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25.07.2012

Dörfler gegen Ritual

Beschneidung wird nun auch bei uns diskutiert

Operation Klinik Krankenhaus Narkose

(© Fotolia.com)

Die Diskussion um die religiös motivierte Beschneidung von Kindern ist jetzt aus Deutschland nach Österreich geschwappt. Kritiker sehen dabei das Problem, dass der Eingriff auf Krankenschein passiert. Dabei sprechen sich zwei Landeshauptleute für ein Verbot aus. Für die Ärztekammer obliegt das Ritual der Gewissensentscheidung der Ärzte.

Ein Urteil eines Kölner Gerichts sieht in Beschneidungen eine strafbare Körperverletzung. Im Jahr 2010 wurden in Österreich 6.480 Beschneidungen ("Zirkumzisionen") an Kindern bis 14 Jahren allein in Krankenanstalten durchgeführt. Hierbei handelt es sich um die operative Entfernung der Vorhaut. Spitzenreiter ist NÖ mit 1.265 Beschneidungen, gefolgt von OÖ mit 1.243 und Wien mit 1.142.

Diskussion entbrannt
Kritiker sehen in der Beschneidung eine Missachtung der körperlichen Unversehrtheit von Kindern, als auch einen massiven Betrug an den Sozialversicherungen, denen damit Millionen Euro für ein "archaisches religiöses Ritual" auf Kosten der Allgemeinheit verrechnet würden. Kritische Chirurgen sprechen seit langem von einer verwunderlichen "Phimose-Epidemie" in Österreich. Sie verlangen Chefarzt-Pflicht für Beschneidungen.

Stöger: Debatte "unwichtig"
Jetzt haben sich auch Politiker in die Debatte gemischt: Gesundheitsminister Alois Stöger (S) hält die Debatte für eine "aufgesetzte Diskussion". Dabei sei ein Thema aus Deutschland übernommen worden, "das nicht wichtig ist". Grundsätzlich hätte jedes Landeskrankenhaus die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, ob es Beschneidungen durchführt oder nicht, stellte der Gesundheitsminister fest. Auch die Ärztekammer sieht in dem Vorgang eine Gewissensentscheidung jedes Arztes.

Landeshauptleute uneins
Prinzipiell ist die Handhabung mit der Beschneidung Sache der Länder. Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) forderte ein Verbot der religiös motivierten Beschneidung durch die Bundesregierung. "Ich bin generell gegen jede Art von Genitalverstümmelung", so Dörfler. Rechtliche Unklarheiten sieht man aber dennoch in Vorarlberg: Landeshauptmann Markus Wallner (V) hatte daher bereits am Dienstag den Ärzten geraten, von Eingriffen aus religiösen Gründen abzusehen, bis die gesetzliche Lage eindeutig geklärt sei.

Die Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (S) spricht sich hingegen ausdrücklich gegen ein Verbot aus. Sie sprach von einem Dilemma: Einerseits gehe es um die körperliche Integrität von Kindern, andererseits um einen "zwingenden Bestandteil" von Religion.

In der Steiermark wurden religiös motivierte Beschneidungen bisher nur an der Grazer Kinderchirurgie durchgeführt. Dort will man aber bis zur Festlegung österreichweit einheitlicher Regelungen keine Termine mehr annehmen.

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6 Kommentare von unseren Lesern

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20er (1003)
30.07.2012 22:54

Ich finde.....
daß man so Etwas einem Kind nicht antun darf!!!
Wenn Mann sich schon aus religiösen Gründen ein Stückerl vom besten Stück abhacken muß, dann soll mann Das selbst entscheiden und nicht die Eltern einfach verfügen dürfen wie es Ihnen beliebt.

Un JA, Nebit, das Stechen von Löchern für Ohrringe bei Kleinkindern Die nicht selbst entscheiden dürfen, finde ich genauso schwachsinnig und inakzeptabel!

