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14. Februar 2018 10:28; Akt: 14.02.2018 12:12 Print

Lässig und krass: Die extremsten Heckspoiler

Technisch sinnvoll, doch oft auch eine optische Zier: Hier sind die mächtigsten und berühmtesten Spoiler in einer Bildstrecke.

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Der Flügel auf dem McLaren Senna ist ein Meisterwerk des Leichtbaus: Der gigantische Teil wiegt weniger als fünf Kilo, kann dem 500-fachen seines eigenen Gewichts standhalten und sorgt dafür, dass der 800-PS-Renner am Boden bleibt. 765 PS leistet der 6,2-Liter-V8-LT5-Motor mit Kompressoraufladung der ZR1. Hier hat der Käufer die Wahl zwischen zwei Paketen mit einem kleineren und einem grösseren, einstellbaren Flügel. Wenn die maximale Höchstgeschwindigkeit von knapp 340 km/h ein Thema ist, muss das serienmässige "Low Wing"-Paket montiert sein. Wenn es einen jedoch nach ordentlich Abtrieb gelüstet, dann sollte in das "High Wing"-Setup investiert werden. Die Luft ist dünn, wenn es hinauf zum Gipfel des 4301 Meter hohen Pikes Peak in den USA geht. Beim legendären "Hill Climb" geht es darum, möglichst das Tempo aufrechtzuerhalten, wenn der Motor in solchen Höhen an Leistung verliert. Deshalb waren und sind Rennwagen wie der legendäre Pikes-Peak-Quattro massiv bespoilert, um in Kurven nicht vom Gas gehen zu müssen. Wenn Sie Apollo hören, denken Sie an eine Rakete der Nasa? Keine schlechte Idee, doch Sportwagen-Fans denken an den gleichnamigen Supersportler von Gumpert, einer kleinen Sportwagenmanufaktur, die 2013 pleite ging. Die 2016 gegründete Nachfolgefirma Apollo Automobil stellt nun einen völlig neuen Boliden vor, den Intensa Emozione oder kurz IEt. Back to the Future: Vor 45 Jahren waren bespoilerte Autos noch die Ausnahme. Etwa der BMW 3.0 CSL Tourenwagensportler. Dessen Flügelwerk hatte aber keine Strassenzulassung, weshalb der Spoiler bei der Auslieferung der zivilen CSL im Kofferraum verstaut wurde. Fans nannten den BMW "Batmobil". Da geht noch was, dachte man sich bei Jaguar. Deshalb hat die Crew der Special Vehicle Operations (SVO), einem XE 600 PS spendiert und einen gigantischen Heckflügel. Die einzigen Teile, die laut Jaguar mit einem zivilen XE übereinstimmen, sind das Dach und die vorderen Türen. Das waren noch Zeiten: Ein Jahr nach Walter Röhrls Auftritt im Audi Quattro am Pikes Peak setzte 1988 Ari Vatanen zum Gipfelsturm an. Auf dem Heckflügel seines Peugeot 405 T16 hätte der Finne zur Not übernachten können. Der Plymouth Superbird (1970) basierte auf der Road-Runner-Reihe, verpackte sich jedoch im aberwitzigen NASCAR-Trimm. Die spitze Schnauze machte den Renner fast einen halben Meter länger, doch das absolute Highlight war aber der Heckflügel mit einer Höhe von 61 Zentimetern. Ähnlich wie der Superbird hat auch der Mercedes 190 E 2.5-16 Evolution II (1990) seine Wurzeln im Rennsport. Er war die Basis für den erfolgreichen DTM-Renner der Marke, schockierte aber die damaligen Mercedes-Traditionalisten mit einem monströsen Heckflügel. Anders als mit ein wenig ungläubigem Staunen kann man an den neuen Porsche 911 GT2 RS eigentlich nicht herangehen. Denn 700 PS und 750 Newtonmeter Drehmoment treffen auf 1.470 Kilogramm Leergewicht. Logisch, dass da Abtrieb wichtiger ist als die Optik. Statussymbol: Der extragrosse Heckspoiler des ersten Porsche 911 Turbo (1975 bis 1989) wurde von Fans und Kritikern mit der Schwanzflosse eines Wales verglichen. Das Format war aber nötig, um den in 5,5 Sekunden auf