Staat & Industrie

27. Juli 2018 11:50; Akt: 27.07.2018 12:43 Print

Japan beschließt Aus für Benziner und Diesel-Autos

von Jörg Michner - Ab 2050 werden japanische Autobauer keine Fahrzeuge mehr mit reinem Verbrennungsmotor herstellen, einigte man sich mit der Regierung.

Der Toyota Prius war 1997 das erste massentaugliche Hybrid-Fahrzeug der Welt. Im Bild ist die aktuelle Generation zu sehen. (Bild: Toyota)

Der Toyota Prius war 1997 das erste massentaugliche Hybrid-Fahrzeug der Welt. Im Bild ist die aktuelle Generation zu sehen. (Bild: Toyota)

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Die japanische Regierung und die Autoindustrie haben gemeinsam beschlossen, dass ab 2050 alle Fahrzeuge zumindest teilweise mit Strom oder anderen alternativen Antrieben fahren werden.

Ab diesem Zeitpunkt wird kein Auto mehr mit einem reinen Verbrennungsmotor gebaut; alle werden "elektrifiziert" sein, erklärte Wirtschaftsminister Hiroshige Seko. Dies umfasst Elektroautos, Fahrzeuge mit Brennstoffzellen und Hybridantriebe, also etwa eine Kombination aus Verbrennungs- und Elektromotor, oder Gas- und Elektroantrieb.

"Dies sendet ein Signal, das einen großen Einfluss auf den weltweiten Markt haben wird", sagte Seko. Immerhin umfasst Japans Autoindustrie Toyota, Nissan, Honda, Suzuki, Mazda, Daihatsu, Subaru, Mitsubishi und ihre jeweiligen Submarken Lexus, Infiniti und Acura, sowie die Nutzfahrzeughersteller Isuzu, Hino und UD Trucks.

Umwelt- & Wirtschaftsgedanken
Der Plan beinhaltet auch das Ziel, dass Japan den Ausstoß von Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen bis 2050 um 80 Prozent pro Fahrzeug reduziert. Bei Personenwagen sollen es sogar 90 Prozent weniger werden.

Die Hersteller gehen diesen Schritt mehr oder weniger freiwillig, da sie befürchten, in der technologischen Entwicklung neuer Antriebe gegenüber anderen Ländern ins Hintertreffen geraten zu können.

Vor allem Chinas Industrie setzt auf Elektromobilität; in den USA sticht Tesla mit Elektroantrieben hervor, auch wenn man noch keine Massentauglichkeit erreicht hat. In Europa setzt vor allem Renault mit dem Zoe auf Elektrizität, Seat forciert die bereits ausgereiften CNG-Antriebe ("Erdgas").

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hubert Huber am 27.07.2018 15:27 Report Diesen Beitrag melden

    Hysterie

    Eigentlich Hysterie - E-Motoren werden nie gewinnen, wäre für Wasserstoff, aber irgendwo und irgendwie bremst diese Entwicklung ständig...

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  • Ichlebenoch am 27.07.2018 14:28 Report Diesen Beitrag melden

    Echt, in 32 Jahren?

    Bis dahin fließt noch viel Sushi den Shinano hinab.

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  • Fred von Jupiter am 28.07.2018 12:36 Report Diesen Beitrag melden

    Sondermüllentsorgung

    Frage an die Zukunftsexperten: die Herstellung von E-Fahrzeugen samt Akkus verbraucht ein Vielfaches der Energie für die Herstellung von KFZ mit Verbrennungsmotoren. Der Strom für die E-Autos wächst auch nicht in den Steckdosen. Die Entsorgung der Akkus wird voraussichtlich ein Multi-Vielfaches an Energie im Vergleichd zur Herstellung benötigen. Bis dahin werden die Teile mitsamt dem überaus bedenklichen Sondermüllinhalt nur zwischengelagert, weil man überhaupt noch keine Lösung betreffend Entsorgung hat. Gibt es jemanden, der Lösungsansätze kennt?

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Herbert Kappel am 30.07.2018 19:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Im 32 Jahren ?

    Was interessiert uns dann mit was für Fahrzeuge Treibstoff wir fahren , wenn wir uns Beamen ? "Scotty Beam mich hoch ...."

  • Guziwuzi am 30.07.2018 18:32 Report Diesen Beitrag melden

    Aber unter dem Mäntelchen ....

    des Umweltschutzes......Da steckt aber die Atomlobby dahinter, denn mit Wind, Wasser und Photovoltaik sind die Unmengen von Energie für das Laden der Autos nie und nimmer erzeugbar!!!!Wird aber wehement geleugnet! Ausserdem die vielen Windräder sind eigentlich auch eine Visuelle Umweltverschmutzung!

  • E. E. am 29.07.2018 22:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Akkus 2050

    Elektrofahrzeuge gab es vor Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, aber die Batterien waren die Schwachstelle. Es gab nur die schweren Bleiakkus. Mit der Einwirkung neuer Akkutechnologien erlangt das Elektroauto wieder mehr Bedeutung. Die Entwicklung ist noch lange nicht abgeschlossen. Wer weiß wie die Akkus 2050 aussehen.

  • Reinhard Kraner am 29.07.2018 19:03 Report Diesen Beitrag melden

    Gut, aber...

    Ok, warum nicht. Auch wenn schon jetzt 50% der Neuwagen in Norwegen elektrisch fahren, immerhin das richtige Signal. Übrigens: alte Akkus sind gar kein Giftmüll, sondern begehrter Rohstoff für neue Akkus - auch wenn das die Öl-Lobby immer anders darstellt...

    • E.e. am 29.07.2018 21:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Reinhard Kraner

      Metallisches Lithium ist kostbar!

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  • MrRay am 29.07.2018 16:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geschichtl

    in 32 Jahren....wenn ich das mal noch erlebe darf