Klinik und Arzt müssen zahlen Gesundheit

Erstes Urteil in Billig-Implantat-Affäre

Erstes Urteil in Billig-Implantat-Affäre

Eine spanische Klinik und ein Schönheitschirurg wurden verurteilt (© APA/EPA)

Skandal Brustimplantate
Eine spanische Klinik und ein Schönheitschirurg wurden verurteilt
Im Skandal um Billig-Brustimplantate aus Frankreich sind in Spanien erstmals ein Schönheitschirurg und eine Klinik verurteilt worden. Ein Gericht in Madrid entschied, dass der Mediziner und das Krankenhaus einer Patientin eine Entschädigung von rund 7.500 Euro zahlen müssen.

Wie die staatliche Nachrichtenagentur EFE am Dienstag berichtete, waren im Jahr 2001 der damals 35-jährigen Frau Silikonkissen des französischen Herstellers Poly Implant Prothese (PIP) implantiert worden. Eines der Brustimplantate platzte später, so dass die Patientin sich einer neuen Operation unterziehen musste.

Nach Ansicht des Gerichts war die Frau nicht ausreichend über die Risiken der Billigimplantate unterrichtet worden. Nach Schätzungen haben in Spanien sich etwa 18.000 Frauen die als besonders reißanfällig geltenden PIP-Silikonkissen einpflanzen lassen.

Firmengründer Jean-Claude Mas (72) wurde Ende Jänner verhaftet. Bis Ende Dezember wurden schon 20 Krebserkrankungen bei Frauen mit Billig-Implantat-Brüsten registriert.

APA/Red.

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