Gesetzesentwurf

01. Oktober 2012 07:11; Akt: 01.10.2012 07:34 Print

Krankengeld für Klein-Unternehmer

Bald könnte es soweit sein: Nach langem politischem Tauziehen sollen Klein-Unternehmer nun doch ein Krankengeld bei lange andauernder Krankheit erhalten. Das sieht ein Gesetzesentwurf vor, den Gesundheitsminister Alois Stöger in Begutachtung geschickt hat.

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Bald könnte es soweit sein: Nach langem politischem Tauziehen sollen Klein-Unternehmer nun doch ein Krankengeld bei lang andauernder Krankheit erhalten. Das sieht ein Gesetzesentwurf vor, den Gesundheitsminister Alois Stöger in Begutachtung geschickt hat.

Durch den Gesetzesentwurf könnten gleichzeitig noch folgende Vorteile entstehen:


  • Den Zahnambulatorien der Krankenkassen wird es ermöglicht, künftig alle Leistungen anzubieten, die auch die niedergelassenen Zahnärzte erbringen.

  • Krankengeld für Selbstständige (Klein-Unternehmer) - , die Unterstützungsleistung beträgt 26,97 Euro pro Tag.

  • Erweiterung des Unfallversicherungsschutz für Wegunfälle, die sich auf dem Kindergarten- oder Schulweg ereignen.

  • Künftig sollen nicht nur durch Erschütterungen hervorgerufene Erkrankungen, sondern auch vibrationsbedingte Durchblutungsstörungen erfasst werden.

  • Weiters sollen nicht erst Drucklähmungen der Nerven, sondern auch Druckschädigungen als Berufskrankheit gelten.

  • Zudem werden auch chronische Erkrankungen der Sehnenscheiden, des Sehnengleitgewebes und der Sehnen- und Muskelansätze und Rhinopathie, eine Vorstufe des Asthma bronchiale, in die Berufskrankheitenliste aufgenommen.

  • Die Jahresgebühr für die E-Card wird künftig für Angehörige nicht mehr eingehoben - dafür wird sie für alle Versicherten künftig teurer.


Elektronisch

Die Information über die von ihnen in Anspruch genommenen Leistungen wird nun in der Regel elektronisch erfolgen. Nur wenn die Versicherten dies ausdrücklich beantragen, werden sie die Information weiterhin per Post erhalten.

Investition statt Kürzung

Stöger freute sich über den Entwurf. Denn während andere Länder in Krisenzeiten bei Sozialleistungen kürzen, investiert Österreich in die Gesundheit der Menschen und stärkt damit den Sozialstaat.