"Keine Leidenschaft"

11. Oktober 2017 14:42; Akt: 11.10.2017 14:47 Print

Sex-Star Rocco Siffredi kritisiert Porno-Branche

Porno-Legende Rocco Siffredi hat in einem Interview mit der Erotik-Industrie abgerechnet. Vor allem der zunehmende Drogenkonsum in der Branche stößt ihm sauer auf.

Rocco Siffredi ist nicht gut auf die Sex-Branche zu sprechen (Bild: EPA)

Rocco Siffredi ist nicht gut auf die Sex-Branche zu sprechen (Bild: EPA)

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In einem Interview mit dem "Playboy"-Magazin übt Rocco Siffredi heftige Kritik an der Porno-Branche. Viele Männer würden neben diversen Medikamenten auch vermehrt auf Drogen zurückgreifen, um die harten Dreharbeiten zu überstehen.

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Besonders junge Darsteller, die noch nicht lange in der Branche arbeiten und noch recht unerfahren sind, würden die Hilfsmittel in Anspruch nehmen. Neben Viagra würden sie sich auch viele andere Substanzen spritzen.

Riskante Hilfsmittel, die der 53-Jährige in seiner Laufbahn als Pornodarsteller nie nötig gehabt hätte, so Siffredi. "Das habe ich nie gebraucht. Auch keine Drogen. Nicht mal Kokain oder Alkohol", so der Ex-Darsteller. Der gebürtige Italiener glaubt aber auch den Grund für den zunehmenden Drogenkonsum der Darsteller zu kennen: das Internet.

"Kein Hunger mehr nach Sex"

Denn durch das World Wide Web würde das Publikum geradezu von der Masse von Pornofilmen überschwemmt werden. "Die neue Generation ist mit Pornos aufgewachsen, deshalb hat sie keinen Hunger mehr nach Sex. Die Leute sind nicht mehr 100-prozentig bei der Sache", so Siffredi im "Playboy".

Neben dem vermehrten Drogenkonsum kritisiert Rocco Siffredi auch die Pornos selbst. Viele Darsteller würden sich bei den Sexszenen nicht mehr aufeinander einlassen. Auf Zärtlichkeiten, wie Küssen würde überhaupt keinen Wert mehr gelegt. Der 53-Jährige erklärt: "Wenn ich mit einem Mädchen Sex hatte, dann habe ich sie angeschaut, sie geküsst, an ihr gerochen".

Pornografie ein "Zirkus"

Solche Szenen würde es heute nicht mehr geben, so Siffredi. Generell hätte sich die Porno-Branche sehr verändert, aber nicht zum Guten!

"In der heutigen Branche macht man Sex nicht mehr so wie ich. Diese Leute haben keine Leidenschaft, sie sind wie Maschinen", kritisiert der 53-Jährige. Für ihn sei Pornografie zu einem regelrechten Zirkus verkommen.

Rocco Siffredi hängte seine Porno-Karriere vor knapp zwei Jahren an den Nagel. Er gilt als einer der erfolgreichsten männlichen Sex-Darsteller überhaupt und hat in über 700 Filmen mitgespielt.

(wil)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Geri am 13.10.2017 11:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immer Ärger!

    Was heute von den Darsteller/innen verlangt wird ist schon hart an der Grenze. Ich kann da eine Doku empfehlen die 9to5 - Days in Porn heißt ! Da gibt es die Darstellerin Audrey Hollander wo man bei ihr sieht das sie fertig ist ! Ihr damaliger Mann sagt dann auch noch das es ihr gut geht. Wo man sieht das es ihr ganz und gar nicht gut geht.

  • john am 12.10.2017 12:18 Report Diesen Beitrag melden

    Sei Wählerisch

    Ich habe mich immer schon Gewundert warum es so Grosse Unterschiede bei den Filmen gab. Wenn man Genau hinschaut merkt man ob die was genommen haben und ob die Leidenschaft fehlt. Manche sind echt wie Robotter. Bei Filmen generell gilt es wie bei einer Schale Obst Wählerisch zu sein und die Schlechten auszusortieren und nicht zu Konsumieren.

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  • Geri am 13.10.2017 11:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immer Ärger!

    Was heute von den Darsteller/innen verlangt wird ist schon hart an der Grenze. Ich kann da eine Doku empfehlen die 9to5 - Days in Porn heißt ! Da gibt es die Darstellerin Audrey Hollander wo man bei ihr sieht das sie fertig ist ! Ihr damaliger Mann sagt dann auch noch das es ihr gut geht. Wo man sieht das es ihr ganz und gar nicht gut geht.

  • john am 12.10.2017 12:18 Report Diesen Beitrag melden

    Sei Wählerisch

    Ich habe mich immer schon Gewundert warum es so Grosse Unterschiede bei den Filmen gab. Wenn man Genau hinschaut merkt man ob die was genommen haben und ob die Leidenschaft fehlt. Manche sind echt wie Robotter. Bei Filmen generell gilt es wie bei einer Schale Obst Wählerisch zu sein und die Schlechten auszusortieren und nicht zu Konsumieren.