Ab wann ist man übergewichtig?

31. Januar 2018 12:15; Akt: 31.01.2018 12:34 Print

Übergewicht: Was ist das?

Wo endet Übergewicht und wo beginnt die Fettsucht? Wir haben die wesentlichsten Informationen für Sie zusammengefasst.

 (Bild: iStock)

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Als Übergewicht wird im Grunde ein Körpergewicht bezeichnet, dass in Relation zur Körpergröße zu hoch ist. Zu unterscheiden sind das Übergewicht und die Fettsucht. Ersteres wird in der medizinischen Fachsprache als Präadipositas und letzteres als Adipositas bezeichnet. Fettleibigkeit ist demnach eine Form des schweren Übergewichts.

Berechnung

Es gibt verschiedenste Berechnungsformen, um Übergewicht zu erfassen. Die am weitesten verbreitete Formel ist die des BMI. Dieser ergibt sich durch folgende Rechnung: man dividiert das Körpergewicht (in Kilogramm) dividiert durch das Quadrat der Körpergröße (in Meter). Der BMI ist damit ein indirektes Maß für die Körperfettmasse.
 



  • Normalgewicht: hier liegt der BMI zwischen 18,5 und 24,9.

  • Übergewicht: hier liegt der BMI zwischen 25,0 und 29,9.

  • Fettleibigkeit (Adipositas): liegt der BMI über 30,0 ist man fettleibig.


Ursachen

Wer seinem Körper auf lange Sicht mehr Energie zuführt, als verbrannt werden kann, der wird früher oder später an Übergewicht leiden. Ganz so einfach kann man den Grund für Übergewicht nicht zusammenfassen. Übergewicht und Adipositas können viele verschiedene Ursachen haben. Falsche, fetthaltige, zuckerreiche und allgemein ungesunde Ernährung ist nur ein möglicher Faktor. Meist ist es eine Wechselwirkung aus mehreren Aspekten, die Gewichtsprobleme bewirkt.

Wenn man bei falscher Ernährung als Grund für Übergewicht ist, so ist der Sprung zur Überernährung nicht weit. Besonders gefährlich ist die Kombination aus unausgewogener Ernährung und Bewegungsmangel. Häufiges Naschen setzt dem Übergewicht dann noch sozusagen das Sahnehäubchen auf und verschlimmert die Situation.

Neben diesen beeinflussbaren Faktoren können aber auch genetische Vorbelastungen, Stoffwechselerkrankungen, Lebensmittelunverträglichkeiten oder Nebenwirkungen von Medikamenten für Übergewicht verantwortlich sein. Auch schwere Erkrankungen wie beispielsweise Hirntumore, Schilddrüsenfehlfunktionen oder das Cushing-Syndrom (hoher Cortisolspiegel im Blut) können Übergewicht auslösen. Seelische Faktoren wie Stress, Einsamkeit, Isolation, Depression und Frustration können ebenfalls zu einer Gewichtszunahme führen.

Nebenwirkungen

Medizinische Probleme und Symptome sind oftmals die Folge von Übergewicht. 


  • Lunge und Atemwege: Atemnot, Kurzatmigkeit oder gar kurz andauernde Atemstillstände können auftreten.

  • Orthopädische Probleme: Rückenschmerzen, Knieprobleme und Gelenksschäden sind oft die Folge von Übergewicht.

  • Stoffwechselstörungen: Erhöhte Blutfettwerte, erhöhter Blutzuckerspiegel und erhöhte Harnsäurewerte sind ebenfalls häufige Nebenwirkungen.

  • Psychische Probleme: Mangelndes Selbstwertgefühl, depressive Stimmungen und schwerwiegende Depressionen sind ebenfalls keine Seltenheit. 

  • Andere Erkrankungen: Herzinfarkte, Schlaganfälle, Arterienverkalkung, Gicht, Gallensteine, Thrombosen, Diabetes und erhöhter Blutdruck sind weitere körperliche Krankheitszustände, die durch Übergewicht verursacht werden können.

Behandlung

Eine Behandlung von Übergewicht kann nur in Form einer lebenslangen Verhaltensänderung und Ernährungsumstellung erfolgen. Zunächst muss sich der Patient bewusst werden, dass eine Änderung des Lebenswandels notwendig ist. Erst dann können aktive Schritte gesetzt werden. Diätberatung, Verhaltenstherapie und regelmäßiger Sport sind die wesentlichsten Grundbausteine der Übergewichtsbekämpfung.

Sport und Bewegung sollten dauerhaft in den Alltag integriert werden, um Diäterfolge möglich und haltbar zu machen. Chirurgische Eingriffe oder eine medikamentöse Behandlung sollten nur dann angedacht werden, wenn die genannten Optionen keine Besserung des Zustandes bewirken.

(Red)

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