Mikroben aus der Luft

17. Februar 2018 08:34; Akt: 17.02.2018 08:59 Print

Milliarden Viren fallen jetzt gerade vom Himmel

Täglich wird jeder Quadratmeter der Erde von einer kaum vorstellbaren Zahl von Viren bombardiert. Sie stammen aus höher gelegenen Luftschichten.

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Lange Zeit rätselten Forscher, weshalb in weit auseinander liegenden Gegenden der Erde genetisch fast identische Viren beobachtet werden können. Nun ist ein internationales Forscherteam der möglichen Ursache auf die Spur gekommen. Es stellte fest, dass enorme Mengen an Viren in die Troposphäre direkt oberhalb der planetaren Grenzschicht getragen werden. Die planetare Grenzschicht, auch Peplosphäre genannt, ist die erdnächste Schicht der Atmosphäre, wo das Wetter stattfindet.

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Curtis Suttle, Virologe an der Universität von British Columbia, Kanada, und Hauptautor der Studie erklärte in einer Mitteilung: "Jeden Tag gelangen mehr als 800 Millionen Viren pro Quadratmeter in die Schicht oberhalb der Peplosphäre." Man habe vor etwa 20 Jahren festgestellt, dass genetisch ähnliche Viren in sehr verschiedenen Umgebungen rund um den Globus vorkommen, schreibt Suttle weiter. "Diese Menge an Viren, die in der Atmosphäre herumreisen, könnte dies erklären – es ist vorstellbar, dass ein Virus auf einem Kontinent in die Atmosphäre getragen und auf einem anderen wieder abgesetzt wird."

Viel mehr Viren als Bakterien

In die Atmosphäre gelangen die Viren wie auch Bakterien an kleinen Staubpartikeln oder Wassertröpfchen aus der Gischt der Meere. Um herauszufinden, wie viel Material über die planetare Grenzschicht hinaus transportiert wird, haben die Forscher zwei Plattformen in der spanischen Sierra Nevada genutzt. Dort auf knapp 3.000 Metern über Meer werden Partikel im Gegensatz zu tieferen Lagen dank der Höhenwinde über sehr weite Distanzen transportiert.

Es zeigte sich, dass in dieser Schicht pro Quadratmeter enorme Mengen abgelagert werden: Hunderte Millionen Viren und Dutzende Millionen Bakterien, wobei Viren 9- bis 460-mal häufiger gemessen wurden als Bakterien. Zur Erde zurück kommen die Viren und Bakterien laut den Forschern über den Regen und auch über den Saharastaub. Ob sich ein Virus aus dem Himmel am neuen Ort dann auch verbreiten kann, ist aber alles andere als sicher. Es hängt davon ab, ob es in diesem Lebensraum einen geeigneten Wirt findet. Wenn nicht, war die ganze weite Reise umsonst.

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(jcg)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Francis am 17.02.2018 09:34 Report Diesen Beitrag melden

    Test 1 2 1 2 Test Test...

    Haben Pollen auch schon die Welt umrundet?? Der Wüstensand legt ja auch immer tausende Kilometer zurück. Wie lange bleiben die Viren und Bakterien in der Atmosphäre?? Gibt es vielleicht noch Urzeitviren da oben?? Muss die Pharmaindustrie Nachforschungen anstellen um sie dann an Versuchsobjekte testen zu können?? Oder liegt es vielleicht doch am Geoengineering?? Man muss ja nicht immer "nur" Chemie am Himmel freisetzen. Fragen über Fragen...

  • Olle Menschen san ma zieder am 17.02.2018 14:01 Report Diesen Beitrag melden

    Der Untergang

    Rette sich wer kann. Montag gehe ich zum Arzt und lasse mich krankschreiben. Ohjee, der Arzt ist auch krank.

  • Medina am 17.02.2018 18:59 Report Diesen Beitrag melden

    Schamane

    Viren sind Vorboten, das sich die Erde reinigen wird ist keine Frage von ob sondern wann. Ich will den Teufel nicht an die Wand malen, es sollte zum nachdenken und handeln aufrufen. Alles lässt sich mit dem entsprechenden Bewusstsein ablesen. Ignoranz ist ein schlechtes Omen. Wissenschaft kann nicht alles erklären und bei Naturkatastrophen stoßen wir schnell an unsere Grenzen.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Medina am 17.02.2018 18:59 Report Diesen Beitrag melden

    Schamane

    Viren sind Vorboten, das sich die Erde reinigen wird ist keine Frage von ob sondern wann. Ich will den Teufel nicht an die Wand malen, es sollte zum nachdenken und handeln aufrufen. Alles lässt sich mit dem entsprechenden Bewusstsein ablesen. Ignoranz ist ein schlechtes Omen. Wissenschaft kann nicht alles erklären und bei Naturkatastrophen stoßen wir schnell an unsere Grenzen.

  • jeff am 17.02.2018 18:51 Report Diesen Beitrag melden

    man müsste raus aus der ja so tollen eu

    Chemtrails chemtrails und nochmals chemtrails das ist in der luft mehr nicht jeder tag ist eine vergiftung !!

  • zachaeus am 17.02.2018 17:55 Report Diesen Beitrag melden

    Mit an Sicherheit

    grenzender Wahrscheinlichkeit ist bei den Russen irgendwas in die Luft geflogen! Haltet den Dieb!

  • Olle Menschen san ma zieder am 17.02.2018 14:01 Report Diesen Beitrag melden

    Der Untergang

    Rette sich wer kann. Montag gehe ich zum Arzt und lasse mich krankschreiben. Ohjee, der Arzt ist auch krank.

  • Francis am 17.02.2018 09:34 Report Diesen Beitrag melden

    Test 1 2 1 2 Test Test...

    Haben Pollen auch schon die Welt umrundet?? Der Wüstensand legt ja auch immer tausende Kilometer zurück. Wie lange bleiben die Viren und Bakterien in der Atmosphäre?? Gibt es vielleicht noch Urzeitviren da oben?? Muss die Pharmaindustrie Nachforschungen anstellen um sie dann an Versuchsobjekte testen zu können?? Oder liegt es vielleicht doch am Geoengineering?? Man muss ja nicht immer "nur" Chemie am Himmel freisetzen. Fragen über Fragen...