Peru

03. Januar 2018 10:12; Akt: 03.01.2018 12:40 Print

Dieses Hotel ist nur was für schwindelfreie Gäste

Die Aussicht ist traumhaft, Höhenangst wäre an diesem Ort in Peru aber fehl am Platz.

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Hier sehen Sie eine Felswand in Peru. Aber was hängt da in luftiger Höhe? Genau: Es sind Mini-Hotels. Im Heiligen Tal bei Cusco gibt es die wohl luftigste Unterkunft der Welt. Die Gäste nächtigen in durchsichtigen Kapseln, die auf 400 Metern Höhe wie grosse Vogelnester oder Weltraumkapseln in einer Felswand hängen. Die Aussicht vom Frühstückstisch ist atemberaubend ? in jedem Sinn, denn der Tisch steht buchstäblich über dem Abgrund. Mit ein wenig Nervenkitzel schmeckt das Zmorgebrötli doch gleich viel besser. Geschlafen wird hier natürlich auch. Die Nachttische sind aufgehängt. Und mit diesem Ausblick sind Sie garantiert noch nie aufgewacht. Aber nicht nur Bett und Esstisch hängen an der Felswand, ... ... auch die Toilette und das Waschbecken kommen mit einer atemberaubenden Aussicht. Dieses stille Örtchen kann so schnell nichts toppen. Schon die Anreise ist abenteuerlich. Der Zugang zu den vier Modulen der Skylodge über einen Klettersteig und eine Hängebrücke ist eine steile Klettertour, die nur mit Guide und Kletterausrüstung möglich ist. Wobei das Wort «Brücke» einen etwas falschen Eindruck vermittelt. Der Übergang besteht aus einem Seil, auf dem die Kletterer stehen, und einem anderen, an denen sie sich festhalten können. Die einzige Alternative ist der Zugang via Zip-Line über das Tal. Wer es nach oben geschafft hat, kann einsteigen. Die drei Gästemodule sind nur über eine Luke im Dach zugänglich, im Inneren einer sieben Meter langen und 2,6 Meter breiten Kapsel befinden sich jeweils vier Betten, ein kleines Bad und eine Trockentoilette mit Sichtschutz. Besonders in der Nacht ist die Aussicht fantastisch. Ein Jahr dauerte es, um die vier Module aus weltraumtauglichem Aluminium und stabilem Polycarbonat herzustellen, und nochmals drei Monate, um sie in der Felswand zu befestigen. Ein Unternehmen, wie es nur in Peru gelingen kann: Die Baugenehmigung folgte, nachdem die Kapseln bereits befestigt worden waren. Zur Übernachtung gibt es Abendessen und Frühstück. Auf eine Dusche müssen Gäste zwar verzichten, was angesichts der Lage wohl verzeihlich ist.

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Im Heiligen Tal bei Cusco gibt es die wohl luftigste Unterkunft der Welt. Die Gäste nächtigen in durchsichtigen Kapseln, die auf 400 Metern Höhe wie große Vogelnester oder Weltraumkapseln in einer Felswand hängen.

Die Aussicht vom Frühstückstisch ist atemberaubend – in jedem Sinn, denn der Tisch steht buchstäblich über dem Abgrund. Genau wie das Bett, das Waschbecken und die Toilette.

Zugang nur über Klettersteig oder Zip-Line

Schon die Anreise ist abenteuerlich. Der Zugang zu den vier Modulen der Skylodge über einen Klettersteig und eine Hängebrücke ist eine steile Klettertour, die nur mit Guide und Kletterausrüstung möglich ist. Wobei das Wort "Brücke" einen etwas falschen Eindruck vermittelt. Der Übergang besteht aus einem Seil, auf dem die Kletterer stehen, und einem anderen, an dem sie sich festhalten können. Die einzige Alternative ist der Zugang via Zip-Line über das Tal.


Hotel mit Ausblick: Die Kapseln erreicht man über einen Klettersteig. (Video: VideoVision360)

Wer es nach oben geschafft hat, kann einsteigen. Die drei Gästemodule sind nur über eine Luke im Dach zugänglich, im Inneren einer sieben Meter langen und 2,6 Meter breiten Kapsel befinden sich jeweils vier Betten, ein kleines Bad und eine Trockentoilette mit Sichtschutz. Ein Modul dient als Gemeinschafts- und Speiseraum.

Schuld an den futuristischen Kapseln war ein Buch

Die Idee für das luftige Hotel, das 2013 den Betrieb aufnahm, kam wie so oft aus einem Buch: Der Tourismusunternehmer, Bergführer und Rafting-Guide Ario Ferri, der zusammen mit seiner Frau Natalia Rodríguez das Unternehmen Natura Vive führt, baute die Kapseln in Eigenregie – nachdem er ein Buch über Weltraumreisen gelesen hatte.

Ein Jahr dauerte es, um die vier Module aus weltraumtauglichem Aluminium und stabilem Polycarbonat herzustellen, und nochmals drei Monate, um sie in der Felswand zu befestigen. Ein Unternehmen, wie es nur in Peru gelingen kann: Die Baugenehmigung folgte, nachdem die Kapseln bereits befestigt worden waren. Inzwischen wurden die Kapseln von Ingenieuren überprüft. Heute werden sie von dem kleinen Team von Natura Vive regelmäßig kontrolliert. Strom gibt es via Solarzelle, alle Verbrauchsmaterialien müssen im Rucksack in die Lodge transportiert werden.

Zur Übernachtung gibt es Abendessen und Frühstück. Auf eine Dusche müssen Gäste zwar verzichten, was angesichts der Lage wohl verzeihlich ist. Dafür gibt es bei wolkenfreiem Himmel den peruanischen Sternenhimmel in Rundumsicht. Schlafen sollten sie jedoch auch – denn am nächsten Tag geht es zurück ins Tal.

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(kiky)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Wolfgang das W am 05.01.2018 23:08 Report Diesen Beitrag melden

    Schockt mich mit eurer Überschrift...

    ...bitte nicht so. Ich notorischer Schwindler...hatte schon Angst, nie mehr nach Peru zu dürfen. ;-)

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Wolfgang das W am 05.01.2018 23:08 Report Diesen Beitrag melden

    Schockt mich mit eurer Überschrift...

    ...bitte nicht so. Ich notorischer Schwindler...hatte schon Angst, nie mehr nach Peru zu dürfen. ;-)