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US-Mediziner: "Cannabis hilft gegen Ebola!"

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Ebola-Prävention? (© Fotolia)

Seit der Legalisierung von Cannabis in den USA wird das Wunderkraut immer mehr als Arznei entdeckt. Zwei US-Mediziner behaupten jetzt sogar, Marijuana könnte gegen Ebola helfen. Die Theorien der beiden sind jedoch mit Vorsicht zu genießen.

Seit Anfang des Jahres ist Cannabis in Teilen der USA legal. Gleichzeitig ist Ebola derzeit das Gesundheitsthema Nummer Eins. Kein Wunder also, dass sich bald Überschneidungen finden lassen. Zwei US-Forscher behaupten unabhängig voneinander, Cannabis könnte (zumindest theoretisch) Ebola lindern.

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Die Theorien sind mit Vorsicht zu genießen

Ebola ist ein sogenannter Retrovirus, der eine Zelle übernimmt und dann sozusagen vor den Abwehrkräften getarnte "Klone" von sich produziert. Der Tod tritt bei Ebola vor allem durch die Überreaktion des Immunsystems ein. Zum einen wird eine massive Menge von Enzymen ausgeschüttet und gleichzeitig eine übermäßige und damit tödliche Menge von Immunzellen aktiviert.

Cannabis lindert... theoretisch
Hier soll Cannabis theoretisch helfen: Bestimmte Wirkstoffe in der Pflanze seien bereits jetzt ein vielgenutztes Regulativ für Immunprozesse. So gäbe es gute Ergebnisse, etwa was die Linderung von Symptomen bei HIV bzw. AIDS-Erkrankungen angeht. Außerdem wirke Cannabis entzündungshemmend und würde würde die negativen Auswirkungen der Enzym-Flut bremsen.

Skepsis angebracht
Diese Prognosen sind allerdings mit reichlich Vorsicht zu genießen. Es handelt sich um theoretische Überlegungen aufgrund Beobachtungen bei anderen Viren. Aussagekräftige praktische Versuche gibt es bisher noch nicht. Außerdem dürfte die Überzeugung der Ärzte auch relativ pragmatische Gründe haben. Sie betreiben beide Unternehmen, die Cannabis-Produkte herstellen.
 

Orte: USA

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