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09.10.2011
Pro und Contra
Ist Kaugummikauen gesund?
(© fotolia)
Der Kaugummi ist kein Lebensmittel und trotzdem ist er im alltäglichen Leben der Menschen als „Genussmittel“ verankert.
(© fotolia)
Eine "Art" Kaugummi gab es bereits in der Steinzeit. Damals kauten die Menschen allerdings noch Baumharz. Um etwa 1870 verkaufte ein gewisser Thomas Adams die ersten geschmacklosen Kaukugeln. Er verwendete dazu Chicle. Der verfestigte Saft aus dem Breiapfelbaum kann Kaugummi-Grundstoff bezeichnet werden. Chicle wurde bereits von den Mayas genutzt.
Später wurden dann Aromastoffe dazugegeben. Der Durchbruch gelang 1893 William Wrigley Jr. mit dem weltweit bekannten Wrigley's Spearmint.
Jetzt besteht die Kaugummimasse zu 50 bis 70 Prozent aus Zucker, die restlichen Zusätze sind Weichmacher, Kunststoffe, Feuchthaltemittel und Füllstoffe. Wenn aber so viel Zucker enthalten ist, wie ungesund ist dann ein Kaugummi wirklich?
Kaugummi gut für die Zähne
Zuckerfreie Kaugummis werden empfohlen. Achten Sie darauf, dass Xylit in den Kaugummis enthalten ist. Der Zuckeraustauschstoff, entdeckt von Nobelpreisträger Emil Fischer, schützt vor Karies bzw. Zahnplaque. Allerdings sollten Sie nicht mehr als drei Kaugummis täglich nehmen, weil Xylit außerdem noch abführend wirkt.
Spezielle Zahnpflegekaugummis regen aufgrund der Kaubewegung die Speichelbildung an. Der Speichel schützt die Zähne wiederum vor Säuren. Außerdem wird dadurch das Einlagern von Mineralien im Zahnschmelz gefördert – gut für die Regeneration. Falls Sie ein Produkt mit Fluorid kaufen, ist zu beachten, dass es bei übermäßigem Gebrauch durch Kinder, leicht zu bräunlichen Flecken führen könnte (Fluorose). Ansonsten schützt aber Fluorid den Zahn.
(© fotolia)
Kaugummi kann sogar den Heißhunger besiegen - statt einer Süßigkeit ein Kaugummi, der zwar auch Kalorien hat, aber nicht so viele. Außerdem hat das Kauen einen positiven Effekt, um die Fettreserven zu verringern, weil der Stoffwechsel angeregt wird.
Laut einer japanischen Studie kann durch Kaugummikauen die Blutzufuhr (Sauer- und Nährstoffe) zum Gehirn um bis zu 25 Prozent gesteigert werden. Das bedeutet eine bessere Konzentrationsfähigkeit. Das Kauen lockert zudem noch die Muskulatur im Nackenbereich (gut gegen Verspannungen). Und nicht zu vergessen ist natürlich auch der Entspannungsfaktor durch die stressbedingte "Kauerei".
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