AKTIV ABER ENTSPANNT

30. November 2017 18:03; Akt: 25.11.2017 18:04 Print

Fit und gesund durch die Weihnachtszeit

Wir zeigen, wie die Tage vor dem Fest mit ausreichend Bewegung und kleinen Ruhepausen gut überstanden werden können.

Kleine Entspannungspausen im Alltag helfen, den vorweihnachtlichen Stress zu bewältigen.
 

 (Bild: Fotolia/julief514)

Kleine Entspannungspausen im Alltag helfen, den vorweihnachtlichen Stress zu bewältigen. (Bild: Fotolia/julief514)

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Wer die Vorweihnachtszeit heutzutage besinnlich und entspannt angehen möchte, tut sich in der Regel schwer. Längst ist der Dezember vollgestopft mit zusätzlichen Terminen; Aufträge müssen bis zum Ende des Jahres fertiggestellt werden und die alljährliche Grippewelle tut ihr Übriges dazu.

Wir zeigen, wie die Tage vor dem Fest mit ausreichend Bewegung und kleinen Ruhepausen gut überstanden werden können.

Vielen fällt es selbst am Heiligen Abend schwer, sich nach all dem Stress der zurückliegenden Wochen einmal entspannt zurückzulehnen und die festliche Stimmung im Rahmen der Familie zu genießen. Manchmal plagt auch das schlechte Gewissen um die zusätzlichen Pfunde, die durch Süßigkeiten und Plätzchen auf den Hüften gelandet sind.

Oder es sind einfach immer noch viele Dinge unerledigt liegengeblieben. Wer ein paar Tipps berücksichtigt, kommt trotz Termindruck, kaltem Wetter und lockenden Verführungen fit und gesund durch die Vorweihnachtszeit.

Grippe- und Erkältungsviren haben einerseits deshalb so leichtes Spiel, weil sich unser Körper aufgrund des Stresses nicht ausreichend erholen kann. Andererseits benötigen wir bei dem kalten und nassen Wetter zusätzliche Nährstoffe und Vitamine, um uns vor Krankheiten zu schützen.

Kleine Pausen einplanen

Am wichtigsten ist es deshalb, uns vor allem im Winter auch genügend Ruhe und Entspannung zu gönnen. Es zahlt sich aus, für einen kleinen Spaziergang in der Mittagspause oder ein paar Minuten am Abend vor dem Zubettgehen etwas Zeit freizuschaufeln, um vom Stress abschalten zu können.

Im dicht gepackten Terminkalender in der Adventszeit finden sich ohnehin eher kleinere Lücken, die zur Erholung oder kleinen Bewegungseinheiten genutzt werden können.

Wer zwischendrin immer wieder kurz durchatmet und vielleicht sogar draußen frische Luft tankt, tut seinem Körper viel Gutes. Es kostet vielleicht etwas Überwindung, sich in der kalten und ungemütlichen Jahreszeit zu sportlichen Aktivitäten aufzuraffen, aber gerade dann freut sich unser Körper über ein wenig Bewegung.

Körper nicht überfordern

Da wir kurz vor Weihnachten meist etwas "dünnhäutiger" sind, und stärker als sonst auf Stress- oder Konfliktsituationen reagieren, ist es eigentlich sinnvoll, grundsätzlich etwas langsamer zu treten.


Kraft tanken in der Natur: Beim Spaziergang an der frischen Luft können die Akkus wieder aufgeladen werden. (Bildquelle: pixabay, © Tante Tati, CC0 Public Domain)

Im Winter ist es nicht verkehrt, es mit dem Sport nicht ganz so wild zu treiben und wenn die körperliche Ertüchtigung in kleine Häppchen über den Tag verteilt wird, tut dies dem Organismus umso besser. Unser Körper braucht in dieser Jahreszeit einfach länger um in die Gänge zu kommen.

Wenn wir also Sport machen, ist es umso wichtiger, uns gut aufzuwärmen, den Kreislauf in Schwung zu bringen und uns nicht zu überfordern. Fehlt die Zeit für ein längeres Workout, sollten im Winter auch einmal Alternativen ausprobiert werden, die ebenfalls für die notwendige Dosis an Bewegung sorgen können.

Sport und Entspannung kombinieren

Verschiedene alternative Bewegungsformen verbinden Sport mit mentaler Entspannung. Beim Yoga beispielsweise wird bei den verschiedenen Übungen (Asanas genannt) der Blick verstärkt nach innen gerichtet. Kombiniert mit speziellen Atemtechniken kommt der Geist zur Ruhe und die Achtsamkeit wird geschult.

Dabei eignen sich die verschiedenen Übungseinheiten perfekt dazu, auch zwischendurch im Büro, in der Mittagspause oder abends zuhause etwas für sich zu tun.

Da keine besonderen Hilfsmittel oder viel Platz benötigt wird und auch ein Aufwärmen für viele Asanas nicht unbedingt nötig ist, kann Yoga einfach in den Alltag als kleine Bewegungseinheit für Zwischendurch oder zum Auftanken neuer Energie genutzt werden.

Ein Spaziergang kann im Winter auch ruhig einmal etwas langsamer angegangen werden. In der kalten Jahreszeit verbrennen wir bei Aktivitäten an der frischen Luft automatisch mehr Kalorien als sonst.

Allein um die Körpertemperatur auf gleichem Niveau zu halten wird dann mehr Energie benötigt. Bei einer gemütlichen Wanderung durch die zauberhafte Winterlandschaft versorgt die frische Luft den Körper mit viel Sauerstoff. Die Schönheit der Natur tut ihr Übriges dazu, dass wir den Kopf freibekommen und zwischendrin auf andere Gedanken kommen.

