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20.03.2012
2012: 1,3 Mio Krebstote in EU
Mehr Krebserkrankungen, aber weniger sterben
Mammographie hilft bei Früherkennung von Brustkrebs (© dpa)
Das ist das Ergebnis einer Studie des italienischen Epidemiologen Carlo La Vecchia (Mario Negri Institut/Mailand), die in der neuesten Ausgabe der "Annals of Oncology" veröffentlicht wurde.
Druch neue Behandlungsmethoden kann die Lebenszeit erheblich verlängert werden (© Fotolia)
Den Berechnungen zufolge werden im Jahr 2012 rund 717.400 Männer und 565.700 Frauen in der EU an Krebs sterben. Das entspricht einer Mortalitätsrate von 139 pro 100.000 Männern und 85 je 100.000 Frauen. Im Vergleich zu den 2007 von der Weltgesundheitsorganisation WHO publizierten Daten wäre das eine deutliche Verringerung.
Brustkrebs ist die meistverbreitete Krebsform bei Frauen (© IMP-IMBA Graphics Department)
Brustkrebs ist beispielsweise in Österreich mit einem Anteil von rund 28 Prozent (bzw. jährlich rund 5.000 Fälle bei etwa 1500 Todesopfern) bei den Frauen seit langem die häufigste Krebserkrankung. Allerdings nahm die Neuerkrankungsrate im Vergleich zu 1999 um fünf Prozent ab. Da Mammakarzinome durch das vermehrte Screening in einem immer früheren Stadium erkannt wird, ging die Sterblichkeit bei Frauen in den vergangenen zehn Jahren um 15 Prozent zurück. Dennoch war Brustkrebs auch 2009 die mit Abstand häufigste Krebstodesursache bei Frauen. 18 Prozent aller weiblichen Krebssterbefälle waren in Österreich 2009 auf Brustkrebs zurückzuführen.
Überlebenschancen werden von Jahr zu Jahr größer
Die Prognosen für Europa: Bei Brustkrebs wird beispielsweise eine Reduktion der Mortalität vom Jahr 2007 auf das Jahr 2012 um neun Prozent - bei jüngeren Patientinnen (20 bis 49 Jahre) gar um 13 Prozent - vorhergesagt. 15 Prozent aller Krebs-Todesfälle sind auf das Mammakarzinom zurückzuführen.
Diese Entwicklung ist wesentlich von der Verwendung moderner High-Tech-Medikamente aus der Biotechnologie im Rahmen der "zielgerichteten Therapie" zurückzuführen. Wird bei Brustkrebs in solchen Fällen (fortgeschrittene Tumorerkrankung) nur Chemotherapie verwendet, erhöht sich die Überlebenszeit von 11,5 bis 15,8 auf 14,5 bis 18,6 Monate. Bei Tumoren, bei denen zusätzlich beispielsweise der monoklonale Antikörper Herceptin eingesetzt werden kann, stieg sie beispielsweise von 20,3 bis 22,7 auf 25,1 bis 31,2 Monate.
APA/Red.
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