher durch die Tiefe der Inhalation sowie die Häufigkeit des Rauchens selbst reguliert. Reduziert sich der Nikotinspiegel im Blut, signalisiert der Körper diesen Mangel und zwingt den Raucher, durch eine neue Zigarette den Nikotinspiegel wieder nach oben zu treiben.

Nikotin zur Beruhigung

Wird der Zigarettenrauch eingeatmet, gelangt das Nikotin in wenigen Sekunden ins Gehirn. In kleinen Mengen wird das Nikotin anregend, teilweise auch beruhigend. Der Raucher kann so durch Nikotinzufuhr Unlustgefühle, Hungergefühle oder auch Müdigkeit über einen kurzen Zeitraum komplett beseitigen. Genau hier liegt das Problem der psychischen Abhängigkeit.- Denn der Raucher hat den Eindruck, dass er trotz Langeweile oder monotoner Tätigkeiten seine Leistungsfähigkeit erhalten kann

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Grund 5 - Rauchen kann zur Invalidität führen

Raucher haben ein deutlich höheres Risiko für weitere Krankheiten, für Invalidität und auch für einen früheren Tod. Nicht nur der Lungenkrebs ist bei Rauchern verbreiteter als bei Nichtrauchern oder eben auch Passivrauchen, auch andere Auswirkungen hat das Rauchen auf den Körper. Insgesamt erhöht sich die Häufigkeit von Erkrankungen bei Rauchern oftmals deutlich.

Folgen des Rauchens

Chronische Bronchitis, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Herzinfarkt, Raucherbein und Gehirnschlag sind nur die Spitze des Eisbergs. Auch Magen-Schleimhautentzündungen sowie Magen- und Zwölffingerdarm-Geschwüre treten bei Rauchern deutlich häufiger auf als bei Nichtrauchern.

Eine weitere Folge des Rauchens, die Männer hart trifft, ist die sogenannte Erektile Dysfunktion - kurz: die Impotenz. Viele andere Krankheiten stehen zudem inzwischen in Verdacht, dass sie durch das Rauchen ausgelöst oder zumindest in ihrer Entstehung begünstigt werden.

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Grund 6 – Rauchen fördert Krebs in jeglicher Form

Lungenkrebs als auch Bronchialkrebs gelten inzwischen als typische Raucherkrankheiten. Bei Männern sind diese Krebsarten die häufigsten im Bereich der Krebserkrankungen überhaupt. Weltweit gesehen ist es so, dass 85 Prozent der Männer, die an einer dieser Krebsarten gestorben sind, vorher Raucher waren.

Wer an Lungenkrebs erkrankt, hat eine zehnprozentige Chance die nächsten fünf Jahre zu überleben. Hintergrund hierfür ist, dass gerade bei Rauchern diese Krebsart sehr spät diagnostiziert wird, weil die Beschwerden wie etwa Husten von Rauchern als natürliche Beschwerden betrachtet werden.

Weitere Krebsarten, die durch das Rauchen begünstigt werden: Kehlkopfkrebs Mundhöhlenkrebs Speiseröhrenkrebs Bauchspeicheldrüsenkrebs Nierenkrebs Blasenkrebs. Generell sind beim Raucher alle Bereiche des Körpers, die direkt oder indirekt mit den krebserregenden Stoffen der Zigarette in Kontakt kommen, einem erhöhten Krebsrisiko ausgesetzt.

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Grund 7 – Rauchern droht Bluthochdruck, Herzinfarkt und Gefäßverkalkung

Raucher bewirken durch ihren Zigarettenkonsum eine starke Verengung der Blutgefäße. Darüber hinaus steigt der Blutdruck des Rauchers und auch die Herztätigkeit wird durch das Rauchen erhöht. Diese Faktoren bewirken langfristig eine Schädigung der Gefäße.

Erhöhtes Risiko für Herzerkrankungen

Vom Gefäßverschluss können sowohl die Arterien von Gehirn und Gliedmassen, als auch die Arterien des Herzens betroffen sein. Raucher haben ein um 25 Prozent erhöhtes Risiko, eine Erkrankung ihrer Herzgefäße zu bewirken. Bei vielen Rauchern ist es letztlich der Herzinfarkt, der zum früheren Tod führt.

