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27.12.2011
Riesen-Studie
Der Schwindel mit den Vitaminpillen
Ob mit oder ohne Vitamintabletten: An der Krebsrate änderte sich nichts (© emde71 - Fotolia.com)
Sechs Jahre lang untersuchten Wissenschaftler die Wirkung der beliebten Tabletten bei 8000 Testpersonen, wie die Daily Mail schrieb.
Das Ergebnis: Die Untersuchten, die die Vitaminpräparate nahmen, bekamen genauso oft Krebs oder Herzkrankheiten wie die, die mit Placebo-Tabletten abgespeist wurden. Befragt danach, wie gesund sie sich fühlten, konnte zwischen den beiden Gruppen kaum ein Unterschied festgestellt werden.
Die Studie war eine der umfangreichsten auf diesem Gebiet und beweist, dass jedes Jahr unzählige Menschen Millionen von Euro für nichts und wieder nichts aus dem Fenster schmeißen.
"Besorgte Gesunde" bringen den Pharmariesen Unsummen
Das Erfolgsrezept der Vitamintabletten: Die "besorgten Gesunden". Catherine Collins, Ernährungswissenschaftlerin am St. Georges Krankenhaus in London, weiß, wer am ehesten auf den Gesundheits-Flop hereinfällt. Es sind gesunde Erwachsene, die glauben, mit den teuren Pillen gegen tödliche Krankheiten vorbeugen zu können. Alzheimer, Herzinfarkt und Schlaganfälle lehren den Gesunden das Fürchen - und locken sie an die Kassen der Apotheken und Drogerien.
Ein französisches Forscherteam an der Universität von Nancy untersuchte 8112 Freiwillige für über sechs Jahre. Die Testpersonen schluckten täglich entweder eine Kapsel mit Vitamin C, Vitamin E, Beta-Carotin, Selen und Zink, oder ein Placebo.
30,5 Prozent der Vitaminpillen-Gruppe bekamen im Untersuchungszeitraum Krebs oder eine Herz-Kreislauferkrankung. In der Placebogruppe waren 30,4 Prozent betroffen. 120 Freiwillige, die die Vitaminpillen aßen, bekamen Krebs, 139 von den Placebo-Schluckern hatten das gleiche Problem. Bei den Herz-Kreislauferkrankungen war die Situation umgekehrt. 65 in der Vitamin-Pillengruppe erkrankten, während in der Placebo-Gruppe nur 57 am Herz beeinträchtigt waren.
"Wer sich Sorgen um seine Gesundheit macht und deshalb Vitaminpräparate ißt, wird sich auch sechs Jahre später noch Sorgen machen", bringt es Catherine Collins vom St. George Spital auf den Punkt.
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