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12.07.2012

Keime im Geflügel

Jede zweite vorverpackte Probe mit Keimen belastet

Verpackte Hühnerhaxn

Vorverpackte Hühner können gesundheitsschädlich sein. (© Fotolia)

Die Arbeiterkammer untersuchte Geflügel aus zwanzig Wiener Geschäften. Ergebnis: Jede zweite war mit dem gesundheitsschädlichen Darmkeim Campylobacter belastet, eine sogar mit Salmonellen. Positiv zeigte sich nur, dass keine einzige Probe am Ablauftag verdorben war.

Laut einer Aussendung der AK haben die Campylobacter-Keime schon Resistenzen gegen Antibiotika entwickelt. Dies hat auch der Test bestätigt. Die nachgewiesenen Keime waren gegen bestimmte Wirkstoffe aus der Gruppe der Penecilline in neuen von zehn Fällen immun. Auch gegen Antibiotika aus der Gruppe der Chinilone waren sieben von zehn Proben resistent.

Probleme bei der Kühlung
Aber nicht nur die Resistenz gegen Antibiotika zeigte sich als Problem. Auch die Kühlung war in zwei von zwanzig Fällen unzureichend. Geflügel sollte immer unter vier Grad Celsius gekühlt werden, was in diesen Fällen nicht gegeben war. Eine wurde sogar mit Temperaturen über sieben Grad gelagert. Man vermutet, dass die Kühlung zu oft unterbrochen wird und es dadurch zu den erhöhten Temperaturen kommt.

Mehr Kontrollen notwendig
Augenscheinlich waren aber keine Proben verdorben. "Sie waren lebensmitteltechnisch einwandfrei. Das heißt, das Fleisch darf nicht blass oder verfärbt sein, nicht sauer oder muffig riechen.", so AK-Konsumentenschützer Heinz Schöffl. "Die Konsumenten brauchen Sicherheit, dass das Fleisch einwandfrei und nicht mit gesundheitsschädigenden Keimen behafter ist." forderte er weiter. Die Arbeiterkammer verlangt deshalb mehr Kontrollen und Maßnahmen gegen den Arzneimitteleinsatz bei Geflügel.

Nötig wäre eine lückenlose Erhebung des Antibiotikaeinsatzes in der Gelfügelmast. Derzeit werden laut AK 60 Tonnen Antibiotika in der Nutztierhaltung eingesetzt.

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