Erotiklügen aufgedeckt

01. Dezember 2011 12:50; Akt: 23.02.2012 16:27 Print

Die 20 größten Sex-Mythen

Ein großer Penis befriedigt Frauen besser? Männer denken alle sieben Sekunden an Sex? Frauen können während der Periode nicht schwanger werden? Alles Lüge! Heute.at deckt die größten Sex-Lügen auf.

 (Bild: Fotolia)

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Lüge 1: Pornos stimulieren.

Falsch! Während wir denken, dass Pornografie sexuell stimuliert, stumpfen wir in Wahrheit dadurch ab. Grund: Die übertriebene Leidenschaft ist unrealistisch und das wahre Liebesleben wirkt nach einem Sexfilm eher langweilig. Folge: Man stumpft ab,  bei Männern bleibt die ersehnte Erektion bleibt ausständig. Das haben Wissenschaftler der Universität Padua herausgefunden. Forscher des Kinsey Instituts fanden außerdem heraus, dass Pornografie größenwahnsinnig macht. Scheinbar verleiten die Bilder der männlichen Darsteller zum Kauf großer Kondome. Für die Studie wurden 400 Männer befragt. Davon gaben 45 Prozent zu, sich bei der Größe öfter schon verschätzt zu haben.

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Lüge 2: Lippen verraten nichts über das Sexleben

Falsch! Laut einer Studie der University oft the West of Scotland, bei der die Lippenform von rund 300 Frauen untersucht wurde, konnten Parallelen zu Sexgewohnheiten gefunden werden. Gegenstand der genaueren Untersuchung war der sogenannte "Amorbogen", der bogenförmig nach innen geschwungene Teil in der Mitte der Oberlippe. War der Bogen ausgeprägt, kamen Frauen angeblich viel eher zum Orgasmus, als Frauen, deren Oberlippe in einem flachen Bogen verläuft.

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Lüge 3: Dumme haben besseren Sex

Falsch! Zwar konnte ein Zusammenhang zwischen Bildung und Sex festgestellt werden. Mit Intelligenz hat das aber nichts zu tun. Das Sprichwort "Dumm fickt gut" ist also an den Haaren herbeigezogen. Tatsache ist: Wer viel Sex hat, kann sich nicht mehr auf die Bildung konzentrieren! Das haben Wissenschaftler der United States Military Academy und der University of Colorado bei der Befragung von fast 4.000 Frauen im Alter zwischen 22 und 24 Jahren festgestellt. Frauen, die zehn Jahre oder weniger zur Schule gegangen sind, hatten durchschnittlich 7,4 Sexualpartner. Diejenigen, die jedoch eine Ausbildung von mehr als 15 Jahren vorweisen konnten, hatten nur 5,3 Liebhaber. Als Grund für den Einfluss von Sex auf die Bildung, vermuten die Wissenschaftler, dass Frauen die emotionale Vereinnahmung die Energie raubt, sich angemessen um ihre Bildung zu kümmern.

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Lüge 4: Die Nase des Mannes ist so groß wie sein...

Falsch! Mediziner haben herausgefunden, dass es keinerlei Zusammenhang zwischen der Größe der Nase und der Größe des Geschlechtsteils eines Mannes gibt. Das gleiche gilt übrigens auch für die Länge der Finger oder die Größe seiner Füße.

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Lüge 5: Nur Frauen können einen Orgasmus vorspielen

Falsch! 16 Prozent der Männer haben einer Umfrage zufolge schon mindestens einmal einen Orgasmus vorgetäuscht. Grund: Es klappt nicht so, wie sie es gerne hätten und sie wollen den Partner nicht enttäuschen. machen. Einziger Beweis, dass er nicht wirklich gekommen ist, ist das fehlende Ejakulat. Aber gerade wenn man es mit Kondom macht, ist das ja auch nicht hundertprozentig zu überprüfen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: die Lüge mit der Schönheit

Lüge 6: Schöne Frauen haben besseren Sex

Falsch! Wenn Frauen ohne Modelmaße genug Selbstbewusstsein haben, um nicht während des Liebesspiels den Bauch einzuziehen und über die nächste Diät nachzudenken, können Sie selbstverständlich genauso viel Spaß im Bett haben wie sehr schöne Frauen. Wenn ihr Partner ihr dabei auch das Selbstbewusstsein vermittelt, wird der Sex perfekt.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: die Lüge mit der Glatze

