Stressige Zeit

30. Dezember 2017 06:46; Akt: 30.12.2017 10:32 Print

So bringen Sie Haustiere sicher ins neue Jahr

Alle Jahre wieder: Weihnachten, dann Festtage und das Silvesterfest. Doch letzteres kann sehr anstrengend für tierische Hausbewohner sein.

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Es mag paradox klingen, doch Sie sollten Ihrem panischen Hund niemals Mitleid signalisieren. Wenn Sie nachgeben und den vierbeinigen Schatz trösten, bestätigen Sie seine Annahme, dass die Situation bedrohlich ist. Das wird die Angst wiederum weiter verstärken. Stattdessen sollten Sie entspannt und ruhig bleiben. Die Zeitgestaltung bei den Gassi-Runden mit dem Hund sollte gut geplant sein. Nachts, wenn die Böller im Sekundentakt hochgehen, ist es zu spät. Für die letzte Runde im alten Jahr sollten die Abendstunden gewählt werden, wenn die Feuerwerkskörper noch nicht zu häufig explodieren. Hier gilt: Leine ist Pflicht! Andernfalls können Sie nicht sicher sein, dass der Hund Angst bekommt und davonläuft. Während Hunde oft die Nähe zu Herrl oder Frauerl suchen, ziehen sich Katzen gerne zurück, wenn sie sich ängstigen. Wenn sich die Samtpfote an einen dunklen Ort zurückzieht, sollten Sie ihr nicht nachlaufen. Dadurch wird nur noch mehr Stress erzeugt. Stattdessen gelassen bleiben: Die Katze kommt von ganz alleine, wenn sie sich sicherer fühlt. Um Tieren zusätzlich ein bisschen den Stress zu nehmen, gibt es im Handel Pheromon-Dampfer. Diese werden einfach in die Steckdose gesteckt und versprühen Pheromone, die das Gemüt beruhigen. Meerschweinchen, Ratten, Hamster und Co. sollten in einen ruhigen Raum gebracht werden. Der Käfig muss abgedunkelt werden, um die Kleintiere so gut wie möglich von Lärm und Licht abzuschirmen. Auch zusätzliches Nistmaterial ist eine gute Idee, damit sich die Tiere einkuscheln können. Im Gegensatz dazu sollten Vögel in einem beleuchteten Raum die Nacht verbringen. Je finsterer der Raum, desto größer die Panik. Zusätzlich können Schwarmgeräusche vom Tonband abgespielt werden, um eine behagliche Atmosphäre zu schaffen.

Zum Thema
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Sekt, Donauwalzer und natürlich Feuerwerk: Der Jahreswechsel wird mit vielen schönen Traditionen begangen. Was für den Menschen aber ein alljährliches Fest ist, kann für Tiere zur Horror-Nacht werden. Besonders Hunde und Katzen reagieren oft panisch auf die Lärmkulisse. Doch man kann einige Maßnahmen setzen, um den Jahreswechsel für den tierischen Freund so angenehm wie möglich zu gestalten.

Umfrage
Sind Sie ein Katzen- oder Hundemensch?
27 %
17 %
30 %
3 %
1 %
22 %
Insgesamt 3040 Teilnehmer

Nicht alleine lassen

Nichts ist schlimmer für Hunde und Katzen, als in dieser stressigen Nacht alleine gelassen zu werden. Feiern Sie also zuhause, laden Sie Freunde ein. Sollte das nicht möglich sein und der prunkvolle Neujahrsball rufen, sollten Sie Ihr Haustier einer Vertrauensperson übergeben.

Nicht trösten

Es mag paradox klingen, doch Sie sollten Ihrem panischen Hund niemals Mitleid signalisieren. Wenn Sie nachgeben und den vierbeinigen Schatz trösten, bestätigen Sie seine Annahme, dass die Situation bedrohlich ist. Das wird die Angst wiederum weiter verstärken. Stattdessen sollten Sie entspannt und ruhig bleiben.

Spaziergänge planen

Die Zeitgestaltung bei den Gassi-Runden mit dem Hund sollte gut geplant sein. Nachts, wenn die Böller im Sekundentakt hochgehen, ist es zu spät. Für die letzte Runde im alten Jahr sollten die Abendstunden gewählt werden, wenn die Feuerwerkskörper noch nicht zu häufig explodieren. Hier gilt: Leine ist Pflicht! Andernfalls können Sie nicht sicher sein, dass der Hund Angst bekommt und davonläuft.

Katzen brauchen Raum

Während Hunde oft die Nähe zu Herrl oder Frauerl suchen, ziehen sich Katzen gerne zurück, wenn sie sich ängstigen. Wenn sich die Samtpfote an einen dunklen Ort zurückzieht, sollten Sie ihr nicht nachlaufen. Dadurch wird nur noch mehr Stress erzeugt. Stattdessen gelassen bleiben: Die Katze kommt von ganz alleine, wenn sie sich sicherer fühlt.

