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02. März 2018 10:35; Akt: 01.08.2018 16:20 Print

So klappt die glutenfreie Ernährung garantiert

Für Menschen mit Glutenunverträglichkeit ist die alltägliche Ernährung sowie der wöchentliche Einkauf eine echte Herausforderung.

 (Bild: iStock)

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Gluten und seine Wirkstoffe werden zu einem immer größeren Thema in unserer Gesellschaft und zahlreiche Supermärkte bieten bereits glutenfreie Produkte an. Doch viele stellen sich die Frage: Was ist Gluten eigentlich?

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Eine Erklärung und ein Leitfaden durch den Gluten-Dschungel:

Zöliakle, der Fachbegriff für die Glutenunverträglichkeit, bedeutet dauerhafte Unverträglichkeit des Immunsystems gegenüber dem Klebereiweiß Gluten. Die Aufnahme des Eiweißes führt dazu, dass sich der Dünndarm entzündet und nicht mehr genügend Nährstoffe aufgenommen werden kann.

Betroffene müssen nicht nur beim Naschen vor dem Fernseher auf Snacks und Süßigkeiten verzichten, auch der tägliche Speiseplan muss auf die Diagnose abgestimmt werden. 

Bestimmte Getreidesorten vermeiden

Das Klebereiweiß kommt in zahlreichen Getreidesorten vor. Der Inhaltsstoff sorgt für die richtige Backfähigkeit und bildet die Grundlage für die Verarbeitung von Getreidemehl. Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste, Grünker und Hafer sowie bestimmte Produkte, die aus diesen Getreidesorten hergestellt werden enthalten jede Menge Gluten.

Daraus ergibt sich das Betroffene auf Brot, Kuchen, Nudeln, Bier, Pommes frites, Chips, Gewürzmischungen, Schokolade und manche Milchprodukte verzichten müssen. Aber auch Soßen, Suppen und Fertiggerichte müssen vom Speiseplan gestrichen werden. Für Menschen mit der Diagnose Zölikale gibt es aber bereits viele glutenfreie Alternativen, die das Kochen erleichtern.

Symptome 

Typisch für die Glutenunverträglichkeit sind Bauchschmerzen, Gewichtsverlust und Kraftlosigkeit. Auch häufige Blähungen und Durchfall können Merkmale für die Erkrankung sein. Appetitlosigkeit oder ständiger Hunger, Schlafstörungen und auch neurologische Beschwerden wie Schizophrenie, Depressionen oder ADS können auftreten. Sollte Übelkeit und Rückenschmerzen zur Tagesordnung gehören, sollten Sie Sich auf jeden Fall von einem Arzt untersuchen lassen. 

Glutenfreie Produkte sind nicht gesünder

Einige Personen, darunter auch Hollywoodstars wie Miley Cyrus oder Anne Hathaway haben entschieden auch ohne Diagnose und wissenschaftlichen Grundlagen gesund zu leben und mittels der glutenfreien Produkte abzunehmen. Jedoch ist es nicht notwendig seine Ernährung auf glutenfreie Lebensmittel umzustellen, solange keine Unverträglichkeit vorliegt oder bestätigt wurde. Der Verzehr dieser Produkte ist aber nicht schädlich für den Körper.

Das allerdings viele Menschen behaupten, eine glutenfreie Ernährung würde auch beim Abnehmen helfen, rührt meist daher, dass insgesamt bewusster gegessen wird, jedoch keinesfalls am Verzicht auf Proteine. Sie sollten aber bedenken, dass viele dieser Produkte sogar mehr Kalorien enthalten und vor allem mehr Salz. Achten Sie daher immer auf eine ausgewogene Ernährung und selbst zubereitete Gericht.

Um Ihnen beim Ernährungsplan bei Glutenunverträglichkeit zu helfen, hat "HeuteInForm" gesunde und glutenfrei Rezepte für Sie zusammengestellt.

Frühstück: Honig-Crèpes mit Granatapfel

Zutaten:


  • 125 g Buchweizenmehl

  • 250 ml fettarme Milch

  • 3 Eier

  • 20 g zerlassene Butter

  • 1 EL gerösteter Sesam

  • 90 g Waldhonig

  • 500 g Magerquark

  • 1 Granatapfel

  • 6 Minzblätter

  • Salz


Zubereitung:

Mehl mit 1 Prise Salz und der Milch glatt rühren. Die Eier, 10 g Butter, Sesam und 20 g Honig zu einem glatten Teig verrühren. Quark mit 40 g Honig glatt rühren, Granatapfel halbieren, die Kerne herauslösen und dabei die weiße Haut entfernen. Minze fein schneiden und mit den Kernen mischen. 

Eine beschichtete Pfanne mit etwas Öl auspinseln, heiß werden lassen und nacheinander 6-8 dünne Crepes backen. Jeweils 2 EL Quark daraufstreichen mit einigen Kernen bestreuen und zusammenfalten. Restliche Kerne mit Minze und Honig darübergeben. 

