Maßnahmen erfolgreich

12. Februar 2018 12:14; Akt: 12.02.2018 12:45 Print

Dämmerungseinbrüche deutlich gesunken

65 Täter in 92 Tagen identifiziert und rund 300 Einbrüche weniger als im Vorjahr.

Die Aufklärungsrate stieg. (Bild: iStock)

Die Aufklärungsrate stieg. (Bild: iStock)

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Zum vierten Mal in Folge wurden von der Polizei gezielte Maßnahmen gegen Einbrüche in den Herbst- und Wintermonaten 2017 und 2018 gesetzt. Gegenüber dem Vorjahr ist die Anzahl der Einbruchsdiebstähle um 17 Prozent gesunken, die Aufklärungsrate hingegen gestiegen.

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Im Jahr 2014 wurde erstmals ein breit angelegtes Maßnahmenpaket zur Bekämpfung des Dämmerungseinbruchs in Österreich geschnürt, das zu einem Rückgang der Zahl der Anzeigen im Wohnraumeinbruch geführt hat. Dieses Paket bestand aus Analyse, Fahndungs- und Ermittlungsarbeit sowie verstärkten Präventionsmaßnahmen.

Seitdem werden jährlich Feinabstimmungen der Maßnahmen vorgenommen und Intensivmaßnahmen konzentriert. In dem Vergleichszeitraum von November 2017 bis Anfang Februar 2018 gab es rund 300 Einbrüche in Wohnungen und Wohnhäuser weniger, was einem Rückgang von 17 Prozent entspricht.

Mehr Auflärungen

Ein weiteres Ziel der Maßnahmen war die Steigerung der Klärungsquote. Während im Vorjahr am Ende der Saison 54 von 1.737 Einbruchsdiebstählen geklärt werden konnten, sind heuer bereits 100 von 1.440 Einbruchsdiebstählen geklärt. Das entspricht einer Steigerung der Klärungsquote von 2,6 Prozent im Vorjahr auf knapp sieben Prozent im Vergleichszeitraum 2017/2018.

Die ermittelnden Exekutivbediensteten haben in 92 Tagen insgesamt 65 Täter ausgeforscht. Die Tatverdächtigen stammen vorwiegend aus den folgenden Ländern: Serbien (14), Georgien (9), Österreich (8), Rumänien (7) und Albanien (5).

Spurensicherung und Prävention

Bei der Spurensicherung kam es zu einem Anstieg der dokumentierten Spuren. Während im Vorjahr bei 75 Prozent der Tatorte verwertbare Spuren gesichert worden sind, war die Spurensicherung in der vergangenen Saison bei rund 80 Prozent der Tatorte erfolgreich.

Großes Augenmerk wurde auch heuer wieder auf Prävention und den Kontakt mit der Bevölkerung gelegt. Denn durch eigene, meist einfache Sicherungsmaßnahmen können Einbrecher abgeschreckt werden. Bei rund 30 Prozent der Delikte waren die Täter nicht erfolgreich und mussten ohne Beute wieder abziehen. Dabei sind eine gute Nachbarschaft und gegenseitige Hilfe enorm wichtig. Eine Vertrauensperson, die bei Abwesenheit nach dem Rechten sieht und den Postkasten entleert, leistet wertvolle Dienste.

Vorgehen der Täter

Die Dämmerungseinbrecher schlagen von November bis Jänner zu. Die Täter sind besonders zwischen 16 und 21 Uhr, abhängig von der Dämmerungszeit, unterwegs. Zu den Tatorten zählen meist Wohnungen und Wohnhäuser, die gut an Hauptverkehrsverbindungen angebunden sind und eine rasche Flucht ermöglichen. Siedlungsgebiete mit schwer einsehbaren Grundstücken und ebenerdig gelegene Wohnungen stehen besonders im Fokus.

Die Täter versuchen zumeist durch das Aufzwängen von Terrassentüren und gartenseitig gelegenen Fenstern, Türen oder Kellerzugängen in das Wohnobjekt einzudringen. Dabei nutzen sie meist einfache Hilfsmittel und brechen mit Schraubenzieher oder einer Zange schlecht gesicherte Türen oder Fenster auf.

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(red)

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