Vorgesorgt im Urlaub

13. Juni 2018 05:40; Akt: 12.06.2018 14:09 Print

Das sollte unbedingt in die Reiseapotheke

Eine gut sortierte Reiseapotheke ist im Urlaub unverzichtbar – egal ob bei Fernreisen, einem Wanderurlaub in Österreich oder einem Städtetrip.

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Mit einer gut sortierten Reiseapotheke sorgen Urlauber optimal für Krankheitsfälle oder kleinere medizinische Notfälle vor. "Wenn man auf Reisen geht, ist es immer klug, alle wichtigen Arzneimittel einzupacken, da man so im Bedarfsfall sofort das geeignete, vertraute und bewährte Medikamente zur Hand hat. Ich rate davon ab, im Ausland Medikamente zu besorgen, da Arzneimittel in verschiedenen Ländern unterschiedliche Namen und Dosierungen aufweisen und dadurch für Laien oft nicht vergleichbar sind", so Mag. pharm. Dr. Gerhard Kobinger, Präsidiumsmitglied der Österreichischen Apothekerkammer. "Des Weiteren ist zu bedenken, dass die Packungsbeilagen in der jeweiligen Landessprache verfasst sind."

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Als erster Grundsatz für die Reisapotheke gilt daher: Alle Medikamente, die man zu Hause einnimmt oder häufig braucht, dürfen im Urlaub nicht fehlen. Deshalb müssen ständig bzw. häufig benötigte Arzneimittel immer in ausreichender Menge für die Dauer des Urlaubs vorbereitet und mitgenommen werden. Sinnvoll ist auch ein "Sicherheitszuschlag", damit ein Flugausfall wegen Streik oder Schlechtwetter nicht zum Problem wird.

Bei Flugreisen gehören diese Medikamente ins Handgepäck, damit die wichtigsten Arzneimittel immer griffbereit sind. Hier ist allerdings auf die Bestimmungen bezüglich Flüssigkeiten etc. zu achten. Um Schwierigkeiten zu vermeiden, hilft ein Zertifikat des behandelnden Arztes, das die Erkrankung und die benötigte Medikation bescheinigt.

Das soll die Reiseapotheke beinhalten

Zur Standardausrüstung einer Reiseapotheke gehören Arzneimittel gegen Reiseübelkeit und Verdauungsprobleme wie Verstopfung, Durchfall und Erbrechen, gegen Schmerzen und Fieber sowie gegen Allergien und Juckreiz. Verbandzeug wie Pflaster und Blasenpflaster, eine elastische Binde und Kühlkompressen sowie Schere, Pinzette, Wunddesinfektionsmittel, eine Wund- und Heilsalbe sowie Insektenschutz dürfen in einer gut sortieren Reiseapotheke ebenfalls nicht fehlen.

Es empfiehlt sich darüber hinaus auch, Medikamente gegen Husten, Heiserkeit, Halsschmerzen und Schnupfen sowie Augen- und Nasentropfen, ein Elektrolytpräparat, eine Salbe gegen Prellungen und Verstauchungen sowie ein Fieberthermometer einzupacken. Der richtige, auf den jeweiligen Hauttyp abgestimmte Sonnenschutz gehört ebenfalls ins Reisegepäck.

Medikamente, die speziell auf den Urlaubsort abgestimmt sind (z.B. Malaria-Vorsorge), sollte man auch bereits zu Hause besorgen. "Das Mitführen von medizinischen Dokumenten, wie Impfpass, Diabetikerpass oder Allergiepass ist ebenfalls ratsam. Ins Reisegepäck gehört selbstverständlich auch die e-Card", erinnert Kobinger.

Reiseapotheke für Kinder

Wer mit Kindern verreist, sollte die Reiseapotheke auf die Bedürfnisse der Kleinen abstimmen und Präparate speziell für Kinder gegen Fieber, Schmerzen und Erkältungskrankheiten mitnehmen. Da manche Kinder auf das Essen im Urlaubsort mit Durchfall oder Erbrechen reagieren, empfehlen Apotheker die Mitnahme von speziellen Elektrolyt- und Durchfallpräparaten. Auch eine gute Sonnenschutzcreme für die empfindliche Kinderhaut muss immer mit ins Reisegepäck.

Transport und Lagerung der Reiseapotheke

Die Reiseapotheke sollte möglichst kühl, trocken und lichtgeschützt transportiert werden. Am Urlaubsort angekommen, wird empfohlen die Arzneimittel am besten in einem dunklen, trockenen Kleiderschrank zu deponieren. Auf keinem Fall sollten sie direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden.

Impfungen zum Schutz der Gesundheit

Wer auf Reisen geht, braucht neben den in Österreich empfohlenen Standard-Impfungen oft noch einen zusätzlichen Schutz. "Wichtig ist, dass sich Reisende rechtzeitig informieren und impfen lassen, damit bei Antritt der Reise ein ausreichender Impfschutz vorhanden ist", erklärt Kobinger.

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(red)

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