Ein solches "sportliches" Programm kann zu stressigen Zeiten besser geeignet sein, für ausreichend Bewegung zu sorgen. Ein anstrengender Besuch im Fitnessstudio fordert dagegen einen größeren Einsatz unserer ohnehin schon knappen Energiereserven.

Abwehrkräfte stärken

Auch ein Saunabesuch ist eine gute Möglichkeit, dem Körper ein wenig Ruhe und Erholung zu gönnen. Anstelle oder nach einer sportlichen Aktivität können wir beim Schwitzen einfach mal abschalten. Neben der beruhigen Wirkung der Hitze werden Kreislauf und Immunsystem gestärkt.

Viele Bäder und Saunaanstalten bieten zur Adventszeit besondere Entspannungsangebote mit toller Atmosphäre bei Kerzenlicht oder speziellen weihnachtlichen Düften an. Hier kann abseits des Trubels ganz in Ruhe die besinnliche Stimmung genossen werden.

Zur Ruhe kommen

Gerade in der Vorweihnachtszeit stellen wir sehr hohe Anforderungen an uns selbst. Wir haben dieses romantische Bild beschaulicher Tage voller Wärme, Lebkuchenduft und gemütlicher Stunden im Kreise unserer Liebsten vor Augen.

Wir möchten unseren Mitmenschen etwas Gutes tun: Plätzchenbacken für die Weihnachtsfeier des Kinderturnvereins, die Planung der festlichen Menüs zu Heilig Abend und Silvester, das Verschicken von Weihnachtskarten für die Verwandtschaft…

Neben all den zusätzlichen Aufgaben verlieren wir uns selbst dabei meist aus den Augen und provozieren ernstzunehmende Erschöpfungszustände. Kommen wir für uns nicht zur Ruhe, sondern lassen uns vom stressigen Alltag bestimmen, strahlt dies auch auf unsere Umgebung ab und sorgt für zusätzliche Konflikte.

Stresssituationen erkennen und vermeiden

Wer die Auslöser für den ganz persönlichen Stress kennt und versucht, diese zu vermeiden, oder auf ein erträgliches Maß zu reduzieren, ist auf einem guten Weg zu einem entspannteren Alltag. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Vorweihnachtszeit zu organisieren, damit genügend Freiraum für kleine Ruhephasen bleibt:

•Früh planen: Sind die vielen Aufgaben zeitlich gut aufgeteilt, können Überschneidungen vermieden und die Arbeitstage entschleunigt werden.
•Arbeiten delegieren: Wir müssen in der Adventszeit nicht zum Superhelden mutieren. Es ist eigentlich keine Zeit, eigene Plätzchen zu backen? Gekaufte sind auch in Ordnung! Verzichten wir darauf, alles selbst zu stemmen und dabei noch zur absoluten Perfektion zu streben, gewinnen wir wertvolle Freiräume.
•Ruhepausen bewusst einkalkulieren: Wer zwischen den einzelnen Terminen Luft lässt, kann unvorhergesehene, zusätzliche Aufgaben besser unterbringen, oder die Zeit zwischendrin zum Durchatmen nutzen.
•Kompromisse eingehen: Wir müssen unsere Ansprüche nicht völlig aufgeben: Das Weihnachtsgeschenk aus dem Online-Shop statt einer aufwändig selbstgebastelten Überraschung, mehrere kurze Spaziergänge zwischendrin statt dem ausgedehnten Workout nach Feierabend – es gibt vielfältige Möglichkeiten, Dinge anders zu organisieren um die verfügbare Zeit optimal zu nutzen und dabei das persönliche Wohlergehen nicht zu kurz kommen zu lassen.

Innehalten und Bilanz ziehen

Einige fühlen sich durch die vielen kulinarischen Verlockungen in der Vorweihnachtszeit unter Druck gesetzt, die eine oder andere süße Sünde durch noch mehr Bewegung wieder auszugleichen. Dabei eignet sich gerade das Jahresende dazu, Bilanz zu ziehen, und die Ergebnisse und Erfolge der sportlichen Aktivitäten zu beurteilen.

Wer aufmerksam in sich hineinhört und ehrlich mit sich ist, findet sicherlich viel Gutes und sollte sich für kleinere oder größere Erfolge auch einmal loben. In der hektischen Zeit und mit den hohen Erwartungen an uns selbst kommt es meistens zu kurz, positive Resultate zu würdigen und uns dadurch zu weiteren Leistungen zu motivieren.

Auch wenn manche nicht ganz zufrieden mit sich sind, hilft es oft, sich in einem stillen Moment auf seine Wünsche zu konzentrieren und neuen Antrieb für die vorgenommenen Ziele zu gewinnen.


Gute Vorsätze fürs neue Jahr: Sportliche Geschenke unter dem Weihnachtsbaum steigern die Motivation für mehr Aktivität in der Zukunft. Bildquelle: Fotolia, © LMproduction

"Sportliche" Geschenke auf der Wunschliste

Die Motivation beginnt bekanntlich im Kopf. Wer beispielsweise neue Laufschuhe, das langersehnte Fitnessarmband oder auch ein Aktivwochenende im Rahmen eines Kurzurlaubes auf seinen Wunschzettel schreibt, stellt die Weichen für ein erfolgreiches Jahr voller sportlicher Anreize. Im schicken neuen Trainingsoutfit macht das Workout gleich doppelt so viel Spaß.


(Red)

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