Spät aber doch

06. Juli 2012 10:13; Akt: 06.07.2012 10:33 Print

Mazda CX-5 2,0l AWD Revolution - Testbericht

Seit dem Frühjahr 2012 ist Mazda mit dem CX-5 auch im kompakten SUV-Segment vertreten, wir haben den neuen Offroader mit Skyactive-Benzinmotor in Bestausstattung zum Test begrüßt.

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(Bild: Autoguru.at)

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Frei nach dem Motto "Die Letzten werden die Ersten sein" ist Mazda erst sehr spät ins Segment der kompakten SUV eingestiegen, geht aber mit dem CX-5 dafür umso fulminanter an den Start.

Beim Design zeigt sich der kompakte Allradler von einer neuen Seite und trägt als erstes Modell das neue "Kodo"-Design von Mazda. Aber nicht nur optisch gefällt der Nachzügler sehr gut, auch technisch hat man alle derzeit bei Mazda verfügbaren Neuheiten in den CX-5 gepackt.

Die neue Skyactive-Technology, die Motoren, Getriebe und Chassis beinhaltet, soll den neuen Mazda dabei in allen Belangen vom Mitbewerb positiv abheben.

Top-Ausstattung beim Revolution

Für unseren Test haben wir den CX-5 mit dem neuen Skyactive Benzinmotor, Allradantrieb und der Topausstattung Revolution gewählt. Beim Preis von 33.790,- Euro ist der Mazda dann schon überaus komplett ausgestattet und lässt kaum noch Wünsche offen.

Mit an Bord sind unter anderem schon ABS, ESP, sechs Airbags, ein City-Notbremsassistent, ein Berganfahr-Assistent, Bi-Xenon-Scheinwerfer mit Kurvenlicht, ein Fernlichtassistent, ein Spurhalteassistent, eine Einparkhilfe vorne und hinten, ein schlüsselloses Zugangs- und Startsystem, Nebelscheinwerfer, Ledersitze mit Sitzheizung für die Vordersitze, ein Radio-CD-Spieler, ein Bose Surround Sound System mit 9 Lautsprechern, eine Geschwindigkeitsregelanlage, Leichtmetallfelgen, eine Rückfahrkamera, ein Regen- und Lichtsensor sowie eine 2-Zonen-Klimaautomatik.

Als einzige Optionen sind dann für unser Testauto noch eine Metallic-Lackierung und ein Navigationssystem übrig geblieben, der Endpreis ist mit 34.850,- Euro dann noch immer ein sehr günstiger.

Dabei ist die Ausstattung nicht nur sehr umfangreich, ein erster Blick in den Innenraum zeigt, dass diese auch sehr hochwertig ausgefallen ist. Das Innenraumdesign bietet eine sehr harmonische Mischung aus sportlichem und robustem Design, die dem Alleskönner von Mazda sehr gut steht.

Viel Platz im CX-5

Der CX-5 vermittelt gleich ein absolutes Wohlfühlambiente, und man findet schnell eine ideale Sitzposition auf den sehr angenehmen Ledersitzen. Das Platzangebot des 454 cm langen Offroaders ist zudem sehr großzügig ausgefallen, selbst in der zweiten Reihe finden große Passagiere noch einwandfrei Platz.

Mit einem Kofferraumvolumen von 503 Liter ist der CX-5 auch für die große Urlaubsfahrt bestens geeignet, ist man nur zu zweit unterwegs, kann man den Stauraum auf bis zu 1.620 Liter vergrößern.

Im Innenraum finden sich dann auch noch viele praktische Ablagen, die alle sehr gut zugänglich und nutzbar sind.

Auch die Übersichtlichkeit ist trotz der breiten C-Säule sehr gut, eine Einparkhilfe und eine Rückfahrkamera erleichtern zudem das Parkmanöver.

Viel gepiepse bei den Funktionen

Etwas Eingewöhnung benötigen die vielen Bedienelemente, deren Funktionsweise man nicht immer auf Anhieb ohne Betriebsanleitung erfassen kann. Der CX-5 ist zudem ein sehr kommunikationsfreudiges Auto, was manchmal etwas nervig wird. So wird zum Beispiel sogar jede Erhöhung der Radiolautstärke via Lenkradfernbedienung mit einem Piep-Ton quittiert.

