Äußerst ansteckende Seuche

14. September 2018 18:01; Akt: 14.09.2018 18:30 Print

Afrikanische Schweinepest hat Westeuropa erreicht

Auf zwei verendeten Tieren haben belgische Behörden die äußerst ansteckende Seuche nachgewiesen. Auch rund um Österreich haben werden immer wieder Fälle bekannt.

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Die Afrikanische Schweinepest ist eine Virusinfektion.

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Am Donnerstag, dem 13. September wurde von den belgischen Behörden bestätigt, dass bei zwei verendet aufgefundenen Wildschweinen im Dreiländereck von Belgien, Frankreich und Luxemburg die Afrikanische Schweinepest (ASP) nachgewiesen wurde.

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Die ASP ist eine äußerst ansteckende Seuche von Haus- und Wildschweinen, die aber nicht auf andere Tierarten übertragbar ist. Auch für den Mensch geht von dieser durch Viren hervorgerufenen Erkrankung keine Gefahr aus.

2014 ist die ASP erstmalig innerhalb der EU aufgetreten und hat sich seitdem in großen Teilen Nord- Ost Europas ausgebreitet. Allein 2018 wurden über 5.000 Fälle in der EU gemeldet, auch andere Staaten in Osteuropa (Russland, Moldawien, Ukraine) sind massiv betroffen. Die Tierseuche ist nach Fällen in Ungarn und Tschechien derzeit etwa 80 Kilometer von der österreichischen Staatsgrenze entfernt. Beim aktuellen Ausbruch in Belgien handelt es sich um den ersten Ausbruch dieser Tierseuche in Westeuropa.

Vorsicht bei Rohschinken und -würsten

Schweine infizieren sich beim direkten Kontakt mit erkrankten Tieren, aber auch über kontaminierte Gegenstände oder Transportfahrzeuge ist eine Weiterverbreitung möglich. Eine wesentliche Rolle können Rohschinken oder Rohwürste spielen, da das Virus in diesen sehr lange infektiös bleibt. Werden solche Produkte aus Ausbruchsgebieten verbotenerweise mitgenommen und nach unsachgemäßer Entsorgung von (Wild-) Schweinen aufgenommen, führt dies zu einer Ansteckung. Über diese Infektionswege kann die Tierseuche sehr rasch große Distanzen überwinden.

In betroffenen Ländern führt die Afrikanische Schweinepest zu großen wirtschaftlichen Schäden, erkrankte Tiere müssen getötet werden. Da es keine vorbeugende Impfung gegen die ASP gibt, werden von den österreichischen Veterinärbehörden primär folgende Ziele verfolgt:

  • Verhinderung einer Einschleppung

  • Früherkennung allfälliger Ausbrüche

  • Erhöhung der Biosicherheit von Schweinebetrieben
  • Menschen verbreiten Seuche unwissentlich

    Da Menschen bei der Ausbreitung der Tierseuche eine große Rolle spielen können, ersucht das Gesundheitsministerium (BMASGK) die Bevölkerung um erhöhtes Risikobewusstsein. Von Mitnahme von Reiseproviant aus betroffenen Regionen sollte abgesehen werden, Speisereste sind jedenfalls nur in verschlossenen Müllcontainern zu entsorgen, damit diese nicht von Wildschweinen aufgenommen werden können.

    Sollten Sie bei Spaziergängen auf verendete Wildschweine stoßen, informieren Sie bitte die örtlich zuständige Veterinärbehörde. Besondere Vorsicht müssen Schweinehalter an den Tag legen, es ist jedenfalls stalleigene Stallkleidung zu verwenden, der Kontakt zwischen Haus- und Wildschweinen ist zu verhindern.

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    (red)

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