Start in die Ehe

24. September 2012 07:32; Akt: 02.10.2012 19:29 Print

Die 44 schrägsten Hochtzeitsbräuche

Um kaum ein anderes Thema zwischenmenschlicher Beziehungen ranken sich mehr Mythen, Geschichten und Bräuche. In allen Kulturkreisen gibt es Traditionen, die von Generation zu Generation weitergegeben wird. Die 44 wissenswertesten Fakten rund um das Hochzeitsfest.

 (Bild: Fotolia)

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Glück und Unglück

- in Griechenland stecken sich manche Bräute ein Stück Würfelzucker in einen Handschuh, um so für ein süßes Eheleben zu sorgen

- wenn sich in England vor der Trauung eine Spinne ins Brautkleid verirrt, ist das ein Vorbote von Eheglück

- ebenfalls in England gilt der Tradition nach der Mittwoch als bester Tag, um den Bund der Ehe einzugehen

- der Samstag hingegen wird als schlechtester Tag zum Heiraten angesehen. Ironischerweise finden gerade an diesem Tag die meisten Trauungen statt

- die Braut wird deswegen vom Bräutigam über die Schwelle getragen, um sie vor den bösen Geistern zu beschützen, die im Untergrund lauern

- im alten Rom wurde aus den Eingeweiden von Opfertieren der perfekte Hochzeitstermin herausgelesen

- die Hindus sehen es als Zeichen des Glücks an, sollte es am Tag der Eheschließung regnen

- in Ägypten wird die Braut vor der Hochzeit von den anwesenden Frauen gezwickt, um so das Eheglück zu sichern

- viele Frauen im Mittleren Osten bemalen ihre Hände mit kunstvollen Henna-Motiven, um sich so vor dem Bösen Blick zu schützen

- bei tschechischen Vermählungen wird mit Erbsen statt mit Reis geschmissen

- einer schwedischen Tradition zufolge soll sich die Braut eine Silbermünze von ihrem Vater und eine Goldmünze von ihrer Mutter in ihre Schuhe stecken, um so sicher zu sein, dass man nie an Armut leiden wird

- in Finnland zieht die Braut mit einem Polsterüberzug von Tür zu Tür, und sammelt Geschenke. Begleitet wird sie dabei von einem älteren Mann, der ein langes Eheleben personifiziert

- marokkanische Frauen baden vor der Eheschließung in Milch, um sich so symbolisch rein zu machen

- in Holland wird vor dem Heim der Frischvermählten eine Pinie gepflanzt, um Fruchtbarkeit und Glück zu bringen

Lesen Sie auf Seite 2 Interessantes über Eheringe und das Brautkleid...

Die Eheringe

- ursprünglich war es immer der vierte Finger der linken Hand, an dem der Ring getragen werden sollte. Man glaubte, eine Vene führe von dem Finger aus direkt zum Herzen

- 70% aller Bräute folgen diesem Glauben noch und tragen ihren Ring an genau jenem Finger

- der goldene Ring mit eingefasstem Diamanten wurde Ende des 15. Jahrhunderts durch wohlhabende venezianische Familien populär gemacht

- in der symbolischen Bedeutung von Edelsteinen bringt ein Saphir im Ehering Glück

- eine Perle auf einem Verlobungsring wird als Unglücksbringer angesehen, da die Perle in ihrer Form einer Träne ähnelt

- einen der ersten belegten Verlobungsringe in der Geschichte erhielt Prinzessin Mary vom englischen König Heinrich dem VIII - sie war zu dem Zeitpunkt gerade man zwei Jahre alt

- in den USA werden jährlich 17 Tonnen Gold zu Eheringen verarbeitet

- Schlangenringe mit Rubinen besetzt waren im Viktorianischen England populär - die verschlungenen Ringe symbolisierten Ewigkeit

- ein aquamarinblauer Stein steht für Harmonie in der Ehe und soll eine lange, glückliche Bindung bringen

Das Brautkleid

- Queen Victoria von England hat im Jahr 1840 den Trend zum weißen Kleid in der westlichen Welt gestarten. Bis zu dem Zeitpunkt trugen Frauen einfach ihr bestes Kleid vor dem Altar.

- in Japan war weiß schon immer die Farbe, die die Braut bei der Hochzeit getragen hat

- in Asien werden oft Kraniche auf Hochzeitsroben bestickt, die für die Treue in der Ehe stehen

- im antiken Griechenland und Rom sollte der Schleier Frauen vor bösen Geistern beschützen. Der Brauch hat sich bis heute gehalten

- das teuerste Hochzeitskleid trug Prinzessin Salama im Mai 1981 in Dubai, als sie Scheich Rashid Bin Saeed Al Maktoum's Sohn heiratete. Der stolze Preis - 44 Millionen Dollar.

- "Etwas Altes" wird von vielen Bräuten getragen, um die Vortführung der Vergangenheit zu symbolisieren

- "Etwas Blaues" hingegen symbolisiert Reinheit, Treue und Liebe

- in Dänemark gibt es die witzige Tradition, dass Braut und Bräutigam ihre Kleidung wechseln, um so die bösen Geister zu verwirren

Lesen Sie auf Seite 3 Wissenswertes zu den Themen Essen, Familie und Sonstiges...

Familie und Essen

- in Ägypten übernimmt die Familie der Braut für eine Woche nach der Hochzeit alle Haushaltsarbeiten wie das Kochen, damit sich das frischvermählte Paar um "wichtigere Dinge" kümmern kann

- die Eltern von Braut und Bräutigam in Südafrika entzünden gemeinsam mit Feuer aus den Herden ihrer Häuser den Herd im Haus des Brautpaares

- der Hochzeitskuchen stammt aus den alten Rom, wo es Brauch war, über dem Kopf der Braut einen Laib Brot zu brechen, um so Fruchtbarkeit zu gewährleisten

- die Hochzeitstorte von Queen Victoria wog stolze 150 Kilogramm

- unvermählte Frauen sollen angeblich von ihrem zukünftigen Bräutigam träumen, wenn sie mit einem Stück Hochzeitstorte unter ihrem Polster schlafen

- sollte von zwei Schwestern die jüngere zuerst heiraten, muss die ältere auf der Hochzeit barfüßig tanzen, um nicht zu riskieren, auf ewig Junggesellin zu bleiben - so lautet zumindest eine alte Binsenweisheit

 Sonstiges

- auch was die Musik betrifft war Queen Victorias Hochzeit tonangebend. Das Spielen des Hochzeitsmarsches von Richard Wagner geht auf sie zurück

- der Juni ist einer der beliebtesten Monate um zu Heiraten, ist doch die römische Göttin Juno für Vermählte zuständig

- die Braut steht vor dem Altar traditionell auf der linken Seite. In längst vergangenen Tagen brauchte der Bräutigam nämlich seine rechte Hand um die Konkurrenten abzuwehren.

- in den USA heiraten durchschnittlich 7.000 Paare pro Tag

- in Las Vegas sind Silvester und der Valentinstag die Tage, an denen am öftesten geheiratet wird

- Junggesellen-Parties wurden erstmals von Soldaten aus Sparta gefeiert

- die Tradition der öffentlichen Bekanntgabe von Hochzeiten mindestens zwanzig Tage vorher geht auf einen eher banalen Grund zurück. Man wollte sichergehen, dass Braut und Bräutigam nicht verwandt waren.

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