Malaria, Meningitis & Co.

17. Mai 2013 17:39; Akt: 23.05.2013 13:53 Print

Diese Krankheiten lauern im Urlaub auf Sie

Im Urlaub warten oft nicht nur schöne Augenblicke und Entspannung, sondern auch heimtückische Krankheiten und tierische Plagegeister. Oft werden diese auch als "Souvenir" mit in die Heimat genommen. "Heute" präsentiert die übelsten Krankheiten, die auf Touristen warten.

 (Bild: Fotolia.com)

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Im Urlaub warten oft nicht nur schöne Augenblicke und Entspannung, sondern auch heimtückische Krankheiten und tierische Plagegeister. Oft werden diese auch als "Souvenir" mit in die Heimat genommen. "Heute" präsentiert die übelsten Krankheiten, die auf Touristen warten.

Vor jedem Urlaubsantritt sollten Sie sich darüber im Klaren sein, welche Krankheiten und Krankheitsüberträger dort beheimatet sind. Bei reisemedizinischen Einrichtungen oder Tropeninstituten können Sie sich informieren und danach notwendige Schutzimpfungen durchführen oder sich Medikamente zur Prophylaxe oder Therapie verordnen lassen. Denn mit vielen dieser Erkrankungen ist nicht zu spaßen.

Reisekrankheit

Die Reisekrankheit ist die harmloseste der hier angeführten Plagen im Urlaub und wird ohne Fremdverschulden ausgelöst. Ob im Flugzeug, als Beifahrer im Auto oder als Passagier eines Schiffes - ungewohnte Bewegungen irritieren die Sinnesorgane. Schwindel und Übelkeit sind das Ergebnis. Das heißt aber nicht, dass man im Urlaub auf bestimmte Erlebnisse verzichten muss. Tabletten oder Kaugummi aus der Apotheke sind meist wirksame Helfer. Auch Ingwer ist dafür bekannt, die Symptome auf natürliche Weise zu lindern.

Malaria

Die Malaria ist eine der übelsten Krankheiten, der jährlich viele Menschen zum Opfer fallen. Sie wird von der Anopheles-Mücke übertragen. Malaria ist vor allem in Mittelafrika, Südostasien sowie Süd- und Mittelamerika verbreitet. Früher schützten sich Menschen vor allem mit Chinin, das unter anderem in Tonic Water enthalten ist, gegen die Erreger. Mittlerweile stehen Prophylaxen und Therapien zur Verfügung - in ärmlichen Gebieten leider nicht für jedermann. Wer in gefährdete Regionen fährt, sollte sich auf jeden Fall schützen und mit einem Reisezentrum oder einem Tropeninstitut Rücksprache halten.

Gelbfieber

Gelbfieber wird wie auch Malaria durch eine Stechmücke übertragen. Die Aedesmücke kommt vor allem in tropischen Gebieten in Afrika sowie Süd- und Mittelamerika vor. Auch die Tigermücke ist Überträger. Schutz bietet lediglich eine vorbeugende Impfung. Ist der Mensch mit Gelbfieber infiziert, gibt es keine medizinische Behandlung. Verläuft das Gelbfieber mild, gibt es Symptome einer schweren Grippe, die nach einigen Tagen nachlassen. Bei einem ungünstigen Krankheitsverlauf kommt es zu einem Leber- und Nierenversagen, in der zweiten Woche tritt häufig der Tod ein. Haut und Augen färben sich gelb. Blutiges Erbrochenes und Bewusstseinsstörungen sind die Folge.

Dengue-Fieber

Das Dengue-Fieber wird von der Tigermücke übertragen. Die Symptome sind ähnlich wie bei Malaria, allerdings heilt die Krankheit in den meisten Fällen von selbst ab. Todesfälle sind sehr selten. Eine Prophylaxe gibt es nicht, die Urlauber sollten also zu einem Insektenschutz greifen. Zu Krankheitsfällen kommt es im Pazifikraum, in Südostasien, Indien, der Karibik, im tropischen Afrika und in Süd- und Mittelamerika.

Chikungunya-Fieber

Auch hier ist eine Mücke Überträger. Die Asiatische Tigermücke ist sehr aggressiv und sticht auch durch die Kleidung. Hohes Fieber mit Schüttelfrost sowie Muskel- und Gelenksschmerzen sind die Folge. Nach etwa drei Tagen geht es den Patienten besser, allerdings kann es danach erneut zu Fieber und Schmerzen kommen. Bei ungünstigem Verlauf können die Beschwerden mehrere Monate lang andauern. Eine Therapie gibt es nicht - nur die Symptome wie etwa Fieber können behandelt werden.

 

Trichinose

Die Trichinose treibt vor allem in Nordamerika ihr Unwesen. Sie wird durch den Verzehr von mit Würmern befallenen Fleisch ausgelöst. Mit der Erkrankung ist nicht zu spaßen - Larven nisten sich in Muskeln ein und bilden Zysten. Eine Behandlung mit Wurmmittel ist zwingend notwendig. Auch nach mehreren Monaten können noch immer Symptome wie Erbrechen oder Schweißausbrüche auftreten.

