Vorname finden

16. März 2012 20:31; Akt: 19.03.2012 13:51 Print

Godzilla & Co: kuriose & verbotene Baby-Namen

"Und habt ihr schon einen Namen?" - eine der am häufigsten gestellten Fragen, denen sich werdende Eltern stellen müssen. Doch die "richtige" Wahl ist keineswegs leicht: Entweder man schwimmt mit dem Strom (Anna, Lukas & Co) oder man versucht, kreativ zu sein. In Österreich ist die Kreativität von Mutter und Vater allerdings verhältnismäßig stark durch das Gesetz eingeschränkt. Wir haben für Sie je 20 der verbotenen sowie ungewöhnlichen - aber erlaubten - Baby-Namen gesammelt. Klicken Sie sich durch die Fotostrecken!

 (Bild: Fotolia.de/Montage)

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"Und habt ihr schon einen Namen?" - eine der am häufigsten gestellten Fragen, denen sich werdende Eltern stellen müssen. Doch die "richtige" Wahl ist keineswegs leicht: Entweder man schwimmt mit dem Strom (Anna, Lukas & Co) oder man versucht, kreativ zu sein. In Österreich ist die Kreativität von Mutter und Vater allerdings verhältnismäßig stark durch das Gesetz eingeschränkt. Wir haben für Sie je 20 der verbotenen sowie ungewöhnlichen - aber erlaubten - Baby-Namen gesammelt. Klicken Sie sich durch die Fotostrecken!











Kreative Einfälle wie "Godzilla", "Rotkäppchen", "Fanta" oder "Sony" können sich österreichische Eltern schon vor der Geburt abschminken, diese Namens-Kreationen werden an den Standesämtern der Republik beinhart abgelehnt. Anders als in anderen Ländern sind in Österreich Automarken, Städte, Monate oder auch Comicserien-Helden als Vornamen tabu.

Beleidigungen blitzen ab

Die österreichische Regelung nach dem Personenstandsgesetz ist konservativer und orientiert sich am Wohl der Kinder. Beleidigungen wie "Schlendrian" oder "Töricht" wird kein heimischer Standesbeamter als Vorname durchgehen lassen. Auch negativ besetzte Bezeichnungen wie "Satan", "Judas" oder "Kain" sind ungültig. Das gleiche gilt für mythologische Figuren wie "Medusa" oder "Cerberus".

Weitere Beschränkungen betreffen Namen von Produkten und Pflanzen wie "Pepsi" und "Oleander", auch Koserufe wie "Biene" oder "Mimi" dürfen nicht getauft werden. Keine gültigen Vornamen sind darüber hinaus Titel wie "Graf", "Doktor" oder "Magister". Strenge Regeln gibt es in Österreich selbst beim Geschlecht, dieses sollte aus dem ersten Vornamen erkennbar sein.

"Homobono" ist erlaubt

Auf jedem Standesamt liegt das “Vornamensbuch” auf, das im Grunde alle existierenden Vornamen enthält. Letztendlich liegt es aber an dem zuständigen Standesbeamten, ob er einen Namen genehmigt oder nicht. Namen, die in ausländischen Kulturkreisen gebräuchlich sind, aber für österreichische Ohren merkwürdig klingen, dürfen hingegen vergeben werden. So sind "Girlie" (kleines Mädchen) oder "Homobono" (guter Mensch) von den Philippinen gestattet.

Auch eine Auskunft vom "Sprachwissenschaftlichen Institut" kann zur Klärung der Gebräuchlichkeit von Vornamen dienen.