Romantiker oder ungut?

13. September 2017 12:37; Akt: 13.09.2017 13:49 Print

"Spiele Klavier, bis SIE uns noch eine Chance gibt"

Ein Klavierspieler polarisiert derzeit die britische Stadt Bristol. Er erklärte, öffentlich so lange am Klavier zu spielen bis seine Ex ihrer Beziehung noch eine Chance gibt.

Luke Howard will im Universitätspark von Bristol Klavier spielen, bis seine Ex ihm eine zweite Chance gibt.
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Die öffentliche Aktion von Luke Howard klingt wie eine Szene aus einem Liebesfilm: Er setzte sich am Samstag in einem öffentlichen Park an sein Klavier und kündigte an, so lange zu spielen, bis seine Ex-Freundin ihrer Beziehung noch einmal eine Chance gebe.

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Für den öffentlichen Liebesbeweis richtete er auf sozialen Medien - etwa Facebook und Instagram - mehrere Konten ein und bat Menschen, ihn dort zu unterstützen.

"Das Leben ist uns in die Quere gekommen"

Nach vier Monaten sei die Beziehung mit seiner "Rapunzel" (wie er seine Verflossene nannte) in die Brüche gegangen. "Es ist nicht vorgefallen, es gab keine negativen Vorkommnisse", betonte Howard.

"Das Leben ist uns einfach in die Quere gekommen", so der Klavier-Romantiker. Er wolle ihr einfach zeigen, wie viel sie ihm bedeute und noch eine zweite Chance.

Romantisch oder ungut?

Die Meinungen über die Aktion und deren Inszenierung gingen jedoch stark auseinander. Während manche die Aktion sehr romantisch fanden, kritisierten viele die öffentliche Inszenierung.

Howard wurde auf sozialen Medien vorgeworfen, seine Ex öffentlich unter Druck zu setzen. "Sie weiß wo er wohnt, wenn sie ihn zurück will, kann sie ihm das sagen", meinte etwa eine Twitter-Nutzerin. "Vier Monate... ich würde das eher als ein längeres Gschichterl denn als Beziehung bezeichnen", so eine weitere Einschätzung.

"Ist das nicht etwas ungut? Ich bin immer misstrauisch, wenn Menschen große, öffentliche Erklärungen zu privaten Dingen machen", kritisiert eine andere Twitterin.

Klavierspieler ins Gesicht geschlagen

Inzwischen hat Howard seine Aktion beendet. Er sei zwischendurch auch von einem Unbekannten attackiert worden und habe von diesem einen Faustschlag ins Gesicht bekommen, erzählte Howard britischen Medien.

Das sei aber nicht der Grund für das Ende der Aktion gewesen. Die vielen negativen Rückmeldungen auf sozialen Medien hätten ihn davon überzeugt, dass die Aktion eine blöde Idee war.

(red)

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