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10.01.2012

Neue Studie

Sex macht stark gegen Infektionen

Paar im Bett

Je ungleicher Gene, desto höher Anziehungskraft (© Fotolia)

Sexuelle Fortpflanzung macht Organismen stark im Kampf gegen Infektionskrankheiten. Forscher fanden jetzt heraus, dass (Sexual-)Partner ihre Wahl aufgrund genetischer Faktoren treffen. Dabei werden möglichst unterschiedliche Gen-Sets im Immunsystem-Bereich des menschlichen Körpers bevorzugt, heißt es in der Studie.

Je ungleicher die grundlegenden Gene des Körper-Abwehrsystems sind, desto höher scheint die Anziehungskraft zwischen zwei Menschen. Hintergrund dürfte das Ziel sein, Nachkommen zu zeugen, die wiederum bestmöglich gegen Infektionskrankheiten geschützt sind.

Körpergeruch entscheidend
Menschen - wie auch Fische und Mäuse - bevorzugen für die Reproduktion Artgenossen, welche die beste Ergänzung zu den eigenen Genvarianten anbieten. Die genetische Ausstattung des Immunsystems eines potenziellen Partners wird dabei offenbar über den Körpergeruch wahrgenommen, fanden die Wissenschaftler heraus.

Um den jeweils am besten passenden Partner wählen zu können, ist es gut, dass es viele Partner mit einem unterschiedlichen Satz an Immun-Genen gibt. Diese hohe Variabilität, die man Polymorphismus nennt, ist außergewöhnlich. Denn in allen anderen Genen sind Menschen einander sehr ähnlich.

Fische machen es vor
Die Forscher sind dem Prinzip mit der Hilfe von Fischen, genauer Stichlingen, nachgegangen. In einer großen Experimentalanlage setzten sie sechs genetisch identische Populationen jeweils einem von zwei häufigen Parasiten dieser Fische aus.

Die Wissenschaftler stellten dabei fest, dass in allen sechs Populationen nur bestimmte Gene bei den Nachkommen häufiger geworden waren. Und zwar jene, die Resistenz gegen den jeweiligen Parasiten boten, dem die Eltern ausgesetzt waren.

"Nächste Generation widerstandsfähiger"
"Das heißt, dass sich die gerade vorteilhaften Gen-Varianten in der Population ausbreiten, so dass die nächste Generation resistenter gegen diesen Erreger ist - bis ein anderer Krankheitserreger auftaucht", erläuterte Christophe Eizaguirre, der Erstautor der Studie.

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