Übergewicht und Alkoholgenuss

Bestehen noch weitere Risikofaktoren wie Übergewicht oder hoher Alkoholgenuss sowie Stress und Bewegungsmangel, können diese Faktoren sich gegenseitig verstärken und damit das Risiko für einen Herzinfarkt und den früheren Tod deutlich erhöhen. Fast ausschließlich sind es übrigens Raucher, bei denen vor dem 40. Lebensjahr der Herzinfarkt zuschlägt.

Raucherbein durch Gefäßverengung

Beim Raucherbein, auch einer Kreislauferkrankung, entstehen durch Gefäßverengungen in den Beinarterien letztlich Gefäßverschlüsse, die dann mit heftigen Schmerzen - gerade beim Gehen - einhergehen. Diese Erkrankung tritt bei Rauchern in der Regel nach dem 40. Lebensjahr auf.

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Grund 8 – Erwachsene sollen Vorbild sein

Kinder ahmen nach

Erwachsene sind für Kinder ein wichtiges prägendes Vorbild. Schon kleine Kinder leben das Verhalten von Erwachsenen - und hier zunächst einmal das Verhalten ihrer Eltern - nach. In der Erprobungsphase versuchen Kinder dann mit Bleistiften oder kleinen Stöcken die Zigarette der Eltern oder anderer Erwachsener nachzuahmen.

In der Phase des Heranwachsens probieren Kinder dann aus Neugier und Experimentierlust die erste Zigarette. Auch wenn die nicht schmeckt, bleiben Jugendliche oftmals an der Zigarette hängen, weil das Vorbild der Eltern sowie anderer Erwachsener prägt. Kinder aus Nichtraucher-Haushalten haben in ihrer Prägungsphase, die bis etwa zum zehnten Lebensjahr anhält, zumindest keinen Kontakt mit Zigaretten gehabt.

Rauchen im Teenageralter

Im Alter von 14-16 Jahren findet dann in der Regel die Entscheidung statt, ob ein Mensch Raucher wird oder Nichtraucher bleibt. Je häufiger die Gelegenheiten zum Rauchen und je gewohnter der Geruch und der Anblick von Zigaretten, umso wahrscheinlicher wird es, dass aus einem Jugendlichen letztlich ein Raucher wird

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Grund 9 - Passivrauchen schädigt Kinder

Neueste Studien belegen, dass Nichtraucher, die passiv mitrauchen, ein noch höheres Risiko durch den Zigarettenqualm haben als der Raucher selbst

Separate Raucherzone nützt nichts

Auch hier sind in erster Linie wieder rauchende Eltern angesprochen. Kinder, die dem Zigarettenrauch der Eltern ausgesetzt sind, können sich gegen diesen gesundheitsschädlichen Einfluss nicht wehren. Kinder von Rauchern müssen mitrauchen. Dabei ist die gängige Praxis häufig, dass die Eltern beispielsweise die Küche als Raucherraum erklären, in den die Kinder während des Rauchens nicht hineinkommen dürfen.

Kalter Rauch ist Gift

Fakt ist allerdings, dass der Rauch längst nicht damit verschwindet, dass nach dem Rauchen das Fenster geöffnet wird. Auch der kalte Rauch schädigt nach einiger Zeit noch die kindliche Lunge, setzt sich zudem in Möbeln und Tapeten ab. Weiterhin durchdringen die Schadstoffe des Qualms auch eine geschlossene Küchentür, sodass Kinder nie komplett davor geschützt sind.

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Grund 10 – Raucher sind schneller außer Atem

Raucher stellen besonders bei körperlicher Anstrengung fest, dass sie viel leichter außer Atem geraten als gleichaltrige Nichtraucher - auch wenn generell der Fitnesslevel gleich hoch ist. Der Grund dafür, dass Raucher schneller außer Atem sind, liegt im Kohlenmonoxid, das in Zigaretten in hohem Maße enthalten ist.

Kohlenmonoxid statt Sauerstoff

Dieses Gas, das giftig ist, wird über die Lungenbläschen ins Blut transportiert. Anstelle von Sauerstoff wird Kohlenmonoxid an die Blutkörperchen angebunden. Weil die roten Blutkörperchen bereits stark mit Kohlenmonoxid gesättigt sind, kann über das Blut weniger Sauerstoff transportiert werden.

Durchblutungsstörungen drohen

Auch die Durchblutungsstörung, wie sie bei Rauchern gegeben ist, ist auf den hohen Kohlenmonoxidanteil im Blut zurückzuführen. Sowohl Fitness als auch Durchblutung können bei regelmäßigem Zigarettenkonsum nicht mehr vom Körper gewährleistet werden.