Brauchtum rund um den Globus

30. Dezember 2017 06:30; Akt: 29.12.2017 13:20 Print

So feiert die ganze Welt Silvester

Rote Dessous, Walzer, Mandarinen im Meer: Rund um den Globus begehen Menschen den Jahreswechsel ganz unterschiedlich. Und zu verschiedenen Zeiten.

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Während Österreicher um Mitternacht, wenn die Pummerin läutet, traditionell mit dem Wiener Walzer ins neue Jahr tanzen, gibt es frei nach dem Motto "andere Länder, andere Sitten" die unterschiedlichsten Bräuche, wie Menschen den Jahreswechsel begehen.

Hier ein Überblick der Bräuche rund um den Globus:

Spanien:

In der Silvesternacht überträgt das öffentliche Fernsehen die zwölf Glockenschläge einer Turmuhr auf dem Platz Puerta del Sol in Madrid landesweit live. Das hat einen ganz besonderen Grund: Zu jedem Glockenschlag essen die Menschen je eine Weintraube und dürfen sich dabei etwas wünschen. Aber Vorsicht: Bis zum letzten Gong müssen alle Trauben verzehrt werden, sonst bringt das Unglück.

China:

Im Reich der Mitte findet der Jahreswechsel meist erst im Februar statt, abhängig vom Mondkalender. Nach jahrtausendealter Tradition reinigen die Menschen dort ihre Häuser mit Bambuszweigen, um böse Geister zu vertreiben. Ab 23 Uhr werden dann alle Fenster geöffnet, um das neue Jahr hineinzulassen. Und Singles werfen Mandarinen ins Meer. Das soll im neuen Jahr einen guten Ehepartner anlocken.

Israel:

Damit das neue Jahr in jeder Hinsicht süß werden möge, serviert man in jüdischen Familien am letzten Abend des Jahres süße Äpfel mit Honig und Honigkuchen. Oft wird auch eine süße Speise aus Karotten gereicht, die auf Jiddisch Meren heißen, was auch wachsen, zunehmen (mehren) bedeutet. Sie stehen für den Wunsch, dass unsere Verdienste im neuen Jahr unser Fehlverhalten überwiegen mögen.

Bulgarien:

Am Neujahrstag vertreiben die Einheimischen die bösen Geister. Das ist nichts für Angsthasen: Als Ungeheuer verkleidete Männer, sogenannte "Kukeri", tanzen in großen Gruppen und schrecken Vampire ab. Mit skurrilen Holzmasken und lautstarkem Läuten von Glocken, die an ihren Fellkostümen hängen, wollen sie das Unglück vertreiben.

Italien:

Wer an Silvester rote Unterwäsche trägt, wird im neuen Jahr mit Glück, Gesundheit und Liebe gesegnet sein. Dieser jahrhundertealte Brauch wird nicht nur von Frauen, sondern auch von Männern befolgt. Aber: Die Unterwäsche muss von jemandem geschenkt worden sein und sollte an Silvester zum ersten Mal getragen werden. Am Neujahrstag wandert sie dann in den Müll, damit einem das Glück im neuen Jahr hold ist.

>>> Lesen Sie hier mehr dazu: Deshalb sollten Sie rote Dessous zu Silvester tragen

Griechenland:

In diesem Land dreht sich an Silvester alles ums Glücksspiel. Bei Karten- oder Würfelspielen wird um Geld gespielt, bis spät in die Nacht hinein. Alle, die an diesem Abend siegreich sind, sollen auch im kommenden Jahr jede Menge Glück haben.

Schottland:

An Hogmanay, so der schottische Name für Silvester, ist der meistverbreitete Brauch das sogenannte "First Footing": Man muss nach Mitternacht der Erste sein, der die Schwelle von Nachbarn oder Freunden übertritt, und sollte dabei im besten Fall auch noch Whiskey, ein Stück Kohle und leckeres Shortbread im Gepäck haben. Da haben schließlich alle was davon.

Fünf Fakten über Silvester im Video zusammengefasst:

(red)

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