Angst vor Krebshinweis Gesundheit

Cola und Pepsi ändern Inhaltsstoffe

Coca Cola

Seit 1956 wurde in Wien-Favoriten Coca Cola abgefüllt

Coca Cola

Weil der US-Staat Kalifornien droht, Getränke, die mit einem bestimmten Mittel gefärbt sind, mit einem Krebswarnhinweis zu versehen, schrauben die Cola-Giganten "Coca Cola" und "Pepsi" an ihrer Rezeptur.

Seit Jahren gibt es Streit darüber, in welchen Mengen Zuckercouleur gesundheitsschädlich ist. Die Gesundheitsbehörden des Bundesstaates Kalifornien planen nun für das Jahr 2012 Warnhinweise auf Produkten, die den Farbstoff E150d enthalten. Sie haben den Farbstoff bereits auf ihre Liste der „erwiesenermaßen krebserregenden Stoffe“ gesetzt.

Alarm bei Coca-Cola und Pepsi
Die großen Getränkehersteller wollen durch Maßnahmen in der Colaherstellung vermeiden, dass sie in den USA eine Krebswarnung auf ihren Getränkeverpackungen anbringen müssen. Die Colahersteller sind schon in die Offensive gegangen und haben ihre Zulieferer nach eigenen Angaben beauftragt, andere Verfahren für den Einsatz von Zuckercouleur bzw. Karamellfarbstoff zu finden.

Giftige Inhalte
In Ammoniumsulfit-Zuckercouleur wurden zwei giftige Komponenten festgestellt, zum einen 4-Methylimidazol. Dieses kann bei Kaninchen, Mäusen und Hühnern Krämpfe auslösen. Zum anderen 2-Acetyl-4 (5)-Tetrahydroxibutylimidazol, das sich auf die Zahl der weißen Blutkörperchen auswirkt, was allerdings nur bei Ratten belegt ist. Festgelegt sind jedenfalls Grenzwerte für beide Stoffe.

Die Menge macht´s aus
Ein FDA-Sprecher hielt aber auch fest, dass die krebserregende Wirkung des Zusatzstoffes beim Menschen nur wirksam würde, wenn man pro Tag mehr als 1.000 Dosen Cola trinken würde. Coca-Cola-Sprecherin Giana Garza-Ciarlante wird vom „Guardian“ mit den Worten zitiert, dass die Konsumenten von Coca-Cola nichts von den Änderungen schmecken würden. Man müsse nur den Herstellungsprozess des Zusatzstoffes verändern. Man wolle auf jeden Fall verhindern, Gegenstand einer „wissenschaftlich vollkommen unbegründeten Warnung“ zu werden.

Sowohl Coca-Cola als auch Pepsi werden laut Informationen des Branchenverbands American Beverage Association die Maßnahmen US-weit durchführen. Die in dem Verband versammelten Konzerne würden weiterhin Zuckercouleur zum Färben der Limonaden einsetzen. Generell ist E150d nicht nur in Limonaden und anderen Säften zu finden. Auch in Fruchtgummi ist E150d weit verbreitet. Auch dunkler Balsamico-Essig ist nicht selten mit Zuckercouleur gefärbt.


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