Kaum noch Umsatz

07. August 2018 09:40; Akt: 07.08.2018 09:44 Print

Porno-Liebhaber kommen nicht mehr in Sex-Shops

Sex-Shops machen mit Pornos kaum noch Umsatz. Viele Kunden schauen die Schmuddel-Filmchen lieber Online. Der Absatz von Sex-Toys ist aber gestiegen.

Sex-Shops setzen auf

Sex-Shops setzen auf "Liebes-Toys" (Bild: picturedesk.com/APA)

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Die glanzvollen Porno-Zeiten für Sex-Shops scheinen vorbei zu sein. Der Erotik-Fachhandel in Deutschland nimmt kaum mehr Geld mit Schmuddel-Filmchen ein.

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Vor 20 Jahren machten die Shops mit dem Verkauf und der Vorführung von Sex-Filmen in Kabinen noch gut 70 Prozent ihrer Umsätze, erklärt Uwe Kaltenberg, Geschäftsführer des Bundesverbands Erotik Handel (BEH).

Doch diese Zeiten sind angesichts der riesigen Konkurrenz im Internet Geschichte. "Das hat sich völlig umgedreht", so Kaltenberg. Heute seien es gerade einmal 30 Prozent.

Kunden, die früher in Sex-Shops gekommen sind, bleiben nun lieber zu Hause und konsumieren dort Pornos. Die illegalen Angebote im Internet seien für den Rückgang eine der Ursachen.

Branchengrößen spüren Wandel

Daneben machen auch diverse Streaming-Dienste, mit denen Kunden gegen einen Betrag oder eine Pauschale Pornos im Internet schauen können, den Sex-Shops zu schaffen.

Selbst an Branchengrößen, die sich über Jahrzehnte einen Markt aufgebaut hatten, ging der Strukturwandel nicht spurlos vorüber. So musste Beate Uhse Ende 2017 Insolvenz anmelden.

"Thema Toys ist gewachsen"

Doch während die Shops mit Pornos kaum mehr Umsatz machen, ist der Absatz von Sex-Spielzeug gestiegen. "Das Thema Toys ist immer weiter gewachsen", sagt Jens Seipp, Marketingleiter bei Orion.

Dank der Erotikbuchreihe "Shades of Grey" und deren Verfilmungen sind beispielsweise Peitschen bei vielen Kunden äußerst beliebt.

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(red)

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