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14.01.2012

Nach Brust-OP in Osteuropa

Hunderte Frauen in Ö haben Krebs-Implantate

Skandal Brustimplantat

(© APA/EPA (Archiv))

Nicht zehn Österreicherinnen, wie es zuletzt offiziell geheißen hatte, sondern Hunderte könnten die defekten Implantate der Herstellerfirma PIP (Poly Implant Prothese) im Körper tragen, wie die Presse am Sonntag berichtet. Die Betroffenen dürften sich in Tschechien und Ungarn operieren haben lassen.

Der plastische Chirurg Thomas Aigner hatte demnach kurz vor Jahreswechsel einen Aufruf gestartet und Beratungsgespräche sowie die kostenlose Rückoperation in der Privatklinik Währing angeboten.

Hunderte Anfragen verängstigter Frauen
Seitdem habe er Hunderte Anfragen "verängstigter Patientinnen" bekommen. Etwa 40 von ihnen wüssten, dass sie PIP-Produkte im Körper haben. "Und ausschließlich alle haben sich in Ungarn oder in Tschechien operieren lassen", so der Chirurg. Demnächst habe er die 20. Rückoperation auf dem Programm.

Einmal Implantat bereits gerissen
Auch am Institut des Wiener Promi-Chirurgen Artur Worseg sei bisher zehn Frauen die französische Diskontware entfernt worden. Bei einer Patientin sei das Implantat bereits gerissen und das Silikon in den Körper ausgetreten gewesen. Auch bei den Patientinnen in der Döblinger Klinik gilt: Die Betroffenen haben sich in Ungarn oder Tschechien operieren lassen.

Bisher zehn Fälle bekannt
Laut den bisherigen Informationen der AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) sind in Österreich zehn Frauen von den defekten Implantaten der Herstellerfirma PIP betroffen. Acht hat eine Medizinerin aus der Steiermark die inkriminierten Silikonkissen eingesetzt, bei drei Patientinnen wurde der Eingriff bereits wieder rückgängig gemacht. Zwei weitere Frauen ließen sich die Implantate im Ausland einsetzen.

In Frankreich sind bereits mindestens acht Frauen aufgrund der Implantate an Krebs erkrankt. Das Silikon für die Billig-Implantate der bankrotten Firma PIP stammt aus Deutschland.

APA/Red.




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