Testbericht

27. Dezember 2017 04:30; Akt: 21.12.2017 18:26 Print

Toyotas ganz großer Wurf namens C-HR

von Jörg Michner - Das Aussehen des C-HR polarisiert – so wie alle guten Designs. Aber auch technisch überzeugt Toyotas coupé-artiges Klein-SUV voll.

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Wenn der Wagen nicht weiß wäre, dann könnte der C-HR problemlos in einem Cyberpunk-Film wie Bladerunner mitspielen. Den Toyota-Designern, die sich lange Zeit eher brav und bieder gegeben haben, ist hier der Brückenschlag zwischen futuristischem Design und gegenwärtigem Realismus hervorragend gelungen. Lehnen wir uns ein bisschen aus dem Fenster: Vielleicht wird er ja einmal zu einer Design-Ikone mit seiner Mischung aus geschwungenen Linien, schnittigen Kanten und bulligem Körperbau. Und ein serienmäßiger Spoiler ist sowieso niemals verkehrt.

Der Look spricht sicherlich nicht jedermann an, aber das soll er auch nicht. Wer wagt, gewinnt (meistens) und mutiges Design wird immer polarisieren - die einen lieben es, die anderen schütteln nur den Kopf.

Einen Nachteil hat das Design allerdings: Ohne Rückfahrkamera wird das Einparken schwierig. Die ist aber zum Glück bei unserer Version um 33.490 Euro dabei (der Einstiegspreis liegt bei 22.200 Euro). Dafür bekommen wir aber auch einiges an Ausstattungen mitgeliefert wie Navigationssystem, Parksensoren, LED-Scheinwerfer, Regensensor, automatisches Einparken und und und: Wir haben die Ausführung C-HIC mit Automatikgetriebe, Vierradantrieb einem 1,2-Liter-Benzinmotor, der 115 PS leistet.

Toller Motor
Und das können wir fast nicht glauben. Wir sind absolut beeindruckt, wie die Toyota-Ingenieure aus so wenig Hubraum und vergleichsweise wenig PS (unser C-HR wiegt knappe 1,5 Tonnen) soviel Power herauskitzeln. Selbst ohne den Sportmodus sind wir richtig spritzig unterwegs und haben sehr viel Spaß. Nicht nur in der Stadt und auf der Landstraße - auch auf der Autobahn bergauf "geht echt was weiter". Die Windgeräusche könnten bei hohen Geschwindigkeiten besser sein, aber das ist auch dem kantigen Design geschuldet.

Mit der Power geht auch eine sehr gute Straßenlage Hand in Hand: Wir fühlen uns stets sicher in den Kurven und sitzen gleichzeitig sehr bequem; das Platzangebot vorne ist hervorragend und auch hinten ist es für diese Fahrzeuggröße (4,36 Meter Länge) in Ordnung, wenn die Vorderleute nicht zu groß gewachsen sind. Nur die Sitzheizung ist viel zu dezent - wir wollen im Winter nach dem Einsteigen wie ein Minutensteak gegrillt werden.

Auch innen überzeugend
Im Inneren setzt sich das coole Design fort und bestätigt den eigenständigen Charakter des C-HR. Der große Touchscreen mit seinen blauen Symbolen links und rechts wirkt hier besonders stimmig. Ablageflächen gibt es auch viele und alle Funktionen lassen sich gut bedienen. Und auch der Kofferraum mit seinen 377 Litern bietet ausreichend Platz für kleinere Reisen.

Alles in allem ist Toyota mit dem CH-R ein wirklich tolles Fahrzeug gelungen, das wir nur ungern wieder abgegeben haben. Vielleicht werden wir uns noch einmal die Hybrid-Version ansehen, denn immerhin sind die Japaner Vorreiter bei dieser Technologie.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • martin K. am 27.12.2017 16:49 Report Diesen Beitrag melden

    Werte im Leben

    was haben Hofer-Kickel-und Toyota C-HR gemeinsam ? alle drei sind Agenschädlich aber beim Toyota zählen ja die inneren Werte.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • martin K. am 27.12.2017 16:49 Report Diesen Beitrag melden

    Werte im Leben

    was haben Hofer-Kickel-und Toyota C-HR gemeinsam ? alle drei sind Agenschädlich aber beim Toyota zählen ja die inneren Werte.

    • Autobericht-Leser am 29.12.2017 22:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @martin K.

      Hier geht's um ein Auto! Genau genommen um einen Toyota C-HR und sonst NICHTS!!! Ihren politischen Dünnpfiff können Sie Sich gerne sparen. Danke!

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