Medina, Washington

13. Januar 2018 05:00; Akt: 12.01.2018 19:38 Print

Hier wohnen die reichsten Menschen der Welt

von Meret Steiger - Amazon-CEO Jeff Bezos, Bill Gates und diverse wichtige Angestellte von Microsoft: In Medina leben die reichsten Menschen der Welt.

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Amazon-Gründer und CEO Jeff Bezos wurde am Montag zum reichsten Mann der Welt, nachdem die Amazon-Aktien um 1,4 Prozent gestiegen waren. Sein Gesamtvermögen beläuft sich jetzt auf unglaubliche 105,1 Milliarden Dollar. Damit überholt der 53-Jährige den Microsoft-Gründer Bill Gates, der zuvor der reichste Mann der Welt war.

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Nachbarn im reichsten Dorf

Dass die beiden praktisch Nachbarn sind, ist wohl kein Zufall: Sie leben beide in Medina im Bundesstaat Washington außerhalb von Seattle. Und sie sind bei weitem nicht die einzigen vermögenden Bewohner: Unter den knapp 3.000 Einwohnern sind unzählige Manager von Microsoft, Tech-Unternehmer und Besitzer großer Telefongesellschaften.

Medina liegt auf einer Halbinsel im Lake Washington, gegenüber von Seattle. Besucher erreichen Medina über die Evergreen Point Floating Bridge, die längste schwimmende Brücke der Welt. Sie misst insgesamt 4,75 Kilometer, wovon 2,31 km schwimmen.

Wenig Läden

Bei nur gerade 3.000 Einwohnern ist in Medina auch das Gewerbe eher klein: Der Medina Beach Park dient gleichzeitig noch als Rathaus und Polizeistation. Es gibt außerdem den Medina Grocery & Deli, ein Lebensmittelgeschäft, und eine Poststelle. Die Wells Medina Nursery ist eine Gärtnerei und verkauft Pflanzen.

Dass von drei verfügbaren Läden einer eine Gärtnerei ist, ist ebenfalls kein Zufall: Medina wurde von der Arbor Day Foundation 2006 zur "Tree City" erklärt, und die Hauptstraße des Ortes ist von immergrünen Bäumen gesäumt. Übrigens: Mehr Läden gibt es im größeren Nachbarort Bellevue.

Private Strände

Fast alle Häuser, deren Grundstück an den Lake Washington grenzt, haben einen eigenen Steg, einen kleinen Privatstrand und eine fantastische Aussicht auf Seattle. Im Sommer ist der See ein beliebtes Ausflugsziel, Medina selbst gilt als Ruheoase.

Das hat natürlich alles seinen Preis. Im Durchschnitt kostet ein Haus auf der Halbinsel 1,56 Millionen Dollar, und das durchschnittliche Einkommen der Bewohner liegt bei 174.000 Dollar.

Totale Überwachung

Die reichen Bewohner haben schon lange auf eigene Überwachungskameras gesetzt. 2009 hat die Stadt Medina Kameras an jeder Straße installiert. Diese kontrollieren bei jedem Auto die Nummer und checken in einem System, ob gegen die Halter etwas vorliegt. Ist das der Fall, alarmiert das System die lokale Polizei.

Besucher werden mit einer Hinweistafel gewarnt. Dass die Bilder 60 Tage aufbehalten werden dürfen, sorgte für rote Köpfe. Ein Mitglied des Stadtrats sagte aber gegenüber Medien, dass "die Sicherheit in Medina wichtiger ist als die Sorge um Privatsphäre". Im nahegelegenen Hunts Point gibt es ein vergleichbares System – und dort gab es nach der Einrichtung drei Jahre lang keinen einzigen Einbruch.

Die Häuser von Bezos und Gates

In der Nähe der Poststelle ist das Haus von Jeff Bezos. Das Grundstück hat über 20.000 Quadratmeter und ein fast 2.000 Quadratmeter großes Haupthaus. Eine weitere Immobilie auf dem Grundstück misst etwas mehr als 700 Quadratmeter. Und damit nicht genug: Nach einer 28 Millionen Dollar teuren Renovation gönnte sich Bezos auch noch das Haus auf dem Nachbargrundstück.

Weniger als einen Kilometer von Bezos entfernt wohnen Bill und Melinda Gates in einer 125-Millionen-Dollar-Villa, die "Xanadu 2.0" heißt. Sie hat mehr als 6.000 Quadratmeter, eine Garage für 23 Autos, sechs Küchen, 24 Badezimmer und einen Empfangsbereich, in dem sich bis zu 200 Personen aufhalten können. Ach ja: Einen spektakulären Seeblick hat es natürlich auch.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • susi am 13.01.2018 09:48 Report Diesen Beitrag melden

    und, wen interessiert das?

    Zumal diese Menschen nicht reich, sondern wirklich arm sind und sich hinter Geld und Luxus verstecken müssen...

  • Penelope am 17.01.2018 17:06 Report Diesen Beitrag melden

    Weltenretter Gates

    Hmm das Ausbeuten der 3. Welt sowie der Missbrauch von Geldern der Entwicklungshilfe scheint sich für Bill Gates ja auszuzahlen... sehr interessant dazu die Arte-Doku "Konzerne als Retter?" :)

Die neusten Leser-Kommentare

  • Penelope am 17.01.2018 17:06 Report Diesen Beitrag melden

    Weltenretter Gates

    Hmm das Ausbeuten der 3. Welt sowie der Missbrauch von Geldern der Entwicklungshilfe scheint sich für Bill Gates ja auszuzahlen... sehr interessant dazu die Arte-Doku "Konzerne als Retter?" :)

  • susi am 13.01.2018 09:48 Report Diesen Beitrag melden

    und, wen interessiert das?

    Zumal diese Menschen nicht reich, sondern wirklich arm sind und sich hinter Geld und Luxus verstecken müssen...