Richtige Beschäftigung

23. September 2011 18:07; Akt: 28.09.2011 15:15 Print

"Hilfe, was mache ich mit meinem kranken Kind?

Die Grippezeit steht vor der Tür. Krank sein ist nicht schön, jeder von uns kennt das Gefühl aus der Bahn des Alltags geworfen zu werden, eingeschränkt zu sein. Kinder erleben Krankheiten anders als Erwachsene. Denn: Wenn das Schlimmste vorüber ist, ist bei ihnen trotzdem noch Schonzeit angesagt.

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Daheim ist alles langweilig! „Ich will raus! Auf den Spielplatz!“, ruft die kleine dreijährige Eva. Geht aber nicht, sie hat Halsweh und hustet jämmerlich, noch während sie ihre Forderung stellt.

Fernseher für kranke Kinder tabu

Da sich Eva noch schonen muss, darf sie ihren kleinen Körper nicht überstrapazieren. Einfachste Lösung in dieser Situation: ab vor den Fernseher! Viele Eltern tun es, auf jeden Fall aber ist es falsch. Die vielen Reize, die beim Fernsehen auf das Kind einfließen überstrapazieren das Gehirn und die Leistungsfähigkeit, eine Genesung zögert sich so hinaus. Dasselbe gilt übrigens für Spielkonsolen!


Hier sind die besten Ideen, um kranke Kinder ohne Reizüberflutung auf andere Gedanken zu bringen:


• 1-2 Jahre altes Kleinkind: Musik-CD, Kinderlieder mitsingen und mitklatschen, Bilderbücher ansehen, Wörter erfassen und lernen, Farben erlernen


• 2-3 Jahre altes Kleinkind: Bilderbücher anschauen, Kurzgeschichten vorlesen, Beschäftigung mit der Lieblingspuppe oder Lieblingsstofftier, Singen


• 3-4 Jahre alte Kinder: Im Bett mit einem verkehrten Tablett als Stütze malen für einen geliebten Menschen wie Papa, Oma oder Tante. Mit Schere und Papier etwas für den Bruder oder die Kindergartenfreundin basteln. Bekannte Lieder aus dem Kindergarten singen. Puzzeln.


• 4-5 Jahre alte Kinder: Gesellschaftsspiele spielen, Kartenspiele wie Memory, Kinderbücher vorlesen


• 5-6 Jahre alte Kinder: Selber Geschichten erfinden lassen, Märchen vorlesen


• 7-12 Jahre alte Kinder: Bücher lesen und Spiele spielen, das Verständnis eine Krankheit zu haben, entwickelt sich in dieser Alterspanne mehr und mehr.

Elisabeth Mondl