E-Überweisung

01. Januar 2018 13:59; Akt: 01.01.2018 13:59 Print

Zettelwirtschaft beim Arzt wird weniger

2018 bringt Neuerungen im Gesundheitssystem. Verordnungen und Überweisungen funktionieren künftig elektronisch.

Die Zettelwirtschaft beim Arzt hat 2018 ein Ende. (Bild: picturedesk.com)

Die Zettelwirtschaft beim Arzt hat 2018 ein Ende. (Bild: picturedesk.com)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Im Laufe des Jahres 2018 wird das eBS eingeführt, das elektronische Bewilligungs- und Antragsservice. Zuweisungen und Verordnungen von Ärzten funktionieren dann vollkommen elektronisch über die E-Card.

In der ersten Phase betrifft das Termine für eine Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT), Nuklearmedizinische und Humangenetische Untersuchungen, klinische-psychologische Diagnostik und Knochendichtemessungen.

So funktioniert es:

Der Arzt, der den Patienten beispielsweise zu einem MRT schickt, tut dies elektronisch. Die Details werden per SMS oder E-Mail versandt, damit können die Patienten sofort einen Termin für die erforderliche Untersuchung vereinbaren.

Das Gesundheitsinstitut oder Krankenhaus, wo die Untersuchung gemacht wird, erhält mit dem enthaltenen Antragscode alle wichtigen Informationen, die es braucht. Außerdem können Patienten über das Internetportal der Sozialversicherungen ("MeineSV") alle Zuweisungen und Verordnungen online einsehen.

E-Medikation
Ebenfalls elektronisch soll im Laufe des Jahres das gute alte Rezept funktionieren. Die Arzneimittel werden in einer sogenannten E-Medikationsliste ein Jahr lang gespeichert. Das Modell startet dieses Jahr in einigen Bundesländern, in Vorarlberg geht's bereits im Jänner los. Bis 10.Mai sollen die Steiermark, Kärnten, Tirol und Salzburg folgen. In den restlichen Bundesländern ist ein Start mit dem Jahr 2019 geplant.

Keine langen Wartezeiten
Auch mit den teilweise langen Wartezeiten auf MRT- oder CT-Untersuchungen soll 2018 Schluss sein. Patienten müssen ab sofort innerhalb von zehn Arbeitstagen (CT) oder 20 Arbeitstagen (MRT) einen Termin bekommen. In dringenden Fällen soll es noch schneller gehen.

Was sich sonst noch ändert
Im neuen Jahr steigt das E-Card-Serviceentgelt um 35 Cent auf 11,70 Euro, die Rezeptgebühr wird künftig 6 Euro betragen, 15 Cent mehr als bisher. Um von der Rezeptgebühr befreit zu werden, dürfen Alleinstehende in Zukunft maximal 909,42 Euro verdienen, Ehepaare nicht mehr als 1,363, 52 Euro.

Menschen mit höherem Einkommen müssen zudem höhere Sozialversicherungsbeiträge zahlen. Die Höchstbeitragsgrundlage im ASVG wurde um 150 Euro auf 5.130 Euro erhöht. Selbstständige un Bauern zahlen künftig um 175 Euro mehr, nämlich 5.985 Euro.

Heilbehelfe teurer
Für einen Heilbehelf wie orthopädische Schuheinlagen gibt es ebenfalls einen leicht erhöhten Selbstbehalt von 34,20 Euro (statt 33,20 Euro), Sehbehelfe wie Brillen werden ebenfalls teurer (102,60 Euro statt 99,60 Euro).

Krankengeld für Kleinunternehmer
Das finanzielle Risiko eines Krankenstandes wird indes für Kleinunternehmer und deren Angestellte reduziert. Für Unternehmen mit weniger als 25 Angestellten gibt es, wenn die Krankheit über 43 Tage dauert rückwirkend ab dem vierten Tag Geld.

Die Tatsache, dass auch Kleinunternehmer künftig einen 75-prozentigen Zuschuss für die Entgeltfortzahlung ihrer Mitarbeiter im Krankheitsfall bekommen, soll Kündigungen vermeiden.

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:

(red)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Danii am 01.01.2018 18:45 Report Diesen Beitrag melden

    Gute idee??

    Wie wollen sich die älteren Personen damit zurecht finden? Ich denke nicht das die so begeistert werden mit elektronischer überweisung.

    einklappen einklappen
  • Michi am 02.01.2018 22:41 Report Diesen Beitrag melden

    Wo bleibt das Foto auf der e-Card?

    Wenn schon mehr abkassiert wird, dann verlange ich auch Unterbindung des Missbrauchs!

  • Reka am 02.01.2018 11:49 Report Diesen Beitrag melden

    alles doof

    Es soll ,gerade für ältere Menschen eben einfacher werden. Vorher: Patient muss sich selbst bewilligen einholen und umher laufen. Neu: ARZT holt für Patienten Bewilligung ein, Patient muss NICHT umherlaufen sondern wird verständigt und kann selbst direkt einen Termin vereinbaren. Ergo= Einfacher als jetzt! Wers nicht versteht, findets doof. Alle anderen freuen sich darüber.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Michi am 02.01.2018 22:41 Report Diesen Beitrag melden

    Wo bleibt das Foto auf der e-Card?

    Wenn schon mehr abkassiert wird, dann verlange ich auch Unterbindung des Missbrauchs!

  • Reka am 02.01.2018 11:49 Report Diesen Beitrag melden

    alles doof

    Es soll ,gerade für ältere Menschen eben einfacher werden. Vorher: Patient muss sich selbst bewilligen einholen und umher laufen. Neu: ARZT holt für Patienten Bewilligung ein, Patient muss NICHT umherlaufen sondern wird verständigt und kann selbst direkt einen Termin vereinbaren. Ergo= Einfacher als jetzt! Wers nicht versteht, findets doof. Alle anderen freuen sich darüber.

  • Danii am 01.01.2018 18:45 Report Diesen Beitrag melden

    Gute idee??

    Wie wollen sich die älteren Personen damit zurecht finden? Ich denke nicht das die so begeistert werden mit elektronischer überweisung.

    • Murksi am 02.01.2018 11:18 Report Diesen Beitrag melden

      Herr

      Die älteren haben auch gelernt von Kutsche aufs Auto zu steigen. Oder einen Fernseher zu bedienen. Es wird Zeit sich der Zeit anzupassen, wer nicht will, der hat schon. Man kann es nicht allen recht machen, dieser Papierkrieg ist sowieso nur nervig. Lasst der Zukunft ihren lauf!

    einklappen einklappen