Lüge 7: Männer mit Glatze sind potenter

Falsch! Lange Zeit diente dieser Mythos als Trost für Männer mit Haarausfall. Das Argument lautete, dass ein Mann mit Glatze mehr Testosteron im Blut hat. Daraus folgerte man automatisch, dass diese dadurch auch länger und öfter Sex haben können. Doch leider: Nicht allein das männliche Hormon ist für die Libido verantwortlich.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Mythos Scheidenkrampf

Lüge 8: Scheidenkrämpfe gibt es nicht

Falsch! Das Phänomen wird in der Medizin mit "Vaginismus" beschrieben. Doch dass dabei ein Paar so zusammenhängt, dass nur noch die Feuerwehr es trennen kann, wie gerne kolportiert wird – das gibt es allerdings nur bei Wölfen oder Hunden, nicht bei Menschen. Oft ist ein traumatisches Erlebnis die Ursache für Vaginismus. Die Frau verkrampft dabei vor dem Eindringen unbewusst die Muskeln am Scheideneingang, so dass eine Penetration unmöglich wird. Daher kann der Penis gar nicht in der Vagina gefangen sein. Sobald sich die Frau entspannt, reagieren auch die Scheidenmuskeln wieder normal. Eine Psychotherapie hilft auf Dauer, um die Verkrampfung zu lösen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: die X-Large-Lüge

Lüge 9: Je größer der Penis, desto intensiver das Lustempfinden der Frau

Falsch! Die Scheide der Frau ist sehr flexibel und passt sich dem kleinen wie dem großen Penis an. Die Lustzonen der Frau befinden sich vor allem an der Klitoris und den Schamlippen. Dabei spielt die Penisgröße überhaupt keine Rolle.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: die Lüge um die frigide Frau

Lüge 10: Frauen können frigide sein

Falsch! Oft sind seelische Blockaden für das sexuelle Desinteresse schuld. Meist hängt die Unlust mit einer dunklen Vorgeschichte zusammen, wenn eine Frau keine Lust auf Sex hat. Das kann eine Vergewaltigung sein, eine große Enttäuschung, aber auch Depression oder eine schwere Krankheit. Natürlich gibt es auch Frauen und Männer, die einfach seltener Lust auf Sex haben.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: der Mythos um "Frühreife"

Lüge 11: „Frühreife“ sind früher lustlos

Falsch! Laut einer amerikanischen Studie aus dem Umfeld von Alfred Kinsey haben diejenigen, die bereits in der Jugend sexuell aktiv waren, auch im Alter mehr und länger Spaß am Sex. Die alte Regel „5000 Schuss und dann ist Schluss“ ist veraltet.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Das Märchen um Austern, Erdbeeren & Co.

Lüge 12: Aphrodisiaka steigern Lust auf Sex

Falsch! Sex beginnt im Kopf, und nicht im Gaumen oder im Magen. Nur sexuelle Reize von außen regen die Libido an. Dabei reagieren die Geschlechter aber unterschiedlich. Männer gelten eher als visuell veranlagt – sie reagieren vor allem auf Bilder. Für Frauen ist das Auditive wichtig – sie fühlen sich durch Gehörtes angeregt, also verbale Erotik. Durch  die Reize wird die Vorstellungskraft im Gehirn aktiviert. Gaumenfreuden können das Ambiente und das Wohlgefühl positiv beeinflussen und so zu einem stimmigen Gesamterlebnis führen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: die Sache mit der weiblichen Ejakulation

Lüge 13: Es gibt auch eine weibliche Ejakulation

Falsch! Manche Frauen werden extrem feucht beim Sex. Bei manchen ist die Erregung so enorm, dass man meinen könnte, es handle sich um eine Ejakulation. Doch damit hat es nichts zu tun. Allerdings“, so räumt er ein, „erreichen manche Frauen während des Orgasmus eine sehr ausgeprägte Entspannung, die auch die Blase erreicht.“ Dann könnte es schon passieren, dass etwas Urin abgeht – „doch das ist äußerst selten.“

Lesen Sie auf der nächsten Seite: die Lüge um den EINEN Orgasmus

Lüge 14: Es gibt nur EINEN wahren, weiblichen Orgasmus.

