Kontroverse Debatte Gesundheit

Wie Yoga den Körper ruinieren kann

Sethubandasana - Young woman practising yoga on mat

Yoga birgt ein gewaltiges Verletzungsrisiko, meint die New York Times

Sethubandasana - Young woman practising yoga on mat

Yoga birgt ein gewaltiges Verletzungsrisiko, meint die New York Times

Die Wogen in der Yoga-Fangemeinde gehen hoch. Grund dafür ist ein Artikel der New York Times mit dem Titel "How Yoga Can Wreck Your Body" ("Wie Yoga deinen Körper ruinieren kann"). Während der Autor auf gefährliche Verletzungen hinweist, wird der Artikel von hunderten Yoga-Fans als dumm, ignorant, beleidigend und verfälschend bezeichnet.

William Broad argumentiert in seinem Artikel, indem er eine ganze Reihe von schweren Verletzungen augfzählt, die beim Yoga passieren können. Gebrochene Rippen, kaputte Hüftgelenke, Rücken- und Nervenschäden als Folge der Übungen würden in der Öffentlichkeit nicht thematisiert. Die New York Times lässt auch eine Yoga-Ikone zu Wort kommen: Glenn Black erklärt, die meisten Leute sollten Yoga komplett aufgeben, weil das Verletzungsrisiko zu hoch sei.

+++ Zehn Yoga-Übungen für zuhause +++


"Yoga ist für Menschen in guter körperlicher Verfassung oder für die Therapie", versetzt Black der Fangemeinde einen Stich ins Herz. Keinesfalls sollten die Übungen in einer allgemeinen Gruppe ausgeführt werden. Grund: Ein Großteil leide unter körperlichen Schwächen, die durch Yoga nur verstärkt würden. Dass man sich im Alltag wenig bewege und dafür im Yoga-Studio übertreibe und es einen Wildwuchs an unerfahrenen Yoga-Lehrern gäbe, verstärke das Problem noch mehr.

Lesen Sie weiter: Argumente für und gegen Yoga
Seite 1 von 2 1 2


PS: Sind Sie bei Facebook? Werden Sie Fan von Heute.at!

Ihre Meinung

Ihre Meinung

1 Kommentar
marinapagel Newcomer (1)

Antworten Link Melden 0 am 23.01.2012 16:17

Das übers Ziel hinausschießende Ego eines Schülers, die Ignoranz eines Lehrer – viele Ursachen können während des Übens zu Verletzungen führen. B.K.S. Iyengar hat Yoga sicherer und passender für alle gemacht. Broad nennt in seinem Artikel Roger Cole einen „Reformer“, der dafür plädiert, die Halsbiegung im Schulterstand durch Heben der Schultern auf einen Decken-Stapel zu verringern. Aber diese Lehre wurde von Iyengar entwickelt – Cole ist einfach einer der vielen Iyengar-Lehrer, die auf diese Weise unterrichten. Broad zitiert aus „Licht auf Yoga“ (dessen 1. Auflage von 1966 stammt!) und bemängelt, dass dieser sich nicht mit Verletzungen befasse. Jedes Lesen des Buches offenbart Anleitungen, Haltungen korrekt auszuführen, ohne zu schaden. Darüber hinaus zeigt Iyengar in aktuelleren Werken wie „Yoga - der Weg zu Gesundheit und Harmonie“ (2001) dafür die detaillierten Schritte für Übende jeden Alters-, Fitness- und Fähigkeits-Grades.
M. Pagel, Iyengar Yoga Deutschland e.V. (IYD e.V.)

Fotoshows aus Gesundheit (10 Diaserien)
Weitere Interessante Artikel