Tempo 100 schießenden Turbo-Elfer im Zaum zu halten. Im Laufe der Jahre wurde der Turboflügel gerne aus Prestigegründen von Besitzern normaler 911 nachgerüstet. Er ist einer der extremsten Ferraris überhaupt: der FXX K. Befeuert wird der 1.050-PS-Bolide von einem Hybridantrieb und dafür steht auch der Buchstabe "K" im Namen. Das Heck liegt höher als beim LaFerrari und der bewegliche Spoiler ragt weiter heraus - immerhin 60 Millimeter bei vollem Einsatz. Zwei Finnen an den Seiten tragen zwei Leitbleche, die sich ebenso um die optimale Luftverteilung kümmern wie ein Megadiffusor. Die STI-Version des BRZ. Die Sportabteilung der Japaner hat sich mit dem kompakten Coupé befasst - herausgekommen ist der BRZ tS und soll vor allem US-Kunden locken. Markantestes Merkmal des Subaru BRZ tS ist ein massiver, verstellbarer Heckspoiler aus Kohlefaser. Von 1987 bis 1992 wurde der Ferrari F40 gebaut. Der Großteil der Exemplare wurden Rot ausgeliefert, weniger als 10 Fahrzeuge in Gelb, zwei in Schwarz und lediglich ein F40 wurde in Weiss lackiert. Das weiße Modell ging übrigens an den Sultan von Brunei. Zum Hingucker avancierte bei allen F40 der große Heckflügel. Hat er die Sicht nach hinten eingeschränkt? Egal, denn eine richtige Heckscheibe gab es eh nicht. Von wegen britisches Understatement: Der Bentley Continental GT3 baut auf der überwiegend aus Aluminium gefertigten Architektur auf. Während der normale Continental über 2,2 Tonnen auf die Waage bringt, soll die Rennversion ein Gewicht von deutlich unter 1.300 Kilogramm erreichen. Wie viel davon auf den XXL-Heckflügel entfallen, ist nicht bekannt. Aber nun wissen wir, warum das Teil so gross ist. Scharfe Mogelpackung: Wieso? Weil der schärfste Ford Escort eigentlich gar keiner ist. Denn beim Escort RS Cosworth (1992) wurde nur die Karosserieform genutzt, die Technik und die gekürzte Bodengruppe stammen vom Sierra. Dort gab es schon 1983 beim XR4i das Konzept des Doppelstock-Heckflügels, das der für die Rallye-WM konzipierte Escort RS Cosworth auf die Spitze trieb. Für die TT-Baureihe gibt es einen grossen, feststehenden Heckflügel. Der macht am RS besonders Sinn und kann bei "Audi Sport Performance Parts" bestellt werden. Und es kommt doch auf die Grösse an: Starke japanische Kompaktsportler brauchen einfach einen fetten Heckspoiler. Keine Ausnahme macht diesbezüglich auch der Honda Civic Type R. Im Vergleich zum Vorgänger sind nicht nur die PS auf 320 gewachsen, sondern auch der Wing. Nur echt mit Flügel: Der dicke Flügel auf dem Hintern ist das Erkennungszeichen des Subaru WRX STI. Der Subaru ist ein Spassmobil erster Güte. Umso trauriger, dass die Japaner beschlossen haben, den glorreichen WRX STI Mitte 2018 für immer aus Europa abzuziehen - wegen der Abgasvorschriften. Mini extrem: Mit dem John Cooper Works GP Concept gab die BMW-Tochter im Herbst 2017 einen Ausblick auf ein radikales Sportmodell. Dafür sorgen vor allem Front- und Heckschürzen, Seitenschweller und ein markanter Dachspoiler, der allerdings eher an ein Flugzeug-Leitwerk erinnert.

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Zugegeben, auf manchen Autos machen nachgerüstete Heckspoiler wenig bis gar keinen Sinn, weder technisch noch optisch.

Aber wenn ein Hersteller selbst einen Flügel auf das Heck montiert, dann hat das Hand und Fuß. Wir haben hier einige der schönsten und extremsten Exemplare herausgesucht.

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(red)

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