Pheromone und Blei

Um Tieren zusätzlich ein bisschen den Stress zu nehmen, gibt es im Handel Pheromon-Dampfer. Diese werden einfach in die Steckdose gesteckt und versprühen Pheromone, die das Gemüt beruhigen.

Sie sollten nach dem Bleigießen das Wasser unverzüglich entsorgen. Wenn Katze oder Hund unbemerkt das benutzte Wasser trinken, können sie sich eine gefährliche Bleivergiftung zuziehen.

Kleintiere und Vögel

Meerschweinchen, Ratten, Hamster und Co. sollten in einen ruhigen Raum gebracht werden. Der Käfig muss abgedunkelt werden, um die Kleintiere so gut wie möglich von Lärm und Licht abzuschirmen. Auch zusätzliches Nistmaterial ist eine gute Idee, damit sich die Tiere einkuscheln können.

Im Gegensatz dazu sollten Vögel in einem beleuchteten Raum die Nacht verbringen. Je finsterer der Raum, desto größer die Panik. Zusätzlich können Schwarmgeräusche vom Tonband abgespielt werden, um eine behagliche Atmosphäre zu schaffen.

Jedes Tier ist anders

Jedes Tier hat eine andere Persönlichkeit und damit auch Bedürfnisse. Im Kern sollten diese Tipps aber auf die meisten Vierbeiner, Nager und Flügelträger zutreffen. Wenn Sie entspannt und gelassen an die Sache herangehen, dürfte der Jahreswechsel gut und sicher vonstattengehen.

(lu)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter am 30.12.2017 11:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Absolut kein Hundekenner!

    Mich würde interessieren wer die teilweise schwachsinnigen Tipps abgegeben hat!

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  • Ori am 02.01.2018 16:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ori

    Ich denke wenn die Tiere das ganze Jahr über Vertrauen haben können zu ihren Besitzern und keine traumatischen Vor Erlebnisse hatten dann sind sie auch zu Sylvester relaxt...bei meinen ist es jedenfalls so... ist bei uns eine Nacht wie jede andere...

  • Dr. Frankenstein am 30.12.2017 12:02 Report Diesen Beitrag melden

    Die Zukunft

    Würdet ihr es befürworten wenn man durch Genmanipulationen schaffen würde das die Hunde und andere Tiere wie Menschen reden und denken können?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ori am 02.01.2018 16:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ori

    Ich denke wenn die Tiere das ganze Jahr über Vertrauen haben können zu ihren Besitzern und keine traumatischen Vor Erlebnisse hatten dann sind sie auch zu Sylvester relaxt...bei meinen ist es jedenfalls so... ist bei uns eine Nacht wie jede andere...

  • Dr. Frankenstein am 30.12.2017 12:02 Report Diesen Beitrag melden

    Die Zukunft

    Würdet ihr es befürworten wenn man durch Genmanipulationen schaffen würde das die Hunde und andere Tiere wie Menschen reden und denken können?

    • S.Oliver am 30.12.2017 13:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Dr. Frankenstein

      Lieber nicht. Die würden uns was erzählen. Vieles würde uns umhauen.

    • Peter am 30.12.2017 14:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Dr. Frankenstein

      Und hatte selbst noch nie einen Hund! Ich hoffe Du hast keine Hunde!

    • Andrea Nentwich am 30.12.2017 21:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Dr. Frankenstein

      man sollteden Tieren ihre Würde nicht nehmen. Sie HABEN ihre eigenen Sprachen und Ausdrucksmöglichkeiten - wir sollte mehr zuhören und zuschauen, was sie uns auf ihre Art deuten wollen!

    • Peter am 30.12.2017 21:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Andrea Nentwich

      Vollkommen richtig Andrea! Und auch individuell auf jedes, vor allem auf sein eigenes Haustier eingehen! Und den teilweise Schwachsinn, von sogenannten, selbsternannten Experten auch nicht wirklich alles glauben!

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  • Pelzmantel-Träger am 30.12.2017 11:58 Report Diesen Beitrag melden

    Braucht man nicht

    Am besten überhaupt kein Tier haben,kostet unnötig Geld und Zeit,und man hat davon absolut gar nix. Das Tier stirbt in paar Jahren und was dann?

    • S.Oliver am 30.12.2017 13:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Pelzmantel-Träger

      Das dümmste und überflüssigste Tier ist der Mensch und der vermehrt sich so sehr dass er sich irgendwann eh selber abschafft. Hoffentlich so schnell dass alle anderen Lebewesen auf der Erde weiter überleben können.

    • Andrea Nentwich am 30.12.2017 21:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Pelzmantel-Träger

      Und deshalb sollen jetzt die armen Hunde und andere Tiere sich selbst überlassen oder im Tierheim bleiben? Alles im Leben kostet Geld! Auch Kinder in die Welt setzen! Und weder wir selbst noch die Tiere haben ein ewiges Leben!

    • Tine am 31.12.2017 17:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Pelzmantel-Träger

      Ich würde für jedes Tier meinen letzten Euro geben! Für Menschen wie dich nicht mal ein Glas Wasser, wenn sie am verdursten wären!

