Achtsamkeit, Teil 1

31. Juli 2018 05:24; Akt: 01.08.2018 15:29 Print

5 Tipps für bewusstes Essen

Beim Essen auf die Signale des eigenen Körpers zu achten, ist unerlässlich, will man sich bewusst ernähren. Maria C. Kühr hat gute Tipps.

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«Alles auf einmal zu erreichen, überfordert. Ich empfehle, sich ein persönliches Wochenziel zu stecken», sagt Maria C. Kühr. Marias Tipp: Fragen Sie sich, wie Sie sich fühlen, wenn Sie beispielsweise Zwischenmahlzeiten essen oder mal nichts essen. Es ist wichtig, dass wir wieder mehr auf den eigenen Körper hören und ihn besser wahrnehmen. Gesundes Essen zu einem Teil des Lebens machen. Auch Genuss soll Platz haben. Man soll sich deshalb ab und zu ein Stück Schokolade, Kuchen oder ein Gläschen Wein gönnen. «Ich richte mich nach dem 80-zu-20-Prinzip. Ich schaue, dass 80 Prozent meiner Ernährung gesund sind, die anderen 20 Prozent geniesse ich in vollen Zügen», verrät Kühr. Ohne Plan, kein Ziel. Die Woche so gut wie möglich planen hilft, auch bewusster zu essen. «Ich koche das, was extrem schnell geht», sagt Kühr. «Ich versuche, einmal pro Woche einen Fastentag einzulegen. Diesen versuche ich so gut wie möglich zu planen. Ohne Planung ist es auch bei mir nicht ganz so einfach.» Wenn es schnell gehen soll, ist gut planen und vorbereiten sicher ein gutes Rezept. «Ich stelle mir dementsprechend eine Liste zusammen», sagt Kühr, weil sonst die Gefahr gross ist, dass man alles Mögliche einkauft. «Vor allem, wenn Sie hungrig sind, kaufen Sie viel schneller Ungesundes ein. Das ist mir auch schon passiert.» Italian Food: Spaghetti Pesto with Zucchini Still Life «Ich habe immer ein paar Nüsse und veganes Eiweisspulver zur Hand», sagt Kühr. Auch viel trinken ist eine kalorienarme Alternative, wenn man plötzlich Hunger hat. «Ich beobachte, dass viele Leute das Hungergefühl mit Durst verwechseln, weil sie zu wenig trinken.» «Es ist wichtig, dass wir wieder mehr auf den eigenen Körper hören und ihn besser wahrnehmen», lautet Maria C. Kührs wichtigster Tipp.

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Maria Berger-Kühr ist Inhaberin und Head Coach von My Personal Gym in Zürich. «Fitnesstrainerin zu sein ist für mich kein Job, sondern liegt mir sozusagen in den Genen», sagt sie über sich selbst. Schon ihr Vater war Studiobesitzer.

Frau Kühr, Awareness ist in Ihrem wie auch im Alltag Ihrer Kunden ein großes Thema. Sie sind Fitness- und Ernährungstrainerin. Wie schaffe ich es trotz Stress, viel Training, oft Unterwegssein und wenig Zeit, mich gesund zu ernähren?

Alles auf einmal zu erreichen, überfordert. Ich empfehle Ihnen, sich ein persönliches Wochenziel zu stecken. So können Sie sich nach und nach an eine bewusstere Lebensweise gewöhnen. Mögliche Wochenziele wären: mehr Wasser trinken, nur am Wochenende sündigen, nur noch ein- bis zweimal pro Woche Fleisch essen oder mal ganz auf Zucker verzichten. Seine persönlichen Ziele muss jeder für sich selbst festlegen und sie vielleicht auch schriftlich festhalten.

Verraten Sie uns mehr über Ihre Wochenziele?

Ich versuche, einmal pro Woche einen Fastentag einzulegen und ihn so gut wie möglich zu planen. Ohne Planung ist es auch bei mir nicht ganz so einfach. Ich selbst bin ein Fan des intermittierenden Fastens. Ich esse nur zweimal pro Tag und lege dann 16 Stunden Pause ein. Das erleichtert mir das Planen, ich muss weniger vorbereiten.

Wie kann ich lernen, besser auf meinen Körper zu hören?

Mir fällt auf, dass viele durch die ganzen Informationen überfordert sind. Viele überessen sich oder hungern, weil sie das Bewusstsein über den eigenen Körper verloren haben. Mein Tipp: Fragen Sie sich, wie Sie sich fühlen, wenn Sie beispielsweise Zwischenmahlzeiten essen oder mal nichts essen. Es ist wichtig, dass wir wieder mehr auf den eigenen Körper hören und ihn besser wahrnehmen.

Maria Kührs sechs Tipps für mehr Achtsamkeit:

1. Awareness als Lifestyle

Gesundes Essen ist ein Teil meines Lebens und gehört zu meinem Lifestyle. Genauso wichtig ist für mich aber, mir ab und zu ein Stück Schokolade, Kuchen oder ein Gläschen Wein zu gönnen. Ich genieße diese Dinge sehr. Darum richte ich mich nach dem 80-zu-20-Prinzip. Ich schaue, dass 80 Prozent meiner Ernährung gesund sind, die anderen 20 Prozent genieße ich in vollen Zügen. Mit ein bisschen Bewusstsein findet sich diese Balance zwischen gesundem und genüsslichen Essen relativ leicht.

2. Planung ist schon die halbe Miete

Ich koche nicht besonders gern. Also koche ich das, was extrem schnell geht. Ich habe das Glück, dass ich Vegetarierin bin, was die Zubereitung ein bisschen einfacher macht als mit Fleisch und Fisch. Wenn ich es zeitlich nicht schaffe, leiste ich mir eine Bowl aus einem der vielen gesunden Take-away-Angebote.

3. Gesund essen fängt beim Einkaufen an.

Mein Tipp: Vorher überlegen, was ich brauche und was ich kochen möchte. Ich stelle mir dementsprechend eine Liste zusammen. Sonst ist die Gefahr groß, dass ich alles Mögliche einkaufe. Vor allem, wenn Sie hungrig sind, kaufen Sie viel schneller Ungesundes ein. Das ist mir auch schon passiert. Wenn es schnell gehen soll, ist gut planen und vorbereiten sicher ein gutes Rezept.

4. Einfache gesunde Rezepte zu Standardgerichten machen.

Es gibt viele Internetseiten, Blogs und Kochbücher für viel feine Inspiration, auch für schnelle Rezepte. Ich selbst bin ein Pasta-Fan und könnte davon leben. Meine Alternative sind Zucchetti-Spaghetti, die geben mir das Gefühl, dass ich Pasta esse. Eine gesunde Alternative, die superschnell zubereitet ist. Weitere Lieblingsrezepte: Ofengemüse mit Käse überbacken, Blattspinat mit Ei und Kartoffel, Quinoa-Bowls.

5. Immer etwas Gesundes in der Schublade haben.

Ich habe immer ein paar Nüsse und veganes Eiweißpulver zur Hand. Auch eine Karotte knabbern oder viel trinken sind kalorienarme Alternativen, wenn man plötzlich Hunger hat. Ich beobachte, dass viele Leute das Hungergefühl mit Durst verwechseln, weil sie zu wenig trinken.

"Transform your life – die Macht der Gewohnheit" und weitere Workshops zum Thema Awareness bietet Maria C. Kühr während ihrer Fitnessreise an: 23. bis 28. September im Hotel Mama Thresl in Leogang, Österreich.


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