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10.01.2012
Bahnbrechende Studie
"Gutes" Cholesterin kann auch "böse" sein
"HDL-Cholesterin kann Entzündungen hervorrufen", sagen Forscher (© Fotolia)
Bisher wurde zwischen "gutem" HDL-Cholesterin und "bösem" LDL-Cholesterin unterschieden. LDL trägt zu Herz-Kreislauferkrankungen wie Herzinfarkt und Hirnblutungen bei, das "gute" HDL schützt davor. Jetzt stellten Experten der Medizinischen Universität Wien fest, dass unter bestimmten Bedingungen die positive Wirkung von HDL nicht gegeben ist.
"Gutes" Cholesterin kann Entzündungen verursachen
Den Wissenschaftlern zufolge kann HDL-Cholesterin Entzündungen hervorrufen. Dazu muss eine Krankheit vorliegen, in deren Folge das "gute" Cholesterin beschädigt wird. Beispiele hierfür ist eine Niereninsuffizienz. Der Defekt entsteht dann durch ein bestimmtes Molekül.
Baut man dieses Molekül in gesundes HDL ein, so wird es funktionsuntüchtig. Die Wiener Forscher sind sich sicher, dass diese Entdeckung die Bewertung von HDL-Cholesterin verändern könnte. Bisher wird ein hoher HDL-Wert als optimal angesehen.
Qualität nicht Quantität
"Viel wichtiger als die Menge ist aber offensichtlich die Qualität des HDL. Nicht funktionsfähiges HDL-Cholesterin ist wertlos - selbst hohe HDL-Spiegel wären damit nicht mehr gesund", heißt es nun in der Studie. "Das Senken des LDL-Wertes ist deshalb noch immer wichtiger als das Anheben des HDL-Wertes", so die Experten weiter.
Derzeit ist es allerdings nicht möglich, mit einfachen Tests "böses" HDL rasch zu identifizieren. An der Entwicklung eines derartigen Tests arbeiten die Wissenschaftler derzeit.
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