"Tschick"-Verbot im Wagen? Gesundheit

Rauchen im Auto viel giftiger als anderswo

Rauchen im Auto Zigarette

Die Feinstaubbelastung in Autos steigt im Vergleich zu verrauchten Bars auf das 23-fache, sagen Experten

Rauchen im Auto Zigarette

Die Feinstaubbelastung in Autos steigt im Vergleich zu verrauchten Bars auf das 23-fache, sagen Experten

"Die Schadstoffkonzentration ist beim Rauchen im Auto wesentlich höher als in jedem anderen Raum. Rauch im Auto ist besonders schädlich." Dies erklärt die Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie, Sylvia Hartl, zu der nunmehr aus Großbritannien stammenden und auch in Österreich wieder hoch gekommenen Diskussion über ein "Tschick"-Verbot in der Blechkarosse.

Die Pneumologin: "Beim Rauchen im Auto werden die Beifahrer einer besonders hohen Konzentration des Rauch-Sidestreams ausgesetzt, der eine besondere Rolle beim Passivrauchen spielt. Für Kinder ist das besonders schwerwiegend. Es gibt ja auch eine Elternverantwortung. Das ist ein Vernachlässigen der Obsorge. Man kann schon argumentieren, dass man die Polizei nicht in private Haushalte schicken kann, aber das Handyverbot im Auto ist ja auch mit Strafen verbunden. Und man straft ja auch, wenn Kinder im Auto nicht angeschnallt sind. Das kann man nicht schönreden. Da gibt es keine Kompromisslösung. Aber von der Politik gibt es keine Ansätze für solche Maßnahmen. Rauchen ist offenbar so etwas wie eine 'Heilige Kuh'. Da werden weder die Menschen noch die Ärzte unterstützt."

Die Diskussionen über ein Rauchverbot im Auto gibt es weltweit seit Jahren. Laut der Britischen Ärztevereinigung BMA steigt die Feinstaubbelastung in Autos im Vergleich zu verrauchten Bars auf das 23-fache. Einige Beispiele aus der Vergangenheit lesen Sie auf der nächsten Seite.

Nächsten Seite: Rauchverbot im Auto? So lief die Diskussion bisher
Seite 1 von 2 1 2


PS: Sind Sie bei Facebook? Werden Sie Fan von Heute.at!

Ihre Meinung

Ihre Meinung

Fotoshows aus Gesundheit (10 Diaserien)
Weitere Interessante Artikel