In Österreich

29. September 2017 10:00; Akt: 29.09.2017 10:22 Print

Supermärkte führen 800 Produkte mit Palmöl

Laut einer Erhebung von Greenpeace finden sich in den Regalen heimischer Lebensmittelbetriebe tausende Produkte mit Palmöl.

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Wieviel Palmöl in den Lebensmitteln österreichischer Supermärkte steckt, zeigt eine neue Erhebung von Greenpeace. Erst am Mittwoch hatte die Umweltschutzorganisation Testergebnisse veröffentlicht, die alarmierend hohe Konzentrationen an gefährlichen Schadstoffen in einigen palmölhaltigen Lebensmitteln aufwiesen. Die Gesundheitsgefahr beschränke sich aber mit hoher Sicherheit nicht nur auf die bereits getesteten Produkte.

Tausende palmölhaltige Produkte

Umfassende Recherchen der Organisation ergaben, dass ein durchschnittlicher Supermarkt hierzulande rund 800 Lebensmittel mit Palmöl im Angebot hat. Insgesamt kommt man auf tausende unterschiedliche Nahrungsprodukte mit Palmöl. Bei einigen Produktkategorien - etwa Milchersatzpulver für Säuglinge, Schokoaufstriche oder (Trocken)Suppen - enthalten fast 100 Prozent der Produkte Palmöl.

Die Supermarktketten Spar und Rewe haben auf die alarmierenden Testergebnisse bereits reagiert und angekündigt, die drei laut Greenpeace am meisten belasteten Produkte aus dem Handel zu nehmen. Das sind Milka-Erdbeer-Schokolade, Alsan-Bio-Margarine und Rama Original in Würfelform.

Auch Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner teilte bereits mit, eine Expertenrunde zum Thema einberufen zu wollen. Auch eine amtliche Untersuchung soll eingeleitet werden.

Vorsicht beim Einkauf

"Wer palmölhaltigen Lebensmitteln komplett aus dem Weg gehen will, muss derzeit ziemlich viel Mühe aufwenden", sagt Greenpeace-Umweltchemiker Herwig Schuster. "Kekse, Chips, Fertiggerichte und sogar Semmeln - überall kann Palmöl enthalten sein. Rund 30.000 Tonnen davon landen jährlich in unseren Lebensmitteln." Nach Greenpeace-Erhebungen enthält jedes Frittierfett Palmöl, durchschnittlich sogar zu 60 Prozent.

Ebenso zu finden ist das Öl in fast allen Packerlsuppen und in Suppenwürfeln, hier macht es etwa ein Viertel der Zutaten aus. Kaum ein Schokoladeaufstrich kommt ohne Palmöl aus, mit durchschnittlich 22 Prozent ist es sogar die Hauptzutat. Milchersatzpulver für Säuglinge ist praktisch nicht ohne Palmöl erhältlich. Und bei Margarinen, Schnitten und Salzgebäck wie etwa Brezel sind zumindest über 90 Prozent der Artikel in Österreichs Supermärkten palmölhaltig.

Wer den Verzehr von Palmöl reduzieren möchte, sollte beim Einkauf genau auf die Zutaten achten. Je weiter vorne Palmöl auf der Liste der Inhaltsstoffe gelistet ist, desto mehr davon enthält ein Produkt.

(red)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gerald Hausner am 29.09.2017 13:02 Report Diesen Beitrag melden

    Gesund? Ist vorbei!

    Die Zeiten der "gesunden" Lebensmittel ist schon längst vorüber. Aus Profitgier wird vieles verändert, so lange haltbar gemacht, das einem schlecht wird. Bestes Beispiel Brot. In den 70/80ern wurde Brot hart. Heute? Fängt es an zu schimmeln, in einer sauberen Küche, bei sachgerechter Lagerung! Auffällig ist auch seit Jahren, das in tausenden Produkten (zu viel) Zucker enthalten ist, sei es zur Konservierung oder sonstigem, wo er eigentlich nicht enthalten sein sollte. Und das sind nur zwei Beispiele. mfg

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  • Herbert am 29.09.2017 11:20 Report Diesen Beitrag melden

    Palmöl

    Interessanterweise hört man nichts mehr, von der 13 Jährigen, die eine Lösung hatte. Eigentlich müssten sich die Konzerne um solche Lösungen, raufen.....

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  • Bürger Msc am 30.09.2017 21:14 Report Diesen Beitrag melden

    Verbieten !

    Krebserregende Stoffe sollten wirklich verbannt werden aus den Lebensmitteln, oder zumindest gekennzeichnet werden ! "Hergestellt für" sollte verboten werden, sondern es soll wieder "hergestellt von" vorgeschrieben werden. "Made in EU" soll verboten werden und wieder durch z.B. "Made in Poland" verpflichtend ersetzt werden.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Herbert Kappel am 01.10.2017 14:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hysterie

    In ein paar Jahren werden sie deswegen Greenpeace verklagen und mit recht .

  • Spaltpilz am 01.10.2017 11:12 Report Diesen Beitrag melden

    Ade gesunde Lebensmittel

    Jetzt habe ich zum Frühstück einen Traditions-Stollen gegessen und einmal beiläufig auf die Zutaten gesehen...21% Palmöl....

  • magister am 01.10.2017 09:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Palmöl nur Symptom

    Das ist eben eine der Folgen der Globalisierung, dass der Anteil an Lebensmitteln, die von internationalen Konzernen erzeugt werden, immer größer wird! In der industriellen Produktion werden eben die billigsten Grundstoffe verwendet und der Weltmarktpreis dieser Stoffe gedrückt, was die Qualität nicht gerade hebt, andererseits nationale Betriebe vom Markt durch Billigpreisangebote verdrängt. Das Palmöl ist Symptom, nicht Ursache des Problems!

  • Bürger Msc am 30.09.2017 21:14 Report Diesen Beitrag melden

    Verbieten !

    Krebserregende Stoffe sollten wirklich verbannt werden aus den Lebensmitteln, oder zumindest gekennzeichnet werden ! "Hergestellt für" sollte verboten werden, sondern es soll wieder "hergestellt von" vorgeschrieben werden. "Made in EU" soll verboten werden und wieder durch z.B. "Made in Poland" verpflichtend ersetzt werden.

  • omg am 30.09.2017 16:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    oh man wie immer

    hab mal gelesen fleisch ist krebserregend also.. meine frage ist was ist den heutzuutage nicht krebserregend ? gemüse ist es wohl auch von millionen bekommt 1 krebs durch palmöl und das in 10 jahren also wen intrssiert sowas???