Hinzu kommt, dass der eigentlich sehr praktische Spurverlassenswarner so grell aufschreit, dass man dadurch vor Schreck fast dazu neigt, den Wagen zu verreißen.

Vor allem, da der CX-5 sonst eine Insel der Ruhe ist. Selbst bei Autobahntempo dringen kaum Motor-, Wind- oder Abrollgeräusche in den Innenraum, ein Umstand, den man sonst in diesem Umfang meist nur aus teureren Premium-Fahrzeugen kennt.

Auf der nächsten Seite lesen Sie wie sich der CX-5 fährt!

Der neue 2,0 Liter Benzinmotor passt dabei auch sehr gut zu dem neuen Allradler. Mit einer Leistung von 160 PS (118 kW) ist man durchaus gut motorisiert und hat leichtes Spiel mit dem rund 1,5 Tonnen schweren Geländewagen.

Um die Leistung auszukosten, muss der CX-5 aber auf Touren gehalten werden. Das maximale Drehmoment von 208 Nm steht bei 4.000 U/Min zur Verfügung und zeigt, dass der CX-5 höhere Drehzahlen liebt, um die Leistung zu zeigen. Wer möchte, sprintet dann in 10,5 Sekunden von 0 auf Tempo 100 km/h und ist bis zu 197 km/h schnell.

Für das gemütliche Dahingleiten hat man auch im niedrigen Drehzahlbereich genug Kraft zur Verfügung, möchte man aber nach einem Baustellenende oder beim Überholen schnell in Fahrt kommen, muss fleißig geschaltet werden.

Die leichtgängige uns sehr präzise neue 6-Gang-Schaltung macht die Arbeit dabei so einfach, dass sie selbst schaltfaulen Fahrern Freude bereitet. Hier ist Mazda eine wirklich sehr angenehme Schaltung gelungen.

Sportliche Federung und Fahrwerk

Seine sportliche Seite zeigt der CX-5 dann nicht nur bei der Optik, sondern auch bei Federung und Fahrwerk. Für ein japanisches Auto ist der CX-5 überraschend straff gefedert, was sportlich orientierten Fahrern gefallen wird.

Mit der direkten, aber sehr leichtgängigen Lenkung erlebt man dann auf kurvigen Straßen viel Fahrspaß. Die Straßenlage ist dabei perfekt, was sicher auch dem permanenten Allradantrieb, den unser Testfahrzeug an Bord hatte, zu verdanken ist.

Auch wenn der CX-5 sicher kein Hardcore-Offroader ist, zeigt er auch abseits befestigter Straßen und im Winter oder bei Regen seine Vorzüge durch den Allradantrieb.

Der Verbrauch hält sich dabei in angenehmen Grenzen, die vom Werk angegebenen 6,6 Liter pro 100 Kilometer haben wir zwar verfehlt, mit 7,3 Liter ist man aber immer noch recht sparsam unterwegs.

Top-Auto in der kompakten SUV-Klasse

Mazda hat sich mit dem CX-5 viel Zeit gelassen, das Warten hat sich aber gelohnt. Der CX-5 ist zwar ganz neu, präsentiert sich jedoch schon sehr ausgereift. Mit einer Top-Ausstattung, viel Platz, hohen Sicherheitsreserven und einem sparsamen, aber flotten Motor kann der CX-5 voll überzeugen.

Die angenehme Laufruhe und die perfekte Geräuschdämmung sind zudem weitere Pluspunkte, die für den neuen Japaner sprechen.

Testzeugnis:

 

Ausstattung Sicherheit: 1

Ausstattung Komfort: 1

Verbrauch: 2

Fahrleistung: 1-

Fahrverhalten: 1

Verarbeitung: 1

Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1

Platzangebot Rückbank: 1

Kofferraum: 1

Ablagen: 1

Übersichtlichkeit: 1-

 

Stefan Gruber,