Bitte umblättern, um über weitere Reise-Plagen zu lesen!Im Urlaub warten oft nicht nur schöne Augenblicke und Entspannung, sondern auch heimtückische Krankheiten und tierische Plagegeister. Oft werden diese auch als "Souvenir" mit in die Heimat genommen. "Heute" präsentiert die übelsten Krankheiten, die auf Touristen warten.

Bilharziose

Diese Darmerkrankung kommt vor allem in Afrika vor. Da sie von einer Egelart im Süßwasser übetragen wird, sind vor allem Badegäste betroffen. Larven dringen durch Wunden ein. Fieber, Blut-Durchfall und sogar Nierenversagen sind nur einige von möglichen Folgen. Wurmmittel verschafft Abhilfe.

Ciguatera

Eine Fischvergiftung ist immer lästig, verläuft in Österreich aber noch vergleichsweise harmlos. Die in Meeresgebieten vorkommende Ciguatera ist weitaus gefährlicher und kann im schlimmsten Fall tödlich enden. Grund dafür ist das Nervengift Ciguatoxin, das hitze- und kälteresistent ist. Regionen in der Karibik, im Indischen Ozean und im Pazifik zwischen dem 35. nördlichen und 35. südlichen Breitengrad sind betroffen. Über einen Algenbewohner gelangt das Gift in ansonsten ungiftige Speisefische. Meist schon wenige Stunden nach dem Verzehr kommt es zu Schweißausbrüchen, Taubheit und Brennen im Mundbereich. Später kommen Schwindel, Erbrechen, Durchfall und Muskelkrämpfe hinzu. Kalte Speisen und Getränke werden plötzlich als heiß wahrgenommen. Die Beschwerden können monatelang anhalten, nur die Symptome sind behandelbar.

Hepatitis A

Hepatitis-A-Viren lösen eine Leberentzündung aus. Übertragen werden sie durch schmutziges Trinkwasser, Nahrungsmittel wie etwa Muscheln aus dem Mittelmeer oder Schmiereinfektionen. Die Viren lösen bei den meisten Menschen keine Symptome aus. Andere klagen über Fieber, Übelkeit, Gewichtsverlust und Druckschmerzen. Danach tritt Gelbsucht auf. Die Erkrankung geht in Folge meistens zurück. Durch Impfung ist eine Vorbeugung möglich, eine Therapie gibt es nicht.

Hepatitis B

Diese Hepatitis-Art ist wesentlich gefährlicher. Infektionen sind weltweit möglich, treten aber vor allem in Afrika, Asien und Pazifikregionen auf. Die Infektion erfolgt über Körperflüssigkeiten - Hepatitis B gilt daher auch als sexuell übertragbare Krankheit. Doch auch Speichel oder Tränenflüssigkeit sind mögliche Träger. In der akuten Phase kommt es neben Symptomen einer Grippe wie Übelkeit oder Gelenksschmerzen auch zu einer Gelbsucht. Bei jedem zehnten Erkrankten ist die Krankheit in Folge chronisch, Müdigkeit und starke Schmerzen sind die Folge. Durch Impfung ist eine Vorbeugung möglich. Bei einer akuten Hepatitis B werden die Symptome behandelt, bei einer chronischen Erkrankung auch die Krankheit selbst.

Tollwut

In Österreich gilt die Tollwut als ausgestorben, ansonsten ist sie aber weltweit verbreitet. Sie wird vor allem durch Bisse und Kratzer wilder Tiere wie streunende Hunden oder Katzen übertragen. Für Menschen, die häufig mit wilden Tieren zu tun haben, ist eine Impfung zur Prophylaxe ratsam. Wer beispielsweise von einem streunenden Hund gebissen wird, sollte sich sofort eine Schutzimpfung verabreichen lassen. Treten die ersten Symptome auf, ist es oft schon zu spät. Der Tod kann binnen einer Woche eintreten. Kurz nach dem Biss sollte die Wunde mit Wasser oder einer Seifenlösung ausgespült und danach mit Alkohol und Jod desinfiziert werden.

Meningokokken Meningitis

Hierbei handelt es sich um eine bakterielle Hirnhautentzündung. Die Bakterien (Meningokokken) siedeln sich im Nasen-Rachen-Bereich an. Viele Menschen tragen diese in sich. Während manche keine Reaktion darauf zeigen, lösen die Bakterien bei anderen eine Meningitis aus. Die Bakterien sind weltweit verbreitet und fühlen sich dort wohl, wo mangelnde Hygiene herrscht. Besonders häufig sind Erkrankungen im "Meningitisgürtel" südlich der Sahara. Eine Impfung bietet Schutz vor den Bakterien.

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