    • sternchen am 31.12.2017 20:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Pelzmantel-Träger

      Tiere sind bessere Freunde als manche Menschen.Hab sehr gute menschliche Freunde aber das ist nichts gegen meine 5 Hunde.Sie sind immer da wenn ich sie brauche u sie spüren das besser als jeder Mensch.Arm wenn man dieses Gefühl nicht kennt.

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  • Peter am 30.12.2017 11:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Absolut kein Hundekenner!

    Mich würde interessieren wer die teilweise schwachsinnigen Tipps abgegeben hat!

    • S.Oliver am 30.12.2017 13:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Peter

      Klar! Selber ist jeder der wahre und einzige Hundeprofi. Was an den Tips ist den so falsch? Besserwisser denken nur alles besser zu wissen. Also lassen wir unsere Hunde über Silvester alleine.Ruhig auch in einer dunklen Wohnung. Spart Strom. Trösten wir sie solange bis die Angst grenzenlos wird, gehen wir gegen Mitternacht ruhig zum letzten Gassi. So kriegt Herrchen gleich den Raketen Trubel schön mit und wozu eine Leine? Der Hund braucht doch seine Freiheit. Auch zu Silvester. Da halt ich mich lieber an die empfohlenen Tips. Die bewähren sich bei meinen Hunden jedes Jahr bestens.

    • Peter am 30.12.2017 13:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @S.Oliver

      Ich habe über 27 Jahre Hundemädchen gehabt und weiß wovon ich schreibe! Habe Dir auch zu Deinen anderen Kommentaren ein positives like gegeben! Und ich meine damit nur das ich meinen Hund, meiner Hündin sehr wohl das Gefühl der Vertrautheit, der Sicherheit geben muß!

    • Peter am 30.12.2017 14:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @S.Oliver

      Aber DU glaubst wahrscheinlich auch dem Rütter, dem Hundexperten! Deine Hunde tun mir echt leid, bei einem Frauerl die sich Tipps von selbsternannten Experten holen muß!

    • Marlene am 30.12.2017 14:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Peter

      der Rütter ist sehr gut!

    • Peter am 30.12.2017 14:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Marlene

      Und hatte selbst noch nie einen Hund! Ich hoffe Du hast keine Hunde!

    • S.Oliver am 30.12.2017 15:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Peter

      War keine persönliche sondern eher allgemeine Kritik, wegen der vielen leidenden Hundis (und anderen Tiere) zu Silvester. Ich finde tatsächlich die hier gegebenen Ratschläge allesamt gut. Klar soll man Sicherheit vermitteln und in normalem Rahmen auch trösten. Aber aus eigenen Versuchen kann ich nur bestätigen dass ständiges kuscheln und tätscheln, ängstliche Hunde noch mehr zittern läßt. Die kriegen sich gar nicht mehr ein. Vor allem wo der nächste illegale Böller nicht lange auf sich warten läßt. An Fauchen/Herrli kuscheln ja. Dauerstreicheln eher nein.

    • S.Oliver am 30.12.2017 15:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Peter

      Autsch! Dass war aber schon sehr persönlich. Solange wie ich Hunde halte gibt es diesen Rütter oder Milan noch gar nicht. Die sind aber mindestens genauso Experten wie die vielen nichts ahnenden Hundehalter auf den Hundewiesen von denen jeder alles besser weiß. Meine Hunde müssen keinem leid tun, denen gehts super. Von denen hab ich gelernt wie es geht. Da braucht man keinen Experten. Nur den Willen zu lernen und es gut zu machen. Macht man es falsch läuft man zu Experten, (die aber auch nicht alle nur unwissend sind) die dann Wunder wirken sollen.

    • S.Oliver am 30.12.2017 17:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Peter

      Woher diese nicht Wissen?

    • Andrea Nentwich am 30.12.2017 21:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @S.Oliver

      wir kuscheln zu Silvester nicht mehr und nicht weniger mit unseren Pelzis als an den restlichen Tagen im Jahr. Sie haben aber auch nicht die grosse Panik an Silvester. Die Kater sitzen am - natürlich geschlossenen! - Fenster und beobachten interessiert, was da los ist. Wenn's ihnen dann 'mal zu laut wird, gehen sie kurz wo auf "Tauchstation". Die Hündin stört es nicht und sie scheppert sich auch kein's ab. Leider sind aber nicht alle Tiere so entspannt...

    • Andrea Nentwich am 30.12.2017 21:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @S.Oliver

      Gute Tipps kann man bekanntlich immer brauchen - so klug ist keiner geboren, dass er über alles bestens Bescheid weiss! Sich selber für allwissend zu halten, empfinde ich als hochnäsig.

    • Peter am 30.12.2017 22:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Andrea Nentwich

      Nur haben die sogenannten, selbsternannten Experten noch weit weniger Ahnung wie viele Hundehalter die schon seit Jahrzehnten Hunde haben! Von denen hole bzw. habe ich mir Rat und Tipps geholt! Aber sicher nicht z.B. von einem Rütter, der selbst noch nie einen Hund gehabt hat!

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