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20er (1003)
30.07.2012 15:00

Das soll....
erst ab einem Alter erlaubt sein, wo der Bub oder junge Mann selbst entscheiden kann, ob er beschnitten werden will und nicht die eltern bestimmen so etwas.
Ansonsten ist es mir egal, ob sich Juden und Moslems unbedingt um die Wette a Stückerl Zumpferl abhacken müssen um bessere Gläubige zu sein. Schwachsinn!!!

Stimme anbei auch @Nebit1 zu!
Man sollte auch verbieten, daß Kleinkindern und Kindern die noch nicht selbst entscheiden dürfen, die Ohren perforieren zu lassen.
Das ist nämlich genau der selbe Schwachsinn!!

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Ricky (421)
27.07.2012 21:45

Zum Kotzen!!!!!!!
Wie kann man einem kleinen Kind diese Schmerzen zumuten, wodurch wird das gerechtfertigt.

Bei Tieren ist das kupieren d.Ohren u.Schwanz schon längst verboten, warum schauen unsere Politiker zu wenn kleine Kinder mißhandelt werden. Das soll noch einer verstehen.

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Ferenc (1)
26.07.2012 12:05

Körperverletzung
Dann sollte auch das Brust-Aufschneiden mit Silikon-Hineinstopfen als Maturageschenk und auch das Anbohren von Oberschenkeln und A-Backen von Adipositasgeschödigten zur Fettabsaugung unter Strafe gestellt werden. Beschnittene qwerden NIE an Phimose leiden. Und wegen Hygiene: Beschnittene produzieren kein Smegma, das bekannterweise krebserregend ist. Und da fällt mir ein: die Tachtel, die ein Firmling vom Bischof kriegt, ist auch nicht gerade menschenwürdig! So schauts aus, ihr Heuchler!

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bigsu (3)
26.07.2012 09:50

Welch Einigkeit
Ich finde es bewundernswert wie plötzlich verfeindete Lager(in Ö. in Gestalt der islamischen Glaubensgemeinschaft und der israelitischen Kultusgemeinde) brüderlich an einem Strag ziehen, wenn es um religiös motivierte Körperverletzung geht.
Sind wohl doch nicht so unterschiedlich, die zwei Religionen.
Es sei den zuständigen Herren (weil Frauen zählen ja bekanntlich nichts) ins Stammbuch geschrieben: Der ursprüngliche Grund für Beschneidungen, nämlich Hygiene, ist in unserer Zeit wahrlich nicht mehr gegeben. Warum lässt man die Betroffenen nicht mit Erlangung des 15. Geburtstages selbst entscheiden? Entschuldigung, war wohl zu progressiv gedacht.
P.S.: Die christliche Taufe ist wenigsten schmerzlos, ansonsten sollten auch hier die Beteiligten erst später selbst entscheiden dürfen.

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Nebit (1)
25.07.2012 16:31

Durchaus diskutierenswert
Ich persönlich finde die aktuell in Deutschland stattfindende Diskussion - Religionsfreiheit vs. Recht auf körperliche Unversehrtheit - begrüssenswert, sähe sie aber gern um einen Aspekt erweitert und auch hierzulande geführt. Ums Ohrringerlstechen bei Babys, Kleinkindern und sonstigen Minderjährigen geht's mir. Erfüllt nämlich auch astrein den Tatbestand der schweren Körperverletzung und religiös motivierte Ausrede gibt's hierbei gar keine. Auf der einen Seite darf sich ein 14-jähriger nicht piercen lassen - was ich gut finde - auf der anderen Seite ist es erlaubt, das Ohrläppchen eines Kindes perforieren zu lassen, wenn die Eltern das lustig finden? Wie bescheuert ist das denn? Dass die Kinderärzte aus Geldgier da mitspielen, ist sowieso eine ahndenswerte Frechheit an sich, zumal keinerlei medizinische Indikation es erfordert und kosmetische Eingriffe bei Minderjährigen im Regelfall verboten sind. Das gehört dringend abgestellt, lieber Gesetzgeber.




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