Falsch. Sigmund Freud hatte diesen Mythos vom einzig richtigen Höhepunkt in die Welt gesetzt. Nur wenn die Frau sich mit ihrer Rolle als Empfangende abfinde, könne sie den vaginalen Orgasmus erleben. Der Orgasmus durch die Stimulation der Klitoris sei hingegen unreif, also quasi zweiter Klasse. Im Grunde sind beide Orgasmen aber dasselbe – wie die Sexualforscher William Masters und Virginia Johnson bereits in den 60er Jahren bewiesen haben. Die beiden Varianten des Höhepunkts unterscheiden sich kaum in punkto Empfindung, schließlich ist die nach außen sichtbare Klitorisspitze nur ein kleiner Teil des Organs, dessen Nervenenden bis in die Vagina hineinreichen. Den rein vaginalen Orgasmus gibt es zwar wirklich, aber nur eine Minderheit erlebt ihn auch: bloß 30 Prozent der Frauen kommen ohne zusätzliche orale oder manuelle Stimulation.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: die Spermien-Lüge

Lüge 15: Beim Sex im Wasser sterben die Spermien

Falsch! Da müsste man kochend heiß baden, um wirklich alle Spermien auszuschalten. Im normal temperierten Badewasser sterben zwar einige Spermien ab, aber da bei einem Samenerguss bis zu 400 Millionen Spermien produziert werden, sollten Sie lieber nicht auf das Wasser vertrauen, sondern zusätzlich verhüten.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: die Uhrzeit-Lüge

Lüge 16: Frauen wollen lieber abends Sex

Falsch! Frauen wollen immer Sex. Am liebsten aber dann, wenn sie den Kopf frei haben. Und das ist eher am Wochenende oder abends, wenn die Arbeit erledigt ist oder die Kinder im Bett sind. Der Testosteronspiegel des Mannes hingegen steigt in den Morgenstunden um 30 Prozent. Deswegen hat er vor allem morgens Lust.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Mythos "Cola light"

Lüge 17: Cola light ist als Verhütungsmittel tauglich

Falsch! Spermien, die sich in einem Glas Cola light befinden, werden zwar abgetötet, eine Scheidenspülung reicht aber nicht aus, um sicher vor einer Schwangerschaft zu schützen. Trinken Sie die Cola lieber und vertrauen Sie auf Kondom & Co., das macht mehr Sinn.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: das Märchen um den G-Punkt

Lüge 18: Es gibt einen G-Punkt

Falsch. In den 50er Jahren behauptete der deutsche Arzt Ernst Gräfenberg, die Orgasmus-Garantie (G für Garantie?) gefunden zu haben. Die Existenz eines solchen G-Punktes ist bis heute jedoch umstritten. Laut Gräfenberg soll der magische Punkt ca. 5 cm von der Scheidenöffnung weg und zur Bauchdecke hin liegen und hart und gerippt sein. Ob hartnäckiges Reiben an dieser Stelle zum Höhepunkt führt. ist nicht bewiesen. Fakt ist, an dieser Stelle befindet sich die weibliche Prostata, deren Stimulation von einigen Frauen als besonders angenehm, von anderen aber als schrecklich empfunden wird.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: die Story um das Vorspiel

Lüge 19: Frauen brauchen ein Vorspiel.

Falsch! Laut der Studie einer schottischen Universität sei für viele Frauen der Akt an sich ausschlaggebend für ein befriedigendes Sexerlebnis und nicht das Vorspiel. Einige Frauen seien sogar gestresst von einem zu langen Vorspiel.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: die Lüge um die Hautfarbe

Lüge 20: Die Hautfarbe hat nichts mit der Penislänge zu tun

Falsch! Die Durchschnittslänge hängt nämlich von der ethnischen Zugehörigkeit ab und hier zeigt eine WHO-Studie, dass Afrikaner tatsächlich die größten und auch die dicksten (15,4-20,32) Penisse haben. Die durchschnittlichen Penislängen gelten für weiße Europäer: Rund 7,3 Zentimeter im schlaffen Zustand, 15,4 im erigierten. Der Umfang misst entspannt 7,6 und erregt 11,1 Zentimeter. Kaukasische Männer landen im Mittelfeld, Asiaten schneiden längenmäßig am schlechtesten ab (10,16-12,7). Übrigens: Der längste Penis, der jemals gemessen und dokumentiert wurde, hatte eine Länge von 34,3 cm und einen Umfang von 15,9 Zentimeter.

 


 

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