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Erste Krankenkasse zahlt bei Burn-Out

Erste Krankenkasse zahlt bei Burn-Out

Sind Sie schon einmal zu Hause geblieben anstatt zu arbeiten, obwohl Sie nicht krank waren? (© Fotolia)

krankenstand ohne krankheit
Büro statt Bett: Viele arbeiten auch krank.
Als erste Krankenkasse in Österreich zahlt jene der Bediensteten der Stadt Wien die gesamte Therapie für Burn-Out-Patienten. Psychische Erkrankungen verursachen mittlerweile die meisten Langzeitkrankenstände in Österreich.

Im Schnitt warten Burn-Out-Patienten mindestens 30 Wochen auf Psychotherapie. Immer mehr Menschen sind wegen psychischer Probleme im Krankenstand. Immer mehr Menschen gehen deshalb früh in Pension.

Jetzt übernimmt erstmals eine Krankenkasse, die KFA -  Krankenfürsorgeanstalt für Bedienstete der Stadt Wien - die Behandlungskosten. Sie bezahlt nach entsprechender Diagnose die gesamte Therapie für Menschen mit Stresserkrankungen. Der Bedarf steige ständig, so Generaldirektor Josef Buchner: In den letzten Jahren stieg der Bedarf laut Generaldirektor Josef Bucher um zwischen 15 und 25 Prozent. "Wir hoffen, dass dies auch ein Beitrag wird, diese Anstiege abflachen zu können.“

Die Kosten sind berücksichtigt, sagt Josef Buchner, langfristig soll sich das auch für die Kasse bezahlt machen. „Ich würde so sagen, dass wir, wenn wir verstärkt in Richtung Psychotherapie gehen, dann höhere Folgekosten vermeiden können – Folgekosten, die auch die Krankenkassen betreffen“, hofft Buchner.

„Erwerbungsunfähigkeitspensionen aufgrund diagnostizierter psychiatrischer Krankheiten sind 2002 von 59.600 auf fast 98.800 2010 gestiegen. Das bewirkt einen volkswirtschaftlichen Schaden von 3,3 Milliarden Euro. Das ist natürlich nicht wenig“, so Lisa Tomaschek-Habrina, Leiterin der der origo-Gesundheitszentren.


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