Mittagessen: Rote Zwiebel-Polenta-Auflauf

Zutaten:


  • 400 g Polenta

  • 4 Esslöffel Crème fraîche

  • 200 g Bergkäse

  • 2 Esslöffel Rosmarin

  • 1 Bund Salbei

  • 4 Stück Knoblauchzehe

  • 8 Stück rote Zwiebeln

  • 1600 ml Wasser

  • 4 Esslöffel Olivenöl

  • 2 Esslöffel Butter

  • 2 Prise schwarzer Pfeffer, grob geschrotet

  • 2 Prise Salz


Zubereitung:

Backrohr auf 200°C vorheizen. Gesalzenes Wasser in einem Topf zum Kochen bringen. Sobald das Wasser kocht, Polenta unter Rühren langsam einstreuen und aufkochen lassen. Polenta
zugedeckt bei kleiner Hitze ungefähr 10-12 Minuten garen. Dazwischen immer wieder umrühren. Etwas abkühlen lassen. Butter unterrühren, evt. erneut salzen und pfeffern.

In der Zwischenzeit Zwiebeln schälen und vierteln. Knoblauch schälen und in dünne Scheiben schneiden. Salbeiblätter waschen, trockenschütteln und die Blätter von den Stielen zupfen.

Eine Auflaufform oder ein tiefes Backblech (34 x 24 cm, ca. 3 cm hohen Rand) mit Backpapier auslegen. Nun die Polenta in die Form gießen, glatt streichen und fest werden lassen.

Öl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebeln und Knoblauch darin bei mittlerer Hitze etwa 15 Minuten garen, ohne dass die Zwiebeln dabei zu dunkel werden. In der Zwischenzeit Käse reiben. In den letzten 3 Minuten den Salbei sowie den Rosmarin zu den Zwiebeln geben und mitgaren. In der Pfanne abkühlen lassen.

Crème fraîche auf die Polenta streichen und etwa 2 EL des Käses darauf verteilen. Mit der Zwiebelmischung belegen und restlichen Käse darauf verteilen. Mit Pfeffer würzen. Im vorgeheizten Ofen auf der mittleren Schiene ca. 15 Minuten goldbraun backen. Polenta-Auflauf aus dem Ofen nehmen, in Stücke schneiden und auf Tellern anrichten.

Abendessen: Gedämpftes Hähnchen mit Sesam-Chili-Salz

Zutaten:


  • 1 Zwiebel

  • 1 Knoblauchzehe

  • 200 ml Kokosmilch

  • 450 g Blattspinat

  • Salz

  • 250 g Basmatireis

  • 4 Hähnchenbrustfilets

  • Sesam-Chili-Salz


Zubereitung:

Zwiebel fein würfeln und die Knoblauchzehe fein hacken. Kokosmilch, Zwiebeln und Knoblauch aufkochen und den Spinat in der Kokosmilch auftauen lassen. Mit Salz abschmecken.

Reis garen und die Hähnchenbrüste rundum mit Sesam-Chili-Salz würzen. Einen Topf mit Dämpfeinsatz zur Hälfte mit Wasser füllen und zum Kochen bringen. Hähnchenbrüste zugedeckt über kochendem Wasser 10 Min. dämpfen lassen. Hähnchenbrüste auf dem Spinat anrichten und Reis dazu servieren.

Dessert: Johannisbeer-Minz-Eis

Zutaten:


  • 600 g rote Johannisbeeren

  • 150 g Zucker

  • 4 Stiele Minze 


Zubereitung:

600 g rote Johannisbeeren und 5 EL Wasser in einem Topf zugedeckt aufkochen und bei mittlerer Hitze 10 Min. weiter köcheln lassen. Beeren durch ein feines Sieb gießen, dabei mit einem Kochlöffel gründlich ausdrücken. 

Den Saft mit 150 g Zucker in einem Topf aufkochen und weitere 5 Min. bei milder Hitze kochen. 4 Stiele Minze in den Saft geben und den Topf beiseitestellen. Vollständig abkühlen lassen.

Minze aus dem Saft nehmen und diesen in kleine Gefäße füllen. In jedes Gefäß ein Holzstäbchen geben und den Saft mind. 2 Std. einfrieren. 

Drinks: Erdbeer-Granita

Zutaten:


  • 650 g Erdbeeren

  • 150 g Zucker

  • 5 EL Zitronensaft


Zubereitung:

500 g Erdbeeren putzen und in grobe Stücke schneiden. 150 g Zucker mit 300 ml Wasser in einem Topf aufkochen, bis der Zucker geschmolzen ist. Erdbeeren und 4-5 EL Zitronensaft zugeben und alles mit dem Schneidstab fein pürieren. Das Erdbeerpüree durch ein feines Sieb streichen und vollständig abkühlen lassen. 

Erdbeerpüree in eine flache Schale geben und mind. 5 Std. ins Gefrierfach stellen. Jede Std. einmal mit einer Gabel druchrühren, bis das Püree vollständig gefroren ist. 

150 g Erdbeeren putzen und vierteln, Zusammen mit der Granita in Dessertgläser füllen und sofort servieren.

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(red)

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