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15.07.2012

Schadstoffe

So gefährlich können Plastikkochlöffel sein

Küchenbesteck Kochlöffel

Zwei Produkte gaben während des Kochvorgangs tatsächlich Schadstoffe ab (© Fotolia/Symbolbild)

Für viele ist der Plastikkochlöffel eine hygienische Alternative zum Pendant in Holz. Doch was viele nicht wissen: Der Kunststoff kann durch das starke Erhitzen ungewünschte chemische Substanzen ins Essen abgeben. Wie ein Test des Verbraucherschutzmagazins Konsument nun zeigte, sind bedenkliche Stoffe wie Melamin und Formaldehyd keine Seltenheit. Die Tester nahmen zehn Produkte zum Umrühren von Speisen unter die Lupe.

Die Plastikkochlöffel wurden in Geschirrfachgeschäften, Einrichtungshäusern und Supermärkten in Wien und Umgebung eingekauft. Danach wurde das Zubereiten einer Speise simuliert und dazu mit den Kochlöffeln bei 100 Grad Celsius umgerührt. Das ernüchternde Ergebnis: Die Hälfte der untersuchten Kochutensilien eignet sich gar nicht zum Kochen bei einer so hohen Temperatur.

Zwei Produkte - der Spitzlochlöffel von "TopHit" und der Kochlöffel von "zak" - gaben während des Kochvorgangs tatsächlich die Schadstoffe Melamin und Formaldehyd ab. Dabei lag die Melaminabgabe gerade an der Grenze des in der Kunststoffverordnung erlaubten Wertes von 30 Milligramm für diese chemische Substanz. Anders sieht die Situation ab 2013 aus, wenn der neue EU-Grenzwert für Melamin mit 2,5 Milligramm in Kraft tritt. Damit kämen die Kochlöffel von "TopHit" und "zak" auf eine fast zwölffache Überschreitung.

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