Millionärsvilla

05. März 2018 05:00; Akt: 04.03.2018 15:56 Print

Pink-Floyd-Mansion ist in der Zeit stehen geblieben

David Gilmour von Pink Floyd lebte einst in der Villa, in der Größen wie Rod Stewart und Tom Jones ihre Songs aufnahmen.

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Die Pink Floyd Millionaire Mansion, die offiziell Hook End Manor heißt, befindet sich im Süden von Oxfordshire in England. Es steht auf einem 100.000 Quadratmeter großen Grundstück und war nicht nur Heimat für David Gilmour von Pink Floyd, sondern auch Tonstudio für diverse Größen. Und der Ort, an dem Trevor Horns Familie ihre schwersten Stunden erlebte.

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David Gilmour und das Tonstudio

Hook End Manor hat elf Zimmer, eines davon ein einst renommiertes Tonstudio. Hier nahmen bekannte Künstler wie Rod Stewart, Tom Jones, die Kaiser Chiefs und Jamiroquai ihre Songs auf. Auch einzelne Songs des Pink-Floyd-Albums "A Momentary Lapse of Reason" wurden hier aufgenommen.

Gilmour war aber nicht die einzige bekannte Persönlichkeit, die im Hook End wohnte. Er kaufte es 1980, 1990 ging das Haus an Trevor Horn, Sänger und Produzent von "Video Killed the Radio Star" – was übrigens das erste Musikvideo war, das jemals auf MTV lief. Ihm sollte das Haus kein Glück bringen.

Die Tragödie um Jill Sinclair

Jill Sinclair, vierfache Mutter und seit 1980 mit Trevor Horn verheiratet, wurde 2006 versehentlich von ihrem Sohn Aaron angeschossen, als er im Garten das Zielen übte. Eine Kugel traf Jill am Hals, verletzte eine Arterie und verursachte schwere Hirnschäden. Die Frau des Musikers lag drei Jahre lang im Koma.

Aber auch nachdem Jill aus dem Koma erwachte, war nichts mehr wie früher. 2012 sagte Horn in einem Interview, dass seine Frau seit dem Koma nicht sprechen, lachen oder sich bewegen kann. Jill starb 2012 an den Folgen einer Krebserkrankung. Horn wollte allerdings schon vorher nicht mehr an dem Ort leben, an dem sich seine Ehe für immer veränderte – er verkaufte das Haus 2007.

Unheimliche Dinge gefunden

Das Haus gehört heute Mark White, einem Gitarristen und Songwriter, der aber seit über 20 Jahren in Russland lebt. Zwar sagte er 2016 in einem Interview, er würde das Tonstudio gerne wiedereröffnen – auch wegen seiner bewegten Geschichte. Passiert ist bis heute aber nichts.

Ende vergangenen Jahres besuchten Entdecker der "Abandoned and Derelict Britain"-Facebookseite das Haus und drehten ein Video. Im Inneren stießen sie auf allerlei zurückgelassene Gegenstände und ein paar unheimliche Dinge. So fanden sie zum Beispiel im Keller des Hauses den Grabstein eines Kindes, das nur sieben Jahre alt wurde.

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(mst)

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